Montag 23. Februar 2009 von Chica
Wer als gesitteter Amerikaner im Jahr 1848, zu Beginn des Goldrauschs, nach Kalifornien reiste, war schockiert von den Zuständen, die dort herrschten: Männer unterschiedlichster Nationalitäten hatten Frau und Kinder zurückgelassen und waren gen Westen gezogen, um dort ihr Glück zu versuchen. Die heterogene Zusammensetzung, unsichere ökonomische Aussichten, der Konkurrenzkampf untereinander und die nahezu völlige Abwesenheit von Frauen (vielerorts betrug der Frauenanteil gerade mal 2%) machte den wilden Westen zu einem Ort, an dem Saufgelage, Glücksspiel, Prostitution und gewalttätige Auseinandersetzung an der Tagesordnung waren. Der enorme Männerüberschuss wirkte sich auch auf die Geschlechterrollen aus: Aufgrund des geringen Frauenanteils mussten die Männer nun selbst die traditionell weiblichen Hausarbeiten übernehmen oder dafür bezahlen.
Die wenigen Frauen vor Ort arbeiteten entweder als Prostituierte oder verdienten als selbständige Unternehmerinnen gutes Geld, indem sie kochten oder Wäsche wuschen, während sie in ihren Herkunftsregionen keine Erwerbsmöglichkeiten gehabt hatten. Andere Frauen versuchten sich als professionelle Spielerinnen, die betrunkene Goldgräber in den Salons gnadenlos abzogen. Manche Frauen kleideten sich als Männer, um diejenigen Jobs und Freiheiten ausüben zu können, die ansonsten nur dem männlichen Geschlecht vorbehalten waren. Die Ankunft zahlreicher weißer Mittelschichtsfrauen in den 1850er Jahren läutete das Ende dieser Gesellschaft ein. Die Frauen betrachteten es als ihre Aufgabe, wieder Zucht und Ordnung herzustellen und mit dem Zurückdrängen von Glücksspiel, Alkoholexzessen und Prostitution verschwand auch die Offenheit der Geschlechterrollen.
Ganz anders im Osten Deutschlands. Dort sind es Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...
Kategorie: Politik & Gesellschaft |
Keine Kommentare »
Sonntag 25. Januar 2009 von Alexander Bringmann
Nach dem Erfolg des Volksbegehrens der Initiative “Pro Reli” steht Berlin vor der zweiten Volksabstimmung in kurzer Zeit. Als Berliner stellt sich damit die Frage: Worum geht es? An Berliner Schulen gibt es seit 2006 das Fach Ethik. Nach dem sogenannten “Ehrenmord” an Hatun Sürücü wurde ein übergreifender Werteunterricht an den Berliner Schulen als wichtig angesehen. In Ethik sollen grundlegende verbindende Werte unserer Gesellschaft vermittelt werden. Freiheit und Demokratie genauso wie Toleranz. Dabei soll jedoch vor allem der Dialog zwischen den Kulturen gefördert werden. Die verschiedenen Vorstellungen und Werte sollen diskutiert werden, um Verständnis für unterschiedliche Ansichten zu fördern und Vorurteile abzubauen. In einer multikulturellen Stadt wie Berlin ist die Bedeutung eines solchen Unterrichts leicht nachvollziehbar. Ein Auseinanderdriften der Gesellschaft und die gewaltsame Austragung von Konflikten sollen so verhindert werden.
Doch von Anfang an gab es Widerstand gegen den Ethikunterricht. Der interkulturelle Dialog wird nicht von jedem gerne gesehen. Zwei Verfassungsbeschwerden gegen den Ethikunterricht blieben erfolglos und so kam es im nächsten Schritt zum Volksbegehren “Pro Reli“. Hier wurde das Anliegen, das mit dem Ethikunterricht verfolgt wird, mit dem des Religionsunterrichts vermischt.
Seit 1948 ist der Religionsunterricht an Berliner Schulen ein freiwilliges Zusatzangebot. Der Religionsunterricht wird auch in Berlin vom Staat unterstützt, der fast vollständig die Kosten dafür trägt. Doch nach Auffassung von “Pro Reli” reicht ein freiwilliger Religionsunterricht an den Schulen nicht aus. Religion soll ab der ersten Klasse ein reguläres Wahlpflichtfach mit für den Abschluss relevanten Noten werden. Das bisherige Pflichtfach Ethik wäre nur noch Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...
Kategorie: Politik & Gesellschaft |
Keine Kommentare »
Donnerstag 30. Oktober 2008 von Alexander Bringmann
Mit diesen Worten beginnt ein altes britisches Gedicht. Es erinnert an eine Verschwörung aus dem 17. Jahrhundert. Am 5. November 1605 wollten einige katholische Verschwörer das englische Parlament und die anwesende Königsfamilie in die Luft sprengen. Guy Fawkes, der für die Ausführung verantwortlich war, brachte zu diesem Zweck 36 Fässer Schießpulver in den Keller des Parlaments. Die Kraft dieser Explosion hätte ausgereicht, um das komplette Parlamentsgebäude zu zerstören. Doch am Morgen des 5. November wurden Guy Fawkes und der Sprengstoff bei einer Inspektion des Kellers gefunden. Noch heute wird am 5. November das Scheitern des Attentats gefeiert – mit einem großen Feuerwerk.
Doch warum wollten Guy Fawkes und seine Verschwörer das Parlament sprengen? Hintergrund war die massive Unterdrückung des katholischen Glaubens in Großbritannien. Während unter Königin Elisabeth noch eine gewisse religiöse Toleranz vorgeherrscht hatte, änderte sich dies unter ihrem Nachfolger Jakob I. deutlich. Doch Unterdrückung ist die Grundlage, auf der Terror gedeiht. Dabei sollte nicht vollständig vergessen werden, dass die katholische Seite auch nicht zimperlich war und unter allen Umständen wieder an die Macht wollte. Die Aufdeckung des Attentats verfestigte nun jedoch die Unterdrückung des Katholizismus für die nächsten 200 Jahre. Die Verschwörung des 5. November wird auch heute noch von Kunst und Kultur aufgegriffen. So spielt das Lied “Remember” von John Lennon auf das Attentat an. Eine zentrale Rolle spielen die Ereignisse des 5. November in der Comicreihe „V wie Vendetta“ und deren Verfilmung. Hier wird das Attentat positiver betrachtet: nämlich als Kampf gegen ideologische Unterdrückung.
Das historische Ereignis dient hier Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...
Kategorie: Politik & Gesellschaft |
Keine Kommentare »
Dienstag 6. Mai 2008 von Alexander Bringmann
Kategorie: Politik & Gesellschaft |
Keine Kommentare »
Samstag 5. Januar 2008 von Charlie Rutz
Inhaltsverzeichnis
1. Gute und schlechte Entwicklungshilfe
2. Statt der Weltbank eine Bank für die Armen
3. Ein gerechterer Welthandel und die NGO Oxfam
_
Es ist kein Geheimnis, dass oft das, was als Entwicklungshilfe bezeichnet wird, den Namen nicht verdient hat. Nimmt man nur einmal die von den reichsten Ländern der Welt geleistete staatliche Entwicklungshilfe genauer unter die Lupe, so wird deutlich, dass diese oft kontraproduktiv ist. Dafür gibt es vielerlei Gründe.
So werden beispielsweise mit den Geldern häufig große Infrastrukturprojekte (wenn ich richtig informiert bin, fließen zur Zeit mehr als 2/3 der Gelder in den öffentlichen Sektor von Entwicklungsländern) finanziert, die dann, so die Logik der Geberländer, dazu beitragen, arme Menschen in Brot und Arbeit zu bringen. Ein sehr negatives Beispiel für falsche Entwicklungspolitik in diesem Zusammenhang sind die weltweit geförderten Staudamm-Projekte. So wurden beispielsweise im Zuge der Errichtung des Dreischluchtenstaudamms in China Millionen Menschen (darunter ein großer Anteil von Kleinbauern) zwangsweise umgesiedelt und erhielten häufig nicht mal einen bzw. gar keinen adäquaten Ersatz für den Verlust von Haus und Land. Auch bezüglich Flora und Fauna kam und kommt es zu massiven irreversiblen ökologischen Schäden. (mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Schluchten-Damm).
Solche Projekte mit Entwicklungshilfe zu fördern, ist für mich grob fahrlässig. Vielmehr müsste das Hauptaugenmerk Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...
Kategorie: Politik & Gesellschaft |
Keine Kommentare »