Der Riss der Generationen in den achtziger Jahren




by Ricky Umberg | Datum: 29.03.2010
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Inhaltsverzeichnis

1. EinfĂŒhrung
2. Hauptteil
__2.1 Die großen Alten und die mittlere Generation
__2.2 Die Generation der SprachverÀnderer
__2.3 Reaktionen der Etablierten
3. Schlussbemerkung
4. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. EinfĂŒhrung

Die Kulturpolitik der DDR bewegte sich in den Jahren ihrer Existenz zwischen Eiszeit und Tauwetter. Nach der seit 1965 besonders starr gewordenen kulturpolitischen AtmosphĂ€re wurde zu Beginn der siebziger Jahre eine neue Ära in der Kulturpolitik eingeleitet. Honeckers Statement: „Wenn man von der festen Position des Sozialismus ausgeht, kann es meines Erachtens auf dem Gebiet von Kunst und Literatur keine Tabus geben“[1], wurde als Aufforderung in Richtung kultureller FreizĂŒgigkeit interpretiert. Die SED-FĂŒhrung bestimmte ab 1971 drei kulturpolitische Leitpunkte: Erstens die Anhebung des kulturellen Niveaus der Bevölkerung, zweitens die Förderung des sozialistisch-realistischen Kunstschaffens und drittens ein auf Vertrauen basierendes, kameradschaftliches Miteinander zwischen Partei und Kulturschaffenden. Das vertrauensvolle VerhĂ€ltnis zwischen StaatsfĂŒhrung und Intelligenz erhielt jedoch spĂ€testens 1976 tiefe Risse, denn die AusbĂŒrgerung Wolf Biermanns wirkte massiv auf den grĂ¶ĂŸten Teil der Intellektuellen. Nach Werner Mittenzwei war Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre noch immer eine Stetigkeit bezĂŒglich der DDR-Literatur auszumachen. Trotzdem kam es in dieser Zeit zu einer „VerĂ€nderung im literarischen KrĂ€ftefeld“[2]. Unter der jĂŒngeren Autorengeneration machte sich Unbehagen gegenĂŒber den renommierten Schriftstellern breit. Sie fĂŒhlten sich als „RandstĂ€ndige“ und warfen den kulturpolitischen Institutionen VernachlĂ€ssigungen vor. Die Werke dieser Autoren standen jedoch durchaus in KontinuitĂ€t zu den Veröffentlichungen anerkannter Schriftsteller, denn in der Einstellung zur DDR unterschied man sich kaum. Abweichend verhielt es sich mit der jĂŒngsten Autorengeneration zu Beginn der achtziger Jahre. Diese neue Generation, welche die Traditionen der VĂ€tergeneration radikal ablehnte, suchte nach einer neuen Ausdrucksform fĂŒr ihre Unruhe, ihren Unmut und ihre WĂŒnsche. Die sich vor allem in Berlin Prenzlauer-Berg, aber auch in Dresden-Neustadt oder Leipzig-Connewitz formierenden Gruppierungen suchten eine neue Ausdrucksweise, eine „andere Sprache“[3]. Es entstand eine andere Literatur, eine intuitive Literatur, deren Antrieb „radikale Neusetzung“[4] war. Verfechter dieser anderen Sprache waren Lutz Rathenow, Uwe Kolbe, Sascha Anderson, Bert Papenfuss-Gorek oder Rainer Schedlinski, um nur einige zu nennen. Diese Befreiungsversuche blieben nicht nur auf die jĂŒngste Generation der Autorenschaft beschrĂ€nkt. Auch Kulturschaffende in Theater, Film, Bildender Kunst oder Musik versuchten sich den staatlichen Vorgaben zu entziehen. Dieser Essay konzentriert sich jedoch auf den Riss der Generationen in den achtziger Jahren bezĂŒglich der Autorenschaft und fragt, wiedieser zu erklĂ€ren ist und sich Ă€ußerte?

2.1 Die großen Alten und die mittlere Generation

Die verschiedenen Autoren-Generationen der DDR unterschieden sich insbesondere durch ihre geschichtliche Erfahrung. Die erste und somit Ă€lteste Generation war stark durch den Zweiten Weltkrieg geprĂ€gt, den viele von ihnen als Soldaten erlebten. Gezeichnet durch den erfahrenen Hitlerfaschismus und den zerstörerischen Krieg fiel es dieser Generation wohl kaum schwer, sich fĂŒr einen radikalen Neuanfang im Sinne des Sozialismus einzusetzen. Die Hoffnung auf das neue System als „das Andere“, war in den Köpfen prĂ€sent. Den damals gegenwĂ€rtigen marxistischen Ideen entzog sich nur eine Minderheit. Auch wenn es schon nach kurzer Zeit Auseinandersetzungen zwischen den Kulturschaffenden und der ParteifĂŒhrung geben sollte, blieb die deutsche Kriegsvergangenheit derjenige Punkt, an dem sich beide Seiten immer wieder trafen. Den Auftritt der zweiten Schriftsteller-Generation der DDR kann man – wie zumindest Uwe Wittstock schreibt – auf den Tag genau bestimmen. Wittstock datiert das Erscheinen dieser Generation auf den 11. Dezember 1962. An diesem Tag veranstaltete Stephan Hermlin an der Akademie der KĂŒnste in Ost-Berlin einen Lyrikabend. Dort wurden Gedichte und Texte mehrheitlich unbekannter Autoren vorgetragen, unter ihnen neben Wolf Biermann auch Volker Braun oder Sarah Kirsch. Dieser Lyrikabend schien zum politischen Skandal zu werden. Trotzdem, oder wohl genau deshalb, wurden diese neuen Schriftsteller ins Bewusstsein der Leute gehoben. Diese Autoren wurden durch Schule und Studium weitgehend durch den Sozialismus geprĂ€gt und betrachteten diesen auch als dasjenige System, in welchem sie ihr Leben bestreiten wollten. Gleichwohl gerieten sie durch ihr Nachdenken und ihre Kritik am Sozialismus in Konflikte mit der StaatsfĂŒhrung. Ihre BeschĂ€ftigung mit den kommunistischen Idealen, ihr Nachdenken ĂŒber die Vorstellung einer herrschaftsfreien Gesellschaft stieß in der SED auf Widerstand. Trotz des ideologischen Streits um diese Generation von Autoren wurden ihre Werke nicht von allen KulturfunktionĂ€ren der DDR abgelehnt. So konnten ihre Arbeiten in Zeitschriften wie „Sinn und Form“ oder „Neue Deutsche Literatur“ gedruckt werden. Dem ungeachtet – wie Uwe Wittstock bestĂ€tigt – „die politischen Anfeindungen, die jene Schriftsteller-Generation schon mit dem ersten großen Auftritt auf sich zog, ĂŒberschatteten ihre Karriere weiter und sollten bis in die achtziger Jahre hinein nicht verstummen“[5]. Auch wenn sich die kulturpolitische Situation durch den Antritt Honeckers 1971 fĂŒr kurze Zeit entspannte, spitzte sich spĂ€testens mit der Biermann-AusbĂŒrgerung der Konflikt zwischen Schriftstellern und Partei wieder zu. Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre verließen viele der ernstzunehmenden Autoren die DDR. Den KulturfunktionĂ€ren blieb noch die Hoffnung auf die jĂŒngste Generation von Autoren. Diese wollte mit dem sozialistischen Staat jedoch kaum zu tun haben. Den Sozialismus in Deutschland betrachteten sie als wertlos und nicht als etwas, zu dem man sich positiv verhalten musste.

2.2 Die Generation der SprachverÀnderer

„Nach den WeltverĂ€nderern kamen die SprachverĂ€nderer.“[6] In den sechziger und siebziger Jahren stand bezĂŒglich der DDR-Literatur die Auseinandersetzung zwischen dem Staat und seinen BĂŒrgern im Zentrum. Die arrivierten Autoren bezogen in ihren Arbeiten fast ausschließlich Stellung fĂŒr oder gegen den Sozialismus. Dies Ă€nderte sich zu Beginn der achtziger Jahre. Die jĂŒngste Generation der um 1945 bzw. 1950 geborenen Schriftsteller unterscheidet sich ganz grundlegend von den Ă€lteren JahrgĂ€ngen. Diese Autoren, die oft als „die Hineingeborenen“[7] bezeichnet werden, haben die Jahre des Aufbaus nach dem Krieg, der sozialen und ökonomischen VerĂ€nderungen nicht bewusst erlebt. Sie wurden in den spĂ€ten sechziger und frĂŒhen siebziger Jahren entscheidend geprĂ€gt. Zu dieser Zeit hatte sich die DDR als Gesellschaftssystem bereits gefestigt. Die Jungen lehnten sich gegen ĂŒberlieferte Doktrin auf und nahmen Gegenpositionen ein. Ihre Vorbilder waren Schopenhauer, Nietzsche, Sartre, Deleuze oder andere poststrukturalistische Theoretiker. Den Ă€lteren JahrgĂ€ngen wurde misstraut, da diese den Meinungsaustausch scheuen wĂŒrden. Volker Braun beispielsweise wurde fĂŒr sie zu einer Gestalt, von der sie sich abzugrenzen versuchten. Brauns „selbstquĂ€lerische, verzweifelt hoffende Dialektik“[8] wurde als anstĂ¶ĂŸig bezeichnet.

Heiner MĂŒller beschrieb den offensichtlichen Bruch in den achtziger Jahren folgendermaßen: „Die Generation der heute DreißigjĂ€hrigen in der DDR hat den Sozialismus nicht als Hoffnung auf das Andere erfahren, sondern als deformierte RealitĂ€t. Nicht das Drama des Zweiten Weltkriegs, sondern die Farce der Stellvertreterkriege. Nicht die wirklichen KlassenkĂ€mpfe, sondern ihr Pathos, durch die ZwĂ€nge der Leistungsgesellschaft zunehmend ausgehöhlt. Nicht die große Literatur des Sozialismus, sondern die Grimasse der Kulturpolitik.“[9]

Die Generation, von der nun die Rede ist, suchte nicht mehr die direkte politische Konfrontation. Auf die Zusammenarbeit mit Verlagen und Institutionen wie dem Schriftstellerverband wurde verzichtet. Durch die Existenz der inoffiziellen Zeitschriften (MIKADO, SCHADEN, ANSCHLAG usw.) und Verlags-Projekte Ă€nderte sich ihre Situation erheblich. Die Veröffentlichungen dieser jungen und zumeist unbekannten Autoren waren nicht mehr nur von der Zustimmung der Verlagslektoren abhĂ€ngig und der Autoren-Status wurde nicht mehr nur von staatlichen Einrichtungen verliehen. Ihre bloße kĂŒnstlerische Orientierung, „die Sprache als ÂŽGegengift` zur Ideologie entwickeln und gebrauchen zu können“[10], fĂŒhrte in einem Staat, der alle SphĂ€ren der Gesellschaft zu ĂŒberwachen beanspruchte, zu Kollisionen. Der ideologischen Sprache, die totalitĂ€re Ziele verfolgte, versuchten sich die Autoren der alternativen Szene bewusst zu entziehen. Gegen Konventionen und Grammatik wurde verstoßen, um sich der gelĂ€ufigen Sprache zu verweigern. Es entstand eine autonome Sprache, die sich gegen die syntaktisch und grammatisch verstĂ€ndliche, aber eben totalitĂ€re Sprache wandte. Diese neue Sprache sollte Medium und Prozess individueller Selbstfindung und Selbstbehauptung sein. Die jungen Schriftsteller bemĂŒhten sich, den Leser mit ihrer Sprache in das Feld der Assoziationen zu fĂŒhren. Das Prenzlauer-Berg-Szene-Mitglied Rainer Schedlinski erklĂ€rt die Motivation zu neuen Ausdrucksformen wie folgt: „der totalitĂ€re diskurs der gesellschaft determiniert den einzelnen bis in seine geringsten und intimsten tĂ€tigkeiten, indem er fĂŒr alles, was einer tut, einen gesellschaftlichen sinn formuliert. selbst der knigge, der jetzt erschienen ist, musste im vorwort vom parteitag hergeleitet werden. [
] die sprache der kunst, die poetische sprache, bewegt sich ausserhalb der dienst- und fachsprachen. sie entzieht uns ihrer aufsicht. sie schĂ€digt die diskursive wahrnehmung, die uns schĂ€digt.“[11]

2.3 Reaktionen der Etablierten

Eine solche Literatur konnte es natĂŒrlich in der DDR nicht leicht haben. Die Schriftsteller der jĂŒngsten Generation befanden sich trotz der Tatsache, dass sie dem Staat den RĂŒcken zuwandten, in einem Konflikt mit diesem. Diese Autoren der alternativen Szene wurden an ihrer Arbeit behindert, publizierten ihre Werke im Westen oder wurden dorthin abgeschoben. Auch durch die Absage des Staates an eine ganze Generation von Schriftstellern entfalteten sich neue Umgangsformen mit ihren Texten. Uwe Kolbes „Der Kaiser ist nackt“ sollte darauf hinweisen, dass die Literatur auf dem Weg in die Öffentlichkeit, wie bereits erwĂ€hnt, nicht wirklich auf Verlage und Druckbetriebe angewiesen war. Die handgefertigten Zeitschriften stiegen zu den VerstĂ€ndigungsmitteln der jungen Kunst-Szene auf. So konnte sich die alternative Szene der jĂŒngsten Generation von den Vorgaben des offiziellen Kulturbetriebes lossagen. Die Abneigung der Jungautoren gegenĂŒber den Ă€lteren, ihre AufmĂŒpfigkeit und ihre provokativen kĂŒnstlerischen Mittel löste, wie könnte es anders sein, natĂŒrlich auch Reaktionen unter den arrivierten Schriftstellern der Ă€lteren Generationen aus. Der von den Szene-Autoren heftig kritisierte Volker Braun beanstandete in seinem Essay ĂŒber Rimbauddie Geschichtslosigkeit und AussteigermentalitĂ€t der Jungautoren. Braun, auch wenn er durchaus gewisse Sympathien fĂŒr die jĂŒngste Generation empfand, nannte diese provokativ „Kinder der administrativen Beamten“[12]. Glaubt man Manfred JĂ€ger, traf dies durchaus fĂŒr viele der jungen Autoren zu, waren doch unzĂ€hlige Elternteile nicht unbedeutende SED-FunktionĂ€re. Neben den der „anderen Literatur“ sehr skeptisch Eingestellten, gab es allerdings auch etablierte Autoren, die dieser durchaus sehr positiv gesinnt waren und sogar als Förderer in Erscheinung traten. Uwe Kolbe hatte es Franz FĂŒhmann zu verdanken, dass er beim Aufbau-Verlag LyrikbĂ€nde veröffentlichen konnte, trotz seiner aktiven Mitgliedschaft in der Prenzlauer-Berg-Szene. Ebenfalls versuchte FĂŒhmann, als Mitglied der Akademie der KĂŒnste, deren PrĂ€sidenten Konrad Wolf davon zu ĂŒberzeugen, in einer Anthologie Texte der Szene-Autoren zu sammeln. Die UnterstĂŒtzung, die die Ă€ltere fĂŒr die jĂŒngere Generation zeigte, ist also keineswegs gering zu schĂ€tzen. Adolf Endler, Franz FĂŒhmann, Elke Erb, Heiner MĂŒller, Volker Braun etc. griffen den jungen Schriftstellern nicht nur finanziell unter die Arme, „sondern trugen auch zu deren Schutz vor Kriminalisierung bei. Der Ă€sthetische Bruch mit der VĂ€ter- und MĂŒtter-Generation war so bei allen Differenzen immer auch begleitet von persönlicher Verbundenheit.“[13]

3. Schlussbemerkung

Richtet man den Blick auf die letzten zehn Jahre DDR, zeigt sich, dass auch unter der letzten aktiven Generation unterschiede auftraten und auch da ein gewisser Bruch auszumachen ist. WĂ€hrend diejenigen Autoren, welche mehrheitlich in den fĂŒnfziger Jahren geboren wurden, sich vor allem mit der Sprache beschĂ€ftigten, gingen – wie Birgit Dahlke festhĂ€lt – „die nach ihnen Geborenen spĂ€ter zur Tagesordnung ĂŒber, bewegten sich [ĂŒberwiegend] sozusagen neben Schriftstellerverband, DDR-Fernsehen, Zeitungen, Verlagen und Redaktionen“[14]. FĂŒr diese Autoren, die Sascha Anderson einst die >>Gar-nicht-erst-Eingestiegenen<<-Autoren nannte, wie beispielsweise Durs GrĂŒnbein oder Cornelia Sachse, waren die bestehenden alternativen Veröffentlichungsmöglichkeiten in- aber auch außerhalb der DDR bereits Voraussetzung. Der Riss der Generationen in den achtziger Jahren weist auf Differenzen in der Erfahrungdes Sozialismus, im Bewusstsein aber ebenfalls hinsichtlich der kĂŒnstlerischen Mittel auf. Die jĂŒngeren JahrgĂ€nge machten mit dem „linguistic turn“[15] der DDR-Öffentlichkeit klar, dass eine neue Generation herangewachsen war, die ein völlig anderes RealitĂ€tsverstĂ€ndnis hatte. Die MotivefĂŒr den „Ausstieg“ der jungen Leute waren mannigfaltig und die SED-FĂŒhrung sah sich gezwungen, ihre Vorstellung, gerade der intellektuelle Nachwuchs werde durch die Sozialisation im Sozialismus unzweifelhaft ein ideologisch ausgereiftes Bewusstsein annehmen, aufzugeben. Auch wenn die Ă€ltere Generation, ob KulturfunktionĂ€re oder Schriftsteller, nicht gerade mit Wohlwollen darauf reagierte, war eine wirklich ernstzunehmende Reaktion derselben kaum zu beobachten. Der Niedergang der eigenen Ideologie wurde kaum registriert und seit den siebziger Jahren befanden sich die meisten Ă€lteren Autoren ohnehin in einem Prozess der Ablösung von der Partei. Es könnte bemerkt werden, dass aus Sicht der ParteifĂŒhrung und ihrer Institutionen die Prenzlauer-Berg-Szene und die alternativen Szenen in anderen StĂ€dten der DDR zu einem massiven Umdenken im VerhĂ€ltnis zur Jugend und zu einem hĂ€rteren Kurs hĂ€tte fĂŒhren können. Birgit Dahlke hĂ€lt jedoch gerade fest, dass „das kulturpolitische Einlenken, die zunehmende Duldung und Beendigung der vorherigen Ausgrenzungspraxen eher ein Zeichen einer in die Defensive geratenen Jugend- und Kunst-Politik als bewusste Kurskorrektur [war]“[16].

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

Arnold, Heinz Ludwig: Die andere Sprache, in: Arnold, Heinz Ludwig (Hrsg.): TEXT+KRITIK. Zeitschrift fĂŒr Literatur, SONDERBAND, MĂŒnchen 1990, S. 9-15.

Böthig, Peter: Grammatik einer Landschaft. Literatur aus der DDR in den 80er Jahren, Berlin 1997.

Dahlke, Birgit: „TemporĂ€re autonome Zone“. Mythos und Alltag der inoffiziell publizierenden Literaturszene im letzten Jahrzehnt der DDR, in: GĂŒnther RĂŒther (Hrsg.): Schreiben im Nationalsozialismus und DDR-Sozialismus, Paderborn 1997, S. 463-478.

JÀger, Manfred: Kultur und Politik in der DDR 1945-1990, Köln 1995.

Kolbe, Uwe: Hineingeboren. Gedichte 1975-1979, Berlin 1982.

Mittenzwei, Werner: Die Intellektuellen. Literatur und Politik in Ostdeutschland von 1945 bis 1990, Leipzig 2001.

Wittstock, Uwe: Von der Stalinallee zum Prenzlauer Berg. Wege der DDR-Literatur 1949-1989, MĂŒnchen 1989.

[1] Zit. nach Manfred JÀger, Kultur und Politik in der DDR 1945-1990, Köln 1995, S. 140.

[2] Mittenzwei, Werner: Die Intellektuellen. Literatur und Politik in Ostdeutschland von 1945 bis 1990, Leipzig 2001, S. 347.

[3] Ebd.

[4] Arnold, Heinz Ludwig: Die andere Sprache, in: Arnold, Heinz Ludwig (Hrsg.): TEXT+KRITIK. Zeitschrift fĂŒr Literatur, SONDERBAND, MĂŒnchen 1990, S. 9-15, hier S. 9.

[5] Wittstock, Uwe: Von der Stalinallee zum Prenzlauer Berg. Wege der DDR-Literatur 1949-1989, MĂŒnchen 1989, S. 159.

[6] Ebd. S. 227.

[7] „Hineingeboren“ ist der Teil eines Gedichts und eines Gedichtbandes von Uwe Kolbe. Dieser Begriff wird oft als Generationsbegriff verwendet. Vgl. dazu: Kolbe, Uwe: Hineingeboren, Gedichte 1975-1979, Berlin 1982.

[8] JĂ€ger, Kultur und Politik, S. 227f.

[9] Zit. nach Böthig, Peter: Grammatik einer Landschaft. Literatur aus der DDR in den 80er Jahren, Berlin 1997, S.14.

[10] Mittenzwei, Die Intellektuellen, S. 352.

[11] Zit. nach Wittstock: Von der Stalinallee zum Prenzlauer Berg, S. 228f.

[12] JĂ€ger: Kultur und Politik, S. 228.

[13] Dahlke, Birgit: „TemporĂ€re autonome Zone“. Mythos und Alltag der inoffiziell publizierenden Literaturszene im letzten Jahrzehnt der DDR, in: RĂŒther, GĂŒnther (Hrsg.): Schreiben im Nationalsozialismus und DDR-Sozialismus, Paderborn 1997, S. 463-478 (hier: S. 467).

[14] Ebd. S.476.

[15] Böthig, Grammatik einer Landschaft, S. 68.

[16] Dahlke, „TemporĂ€re autonome Zone“, S. 471.

 

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2 Kommentare ĂŒber “Der Riss der Generationen in den achtziger Jahren”

  1. Alexander Bringmann schreibt:

    Danke für Deinen Kommentar zu dem Artikel. Du äußerst dich ja sehr hart zu dem Artikel und kritisierst ihn als „geistigen Schrott“ bzw. „schwammig und nebulös“. Ich kann jedoch an Deinem Beitrag nicht erkennen, was Du genau anders siehst. Wir veröffentlichen Beiträge mit durchaus verschiedenen Positionen. Der Beitrag „Der Riss der Generationen“ hat eine klare und belegte Argumentation. Sicherlich kann man zu den dort vertretenen Positionen über die DDR-Kulturpolitik auch einen anderen Standpunkt einnehmen. Es wäre aber gut, wenn er nicht ganz so „schwammig und nebulös“ wäre.

  2. Markus Rudolph schreibt:

    Durch einen Link geriet ich auf diese Seite und las die wirklich sehr nebulöse Wertung zur DDR-Literatur und Kulturpolitik. Da kann ich nur sagen: Macht nur weiter so; denn dann wird Ost und West auch in einhundert Jahren noch immer dort stehen, wo wir heute, zwanzig Jahre nach dem Mauerfall, noch immer stehen. Noch nie habe ich eine so verschwommene, von der Ideologie des Kapitalismus triefende Einschät-zung zur DDR-Literatur gelesen. Das krampfhafe Bemühen des Autors, seine Allgemeinplätze aus der Zeit des Kalten Krieges durch Autoritäts-beweise zu stützen, ist Ausdruck von Unwis-senheit und Dummheit. Von Unwissenheit, weil diese Darstellung nicht den Kern der Sache trifft, sondern meilenweit am selbst gestell-ten Thema vorbeischlittert. Und von Dummheit, weil die Argumentationen derart plump und durchschaubar sind, daß mir beim Lesen speiübel wurde. Ich bin restlos enttäuscht, daß so ein geistiger Schrott hier abgedruckt wird. Aber vermutlich funktioniert es nur hier.

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