Drucken Drucken

Frauenleitbild in der DDR


by Ariane Israel | Datum: 29.06.2008

umschuldung mit online kredit
sofortkredit online online kredit


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort
2. Hauptteil
__2.1 Das Frauenbild
__2.2 Das ostdeutsche Frauenleitbild
__2.3 Auswirkungen
__2.4 Staatliche und nichtstaatliche Frauenbewegung
3. Fazit
4. Quellen- und Literaturverzeichnis


_

1. Vorwort

„Als ich ihnen dann schließlich begegnete, Anfang 1990, erschreckten mich ihre verhärmten Gesichter, die abgearbeiteten Gestalten, sie sahen so ausgepowert aus und hatten ein Selbstbewusstsein und einen Pragmatismus, die mich faszinierten. Ihr Auftreten war so resolut, manchmal fast unfreundlich, und wenn ich auf Frauenbewegte traf, irritierte mich ihre burschikose und kurz angebundene Art. Überallhin schleppten sie ihre Kinder mit, forderten lautstark die Erhaltung der Kinderbetreuungseinrichtungen – und wir dachten geringschätzig: Was hat das mit Feminismus zu tun?“

[Ulrike Baureithel]


(Autor: Nightflyer, Lizenz: gemeinfrei, Quelle: Wikimedia Commons)

Als ich etwa acht Jahre alt war, hörte meine Mutter vorübergehend auf zu arbeiten. Bis dahin war sie  Fernmeldemechanikerin bei der Post gewesen, technisch geschult, in einer Männerdomäne arbeitend  und staatlich ununterbrochen überwacht. Familiäre Ereignisse, die hier nichts zur Sache tun, und die Erziehung von vier Kindern nahm sie derart in Beschlag, dass sie, sehr zum Unverständnis unseres  kompletten Umfeldes, zunächst einmal eine Weile nur Hausfrau und Mutter sein wollte. Ein Skandal!  Ich war in meiner Klasse das einzige Kind, das nach dem Unterricht direkt nach Hause gehen konnte  und dort von der Mutter empfangen wurde. So blieben mir zu meiner Freude Schulspeisung und Nachmittagshort erspart und ich wurde von meinen Mitschülern beneidet. Viele ihrer Eltern äußerten Unverständnis dafür, dass ich mich auf diesem Wege der nachmittäglichen Gemeinschaft entziehen konnte; es wurde sogar auf einem Elternabend angesprochen.

Eine gute Mutter, eine engagierte ostdeutsche Frau, sei sehr wohl in der Lage, Kindererziehung, familiäre Schwierigkeiten und den Beruf zu vereinbaren. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie unsere politisch stark engagierte Lehrerin dies mit süffisantem Unterton zu einer Kollegin sagte und mich dabei ansah. Das sei ja wie im kapitalistischen Westen, das würde all das, was die Frauen und die Frauenbewegungen der DDR erreicht hatten, zunichte machen, wo kämen wir denn da hin!  Damals verstand ich das überhaupt nicht: was war denn so schlimm daran, dass meine Mutter zuhause war? Immerhin hatte sie mit uns vieren alle Hände voll zu tun, vor allem, wenn mein Vater wieder einmal im Ausland zeigen musste, wie fortschrittlich die Landwirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik doch war. Und was hatte denn die Frauenbewegung mit unserer Familie zu tun? Kam die vorbei und wusch die schmutzige Wäsche oder kochte für uns hungrige Kinder?

2. Hauptteil

2.1 Das Frauenbild

Nach dem Fall der Mauer 1989 und der Wiedervereinigung 1990 gab es immer wieder Debatten über die Unterschiede im Frauenbild der DDR und der BRD. Das Verhältnis zwischen Feministinnen in Ost und West ist auch heute, 17 Jahre später, noch gespannt.

„Unterschiedliche Erfahrungen und Sozialisation von Frauen in DDR und BRD führen heute zu einer Situation in Feminismus, Frauenforschung und -bewegung, die zwischen Ost und West von mehr Differenzen als Gemeinsamkeiten geprägt ist und nicht einfach durch einen `schwesterlichen´ Diskurs zu beheben ist, auch wenn allem Anschein nach die derzeitige gesellschaftliche Situation  gemeinschaftliches Handeln erfordert.”

[Ulrike Baureithel]

Die Leitbilder, die in BRD und DDR propagiert wurden, waren grundsätzlich verschieden. Beide Leitbilder waren politisch-ideologisch geprägt und wirkten sich unmittelbar auf die Lebensrealität der Frauen und die Frauenpolitik in beiden Ländern aus. In der BRD war das herrschende Leitbild der Frau das der Hausfrau und Mutter. Resultat war eine Vielzahl kultureller und politischer Ausschlussstrukturen, wie beispielsweise Behinderungen von Karriere und Berufsleben und die weitgehende Unvereinbarkeit von Kind und Karriere. Eine landesweit deckende Versorgung mit Betreuungseinrichtungen fehlte und fehlt bis heute. In der DDR herrschte hingegen das Leitbild der qualifizierten berufstätigen und gesellschaftlich aktiven Mutter. Die Betreuung der Kinder war vom Säuglingsalter an staatlich und auch finanziell gewährleistet, so dass der Entsprechung des Leitbildes weitgehend nichts im Wege stand.

Sozialpolitische Maßnahmen in Bezug auf Frauen und Kinder folgten den jeweiligen Leitbildern, und so sind die entstandenen Frauenbewegungen in DDR und BRD als kritische Antwort auf die resultierenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu verstehen. Nach der Wiedervereinigung kollidierten beide bestehende Leitbilder. Zwar wird – insbesondere von Politikerinnen – verstärkt gefordert, die Kinderbetreuung auch staatlich zu gewährleisten und karrierebewusste Mütter moralisch und rechtlich zu unterstützen, doch scheint sich unterschwellig das westliche Leitbild durchgesetzt zu haben. Auf politischem Wege werden diesem zumindest weit weniger Steine in den Weg gelegt als dem Leitbild der arbeitenden Mutter, welches den tatsächlich herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen weit mehr entsprechen würde. In Zeiten von Hartz IV und insbesondere im Osten wachsenden finanziellen Nöten werden dennoch Mittel gekürzt, Betreuungsschlüssel erhöht und immer mehr Tagesstätten und Kindergärten geschlossen, sodass viele Frauen gezwungen sind, die Betreuung der Kinder selbst zu übernehmen – es sei denn, sie sind finanziell so gut gepolstert, dass sie sich eine private Betreuung leisten können.

2.2 Das ostdeutsche Frauenleitbild

„Das Frauenbewusstsein ist eine eigenständige Ebene der Aneignung, Kontrolle und Gestaltung von Gesellschaft”

[Ulrike Baureithel]

Die Wurzeln des ostdeutschen Leitbildes finden sich in der (proletarischen) Arbeiterbewegung. Ausgangspunkt war die Vorstellung, dass sich aus dem Kapitalismus geborene Widersprüche der Gesellschaft auf dem Weg zum Kommunismus lösen werden und dass die Lösung der Klassenfrage auch die auftretenden “Nebenwidersprüche” wie die Emanzipation der Frau beinhalten würde. Gleichzeitig wurde n die rechtliche Gleichstellung und die Förderung der Berufsintegration der Frauen bereits als faktische Gleichstellung betrachtet.

Von Beginn an hatte die DDR die Gleichberechtigung der Geschlechter in der Verfassung verankert:

“Mann und Frau sind gleichberechtigt und haben die gleiche Rechtsstellung in allen Bereichen des gesellschaftlichen, staatlichen und persönlichen Lebens. Die Förderung der Frau, besonders in der beruflichen Qualifizierung ist eine gesellschaftliche und staatliche Aufgabe.”

[Verfassung der DDR, Artikel 20, Absatz 2]

Sozialistische Gleichberechtigungspolitik in Form staatlicher Maßnahmen erfasste allerdings nicht beide Geschlechter, sondern konzentrierte sich auf die Frau. Demzufolge zielte die Frauenpolitik zunächst im Kern auf die Integration der Frauen in die Erwerbsarbeit als Voraussetzung für die gesellschaftliche Gleichberechtigung. In einer nächsten Phase dienten bis Ende der 60er Jahre zahlreiche sozial- und bildungspolitische Maßnahmen der (nachholenden) Qualifizierung von Frauen: So gab es beispielsweise Frauenausschüsse in den Betrieben, Frauenförderpläne für Qualifikation und Aufstieg im Betrieb, Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen, vor allem in technischen Berufen, es gab Frauensonderklassen an Fachschulen und die Möglichkeit zum Sonderstudium an Hochschulen für die Frauen, die bereits Berufserfahrungen hatten. Ebenso bestand die Möglichkeit von Teilstudien zur Erlangung eines Hoch- oder Fachschulabschlusses für Frauen, denen ein volles Abend- oder Fernstudium zeitlich nicht möglich war.

So hatten (1988) 81% der berufstätigen Frauen eine abgeschlossene Berufsausbildung und davon etwa 20% einen Fach- oder Hochschulabschluss. In Leitungsfunktionen waren jedoch ähnlich wie im Westen nur 2,5% dieser Frauen vertreten, was auch heute noch Fragen bezüglich der tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau aufwirft. Seit Ende der 60er Jahre erfolgte eine bevölkerungspolitisch motivierte Veränderung der Frauenpolitik als Reaktion auf die auffallend sinkende Geburtenrate.

Auf dem VIII. Parteitag der SED 1971 wurden zahlreiche sozialpolitische Maßnahmen beschlossen, die auf die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf zielten: So beschloss man das bezahlte Babyjahr, die Verkürzung der Arbeitszeit von Müttern, einen bezahlten Haushaltstag, erhöhten Grundurlaub für Mütter, Freistellung zur Pflege kranker Kinder, einen Versorgungsgrad mit Kinderbetreuungseinrichtungen von 90% sowie die gesetzlich geregelte Geburtenbeihilfe (1000,-Mark pro Kind), einen Ehekredit, der bei der Geburt von 3 Kindern innerhalb von 8 Jahren nicht zurückgezahlt werden musste, bevorzugte Wohnungsvergabe für junge Ehepaare und – damals bahnbrechend – die Möglichkeit zur kostenfreien Schwangerschaftsunterbrechung bis zur 12. Woche.

2.3 Auswirkungen

Arbeit und Familie waren der Rahmen der weiblichen Identität in der DDR. Gleichberechtigung im Beruf und Traditionalismus in den Geschlechterbeziehungen war oft an der Tagesordnung. Arbeit, Kollektiv und Sozialpolitik prägten die Identitäten der Frauen – nicht jedoch die der Männer. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie war vorrangig Aufgabe der Frauen und auch die sozialpolitischen Maßnahmen gingen von einem traditionellen Männer-Frauen-Verhältnis aus. Niemals war es das Ziel, Männer in Frauenberufe zu integrieren oder sie den Familienpflichten näher zu bringen. So schoben Frauen zu Hause nach der Arbeit die “2. Schicht”, die ihnen “für Selbstbesinnung und weiblichen Selbstbezug [...] weder Raum noch Zeit” ließ. Nichtsdestotrotz bewältigte der Großteil der Frauen diesen Balanceakt. Es war eben gang und gäbe. Die „patriarchale Gleichberechtigung“, wie dieser Zustand heute von Sozialwissenschaftlern betitelt wird, bot also die Möglichkeit der Herausbildung von weiblicher Autonomie, war aber für Frauen gemacht und nicht von Frauen entwickelt und erkämpft. Arbeit sicherte den Frauen unabhängig von Männern die Existenz. Sie bedeutete Gemeinschaft in Kollektiven, soziale Integration und soziale Anerkennung durch Arbeitsleistung. Sie war selbstverständlicher Bestandteil der Selbstdefinition und des Selbstbewusstseins der Frauen.

2.4 Staatliche und nichtstaatliche Frauenbewegung

Seit Beginn der 80er Jahre fanden sich in der DDR unter dem Dach der evangelischen Kirche informelle Gruppen zusammen, unter ihnen auch Frauengruppen, die sich mit Fragen der Ökologie, Frieden oder Antimilitarismus beschäftigten. Die wenigsten von ihnen waren tatsächlich religiös, sie nutzten lediglich die Institution Kirche als einzigen öffentlichen, zugleich aber nichtstaatlichen Raum, in dem es möglich war, nicht sanktionierte Diskussionen zu führen. Dass viele ihrer Diskussionen dabei auf die nicht vorhandene Gleichberechtigung innerhalb klerikaler Strukturen zielten, war dabei irrelevant. Selbstverständlich gab es auch außerhalb des kirchlichen Raums kritische Diskussionen. Die politische Brisanz und die Konsequenzen waren jedoch verschieden.

Es gab hauptsächlich drei Bereiche, in denen Frauen ihre Probleme und Interessen formulierten. Zum einen war dies der Bereich der feministischen Theologie und der daraus 1985 entstandene landesweit agierende Arbeitskreis “Feministische Theologie und Frauenbefreiung”. Hier wurden vor allem die Geschlechterverhältnisse innerhalb kirchlicher Strukturen diskutiert. Der zweite Bereich war die Gruppe „Frauen für den Frieden“, die 1982 aus Protest gegen das neue Wehrdienstgesetz der DDR, das u.a. beinhaltete, im Verteidigungsfall auch Frauen in die allgemeine Wehrpflicht mit einzubeziehen, entstand. Es gab Diskussionen und zum Teil auch erheblichen Widerstand beispielsweise gegen Militärspielzeug, über die Sozialisation in der Familie, die Geschlechterrollen in Schulbüchern, über Gewalt gegen Frauen,  über die Friedenspolitik und Friedenserziehung oder auch über die Hochrüstungspolitik des Landes. Neu war daran, dass hier aktiv in öffentlichem Raum gehandelt wurde, was durchaus politische Repressalien und Verhaftungen zur Folge hatte. Eine dritte Interessenvertretung von Frauen bildete die Gruppe „Lesben in der homosexuellen Selbsthilfe“. Seit 1982 begannen sich Lesben und Schwule unter dem Dach der evangelischen Kirche zu organisieren. Ziel war es, die Anerkennung von lesbischen und schwulen Lebensformen zu erreichen und vor allem öffentliche Begegnungsorte zu schaffen.

“Zu Beginn war unser Kreis noch gemischt, also Lesben und Schwule gemeinsam. Doch nach dem dritten Abend zu einem Lesbenthema, bei dem die Schwulen in der Diskussion über uns Lesben voll das Wort an sich rissen, bestanden wir auf Trennung.”

[Ulrike Baureithel]

Neben diesen drei nichtstaatlichen Informationsgruppen gab es noch den staatlichen Demokratischen Frauenbund Deutschlands (DFD). Dieser existierte seit 1947. Der DFD verstand sich als Erbe der Frauenbewegung, die noch vor Gründung der DDR als bürgerlich-demokratischer Störfaktor ausgeschaltet werden sollte. Die zunächst antifaschistische, demokratische, parteipolitisch und religiös unabhängige Organisation entwickelte sich schnell zu einer Massenorganisation im Gefolge der SED. In Veranstaltungsreihen und Vorträgen beschäftigte sich der DFD verstärkt mit Gesundheits- und Schwangerschaftsberatung. Ab Mitte der 1960er Jahre kümmerte er sich verstärkt um Frauen, die nicht organisiert, nicht berufstätig oder nur halbtags beschäftigt waren, um sie fürs Berufsleben zu gewinnen.

3. Fazit

Die zeitliche Parallelität von Beruf und Familie und die dadurch gewährleistete relative ökonomische Unabhängigkeit vom Partner entwickelten sich zu Bestandteilen der Identität der DDR-Frauen; sie stellten gleichzeitig Doppelbelastung und Doppelchance dar. Die Geschlechtertradition der Frau als Erzieherin der Kinder, der Frau als HAUSfrau, war jedoch weitgehend mit dem in der BRD vorhandenen Geschlechterbild identisch. Eine ostdeutsche Sozialwissenschaftlerin benennt den Konflikt, der heute noch zwischen Frauen aus Ost und West besteht, folgendermaßen: West-Emanzen gegen Ost-Muttis, Befreiungskämpferinnen einerseits, Fußfessel der feministischen Bewegung andererseits. Den Feministinnen aus dem Westen wird Kolonialherrengebaren vorgeworfen. Den Ostfrauen wiederum Verklärung der realsozialistischen Frauenemanzipation. Ein Zusammenkommen scheint auch 17 Jahre nach der Wiedervereinigung äußerst schwierig.

,,Wie immer das Geschlechterverhältnis in der ehemaligen DDR beschaffen war, wie funktionalistisch ausgerichtet und männlich normiert das politische Gleichheitspostulat auch gewesen sein mag: Die Erfahrung, dass Frau auf dem Arbeitsmarkt nichts mehr wert ist und als ältere Frau nicht mehr gebraucht wird; die Erfahrung, dass Kindererziehung nicht mehr in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung steht; die Erfahrung als Sexualobjekt an Litfaßsäulen und Kinoleinwänden ausgestellt zu werden; kurz: die Erfahrung dieser Differenz machen die ostdeutschen Frauen erst in den vergangenen Jahren. Möglicherweise liegt hier – über Enttäuschungen und Verletzungen hinaus – ein strukturelles Moment für die Aversion zwischen Ost und West…”

[Ulrike Baureithel]

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

Literatur:

Dölling, Irene: Aufbruch nach der Wende. Frauenforschung in der
DDR und in den neuen Bundesländern, In: H. M. Nickel (Hrsg.), Frauen in Deutschland 1945-1992, Bundeszentrale für politische Bildung, S. 397-407, Bonn 1993.
Hampele, Anne: Arbeite mit, plane mit, regiere mit. Zur politischen Partizipation von Frauen in der DDR, In: H. M. Nickel (Hrsg.), Frauen in Deutschland 1945-1992, Bundeszentrale für politische Bildung, S. 301-311, Bonn 1993.
Hornig, Daphne; Steiner, Christine: Auf der Suche nach der Bewegung. Zur Frauenbewegung in der DDR vor und nach der Wende, In: Mitteilungen aus der kulturwissenschaftlichen Forschung. Heft 36 (Band Differente Sexualitäten), 1995.
Szepansky, Gerda 1995: Die stille Emanzipation. Frauen in der DDR, Frankfurt am Main 1995.

Tags: ,

Dieser Beitrag wurde unter DDR-Special abgelegt.



3 Kommentare über “Frauenleitbild in der DDR”

  1. Ariane schreibt:

    Nun, der Autor ist, wie am Namen über dem Artikel unschwer zu erkennen, eine Autorin ;-). Ich beschreibe lediglich meine eigenen, höchst subjektiven Erlebnisse aus den 1980er Jahren und ich habe es nun einmal so erlebt, dass wir “Mittagskinder” durchaus Ausgrenzungen in Form von Neid und Unverständnis erlebt haben, weil es einfach nicht üblich war.
    Es ist wohl davon auszugehen, dass der Besuch von Kindergarten/ Hort in den 50ern und in den 80ern durchaus verschieden war, da liegen immerhin schlappe 30 Jahre und so manche politische und gesellschaftliche Entwicklung zwischen.

    Dieser Essay ist im Übrigen im Rahmen eines Universitätsseminares entstanden, war nicht zur Veröffentlichung bestimmt und wurde nur auf Bitte der Websitebetreiber dafür zur Verfügung gestellt. Die unterstellte “political correctness” macht daher aufgrund des ursprünglich fehlenden Zielpublikums wenig Sinn :-).

  2. hamue schreibt:

    Ich weiss nicht in welcher Welt der Autor gelebt hat. Habe selbst ab 1950 Schulen und Hort in der DDR besucht und kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass wir Mitschüler “beneidet” hätten, die mttags nach Hause gingen.
    Wollte der Autor evtl.etwas zu viel political correctness an den Tag legen??

  3. Peter schreibt:

    Ein gelungener Beitrag!

    Der Trend geht gezwungenermaßen immer mehr dazu, dass beide Elternteile arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen. Mini- und Teilzeitjobs sind auf dem Vormarsch. Davon kann eine Familie kaum existieren. Entscheidungsfreiheit besteht also nicht wirklich.

    Andererseits ist es unfair von Rabenmüttern zu sprechen. Denn natürlich sind auch hier beide Elternteile gleichberechtigt und müssten ihren Lebensplan individuell miteinander verwirklichen, ohne sich in ein festes Schema zwängen zu lassen.

    Gleichberechtigung muss gelebt werden, sie kann keine Sache von Quoten und staatlichen Programmen sein.

Hinterlasse einen Kommentar:

Facebook

YouTube