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Krautbuster: Online-Campaigning der nächsten Generation


by Charlie Rutz | Datum: 12.05.2012

Charlie Rutz

Vergangenen Mittwoch traf ich im Vorfeld der re:campaign 2012 Dr. Günter Metzges, Mitgründer und Vorstandsmitglied von Campact e.V. Er stellte mir das von Campact  entwickelte Tool “Krautbuster” vor, dass das Online-Campaigning für NGOs zukünftig noch einfacher gestalten soll.


Im Gespräch mit Dr. Günter Metzges

Als ich diesen Mittwoch nach langer Zeit mal wieder zu Besuch im Berliner Büro von Oxfam bin, kommen sofort schöne Erinnerungen in mir hoch, die ich mit meiner früheren Tätigkeit für die Entwicklungsorganisation von 2004-2006 verbinde (siehe Artikel). Dieses Mal bin ich dort in anderer Funktion: als freiberuflicher Internetredakteur von Mehr Demokratie e.V. Ich wollte mich aus erster Hand von Günter Metzges über das von der Nichtregierungsorganisation (NGO) Campact auf der re:campaign 2012 vorgestellte Online-Campaigning-Tool “Krautbuster” informieren lassen. Dieses Gespräch kam dank Michael Efler von Mehr Demokratie zustande. In den nächsten Monaten wird Oxfam unter Betreuung von Campact als erste NGO das Tool in der Praxis testen. Für alle anderen Organisationen wird die Open-Source-Software “Krautbuster” etwas später freigeschaltet werden.

Heise Online schreibt dazu:

“Das modulare Programmpaket besteht unter anderem aus Aktionsabläufen für Petitionen oder Mail-Protestaktionen, einem Versandmodul für mehrere Millionen Newsletter und Community-Funktionen. Kleine Initiativen und Vereine sollen Krautbuster ohne eigene Administratoren als Webdienst nutzen können; große Organisationen könnten sich die Software für die eigenen Bedürfnisse umstricken.” 

Mein erster Eindruck von der Software ist durchweg positiv. Es gibt vielfältige Möglichkeiten des modularen Einsatzes sowie der Einbindung auf der Webseite und der Anpassung an individuelle Bedürfnisse einer NGO. Zugleich wird das Thema Barrierefreiheit (z.B. OpenID) sehr groß geschrieben. So wird es für Nutzer beispielsweise problemlos möglich sein, sich via sozialer Dienste wie Google oder Facebook bei “Krautbuster” anzumelden, ohne sensible Daten von sich preiszugeben. Überhaupt schreiben die Entwickler die informationelle Selbstbestimmung sehr groß: der Nutzer hat jederzeit die Kontrolle und Einsicht darüber, welche seiner Daten wofür genutzt werden und ob er dies zulassen will oder nicht.

Aus der Sicht des Redakteurs, der auch bei Mehr Demokratie dafür werben wird, dieses Tool zum Einsatz zu bringen, hat mich die schiere Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten und die Usability von “Krautbuster” begeistert. Inwieweit sich das Tool in der Praxis auszeichnet, wird sich natürlich erst noch zeigen müssen.

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