Planet der Habenichtse


Erstellt am 25.11.2010 von Charlie Rutz

Die Autorin: Ursula K. Le Guin

(Foto by JuTa, Quelle: Wikimedia / Creative Commons-Lizenz)

Originaltitel:The Dispossessed. An Ambiguous Utopia
Erscheinungsjahr:1974
ISBN:0-060-125632 (= englische Originalausgabe)

Während auf dem Planeten Urras mehrere miteinander konkurrierende Staaten existieren, die in eine kapitalistische Weltordnung eingebettet sind, besteht auf dem ihn umkreisenden Mond namens Anarres eine anarchistische Gesellschaftsform. Denn im Zuge einer anarchistischen Revolte auf Urras gewährte man den Aufständischen vor 170 Jahren, den wenig fruchtbaren Mond Anarres zu besiedeln. Mit großem Einfallsreichtum, gepaart mit viel Liebe zum Detail, entwickelt die Autorin eine tiefgründige Geschichte und einen Gegenentwurf zu einer kapitalistisch ausgeprägten Gesellschaftsordnung, die nicht von ungefähr der unsrigen sehr ähnlich ist – wenn teilweise auch überspitzt dargestellt. Die Sympathien der Autorin mit den Verhältnissen auf Anarres sind deutlich erkennbar, auch wenn Le Guin dennoch nicht völlig einseitig Partei ergreift, welche Gesellschaftsform nun die bessere ist, sondern beide auf ihre Stärken und Schwächen zu überprüfen versucht.

In einer Buchrezension von Johannes Kaufmann wurde aber nicht zu Unrecht darauf verwiesen, dass “Autorin und Protagonist […] nicht selten in idealistische Schwärmerei abzudriften [drohen]”.[1] Wobei ich als ebenso idealistisch eingestellter Mensch durchaus Verständnis dafür habe. Bei dem Roman wird in zweierlei Hinsicht deutlich, dass es sich dabei nicht um eine klassische Utopie handelt: Einerseits wird die anarchistische Gesellschaft auf Anarres nicht als ein starres und perfektes Gebilde präsentiert, sondern als eine in der Entwicklung befindliche Gesellschaftsform, die stetig der Veränderung unterworfen ist – ob nun zum Guten oder Schlechten.

Wie ein roter Faden zieht sich der Grundgedanke durch das Buch, dass es keinen gesellschaftlichen oder politischen Ideal- bzw. Endzustand geben kann: denn alles in der Welt ist im Wandel und in Bewegung befindlich. Andererseits erlaubt es uns die Autorin, die kapitalistische Gesellschaft auf Urras durch die vermeintlich unvoreingenommenen Augen eines Fremden zu betrachten: und zwar aus der Perspektive des von Anarres stammenden Physikers Shevek, der zugleich den Hauptcharakter des Romans darstellt. Diese Vorgehensweise ermöglicht es dem Leser, zu erkennen, wie absurd viele in unserer kapitalistischen Gesellschaft herangereiften Gewohnheiten und Verhaltensweisen doch anmuten können. Allerdings: Das im Buch präsentierte kapitalistische System ist weitaus repressiver als das heute in der westlichen Welt existierende. Das mag zum einen daran liegen, dass die Autorin mit dem Mittel der Übertreibung ihre Vorstellungen besser darzustellen vermag.

Und zum anderen ist auch erwähnenswert, dass der Roman im Jahre 1974 erschien, also mitten im Bewusstsein und Hintergrund bestimmter Ereignisse zu Zeiten des Kalten Kriegs. Mich hat der Roman von Anfang an gefesselt, wobei dies sicherlich auch auf mein Interesse an alternativen Gesellschaftsmodellen zurückzuführen ist.


[1] Johannes Kaufmann: Planet der Habenichtse. Eine ambivalente Utopie, Internet:
http://www.aurora-magazin.at/medien_kultur/sf_kaufmann_frm.htm (25.11.2010).

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Bakunin-Anarchismus vs. Marx-Kommunismus


Erstellt am 05.01.2008 von Charlie Rutz

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Hauptteil
__2.1 Zur Person Karl Marx
__2.2 Zur Person Michael Bakunin
__2.3 Der Konflikt zwischen Marx und Bakunin
__2.4 Vergleich zweier gegensätzlicher Sozialismuskonzeptionen
_……._2.4.1 Bakunin-Anarchismus
…….__2.4.2 Marx-Kommunismus
…….__2.4.3 Bakunin-Anarchismus versus Marx-Kommunismus
3. Schlussbemerkung
4. Quellen- und Literaturverzeichnis

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1. Einleitung

In diesem Beitrag sollen die wesentlichen kommunistischen Vorstellungen von Karl Marx und die anarchistischen Ideen Michael Bakunins verglichen werden. Die Motivation für das Verfassen dieser Arbeit ist in meinem Interesse für alternative Gesellschaftsmodelle zu suchen, die ohne den klassischen Staat auskommen und antiautoritärer organisiert sind. Der Konflikt zwischen Marx und Bakunin, die zwei absolut gegensätzliche Sozialismuskonzeptionen vertraten, wurde erstmals in der Internationalen Arbeiterassoziation bzw. der Ersten Internationale (1864 – 1877) ausgetragen. Diese Auseinandersetzung ist erst kürzlich wieder in der Forschung von Wolfgang Eckhardt thematisiert worden, der in den Bänden 5 und 6 der Reihe Michael Bakunin – Ausgewählte Schriften neben einer umfangreichen Einleitung Quellen und Dokumente zur Kontroverse zwischen Marx und Bakunin bis zum Jahr 1870 veröffentlichte. Als wesentliche Forschungsliteratur, auf der diese Arbeit fußen wird, dient allerdings, da sie näher am Puls der damaligen Zeit und der ausgetragenen Kontroverse liegt, die Schrift Marx und Bakunin von dem Zürcher Arbeiterarzt Fritz Brupbacher (1874-1944), das im Jahre 1913 im sozialdemokratischen Birk-Verlag in München erschien und sowohl von Sozialdemokraten als auch Anarchisten mit großer Aufmerksamkeit als auch heftiger Kritik bedacht wurde.

Die verwendete Ausgabe ist ein textlich unveränderter Nachdruck von Marx und Bakunin, die der Katrin Kramer Verlag im Jahre 1976 mit einem Vorwort von Kurt Lang neu herausgab. Das Werk von Fritz Brupbacher, der zwischen der vorletzten Jahrhundertwende bis zum Zweiten Weltkrieg zu den schillerndsten Figuren der schweizerischen Arbeiterbewegung gehörte, stellte einen wichtigen Beitrag zur Neubelebung und zum Überdenken der bis dahin festgefahrenen Diskussion über den Konflikt zwischen Marx und Bakunin dar. Brupbacher unternahm darin den Versuch, die Beiden „individualpsychologisch zu durchdringen”[1]. Obwohl man annehmen könnte, dass Brupbacher aufgrund seiner anarchischen Grundhaltung und Sympathien für Bakunin parteiisch zu Ungunsten von Marx argumentieren würde, so ist sein aufrichtiges Bemühen erkennbar, auch letzterem gerecht zu werden. Im Folgenden werden zunächst die zwei Protagonisten kurz vorgestellt, deren persönlicher Konflikt umrissen sowie ihre äußerst gegensätzlichen Sozialismuskonzeptionen verglichen und hinterfragt.

2. Hauptteil

2.1 Zur Person Karl Marx

Karl Marx
-Bild von: Kentin
-Lizenz: public domain
-Quelle: .-wikimedia

Karl Marx (5.5.1818 – 14.3.1883), der in seiner Jugend Philosophie, Geschichte und Jura studierte, gilt insbesondere wegen zahlreicher Veröffentlichungen wie dem Kapital, seinem Hauptwerk, oder dem Manifest der Kommunistischen Partei, das er zusammen mit Friedrich Engels (28.11.1820 – 5.8.1895) verfasste, als einer der bedeutendsten Vordenker und Vertreter der neuen Bewegung des Sozialismus, der er mit seinen theoretischen Arbeiten ein wissenschaftliches Fundament schuf: Marx sah den Kommunismus, vereinfacht gesagt, als reale Bewegung an, die infolge der Überwindung der bürgerlichen Gesellschaft einen Zustand der freien Selbstentfaltung des Menschen herbeiführen sollte. Seine materialistische Geschichtsauffassung spiegelt sich unter anderem in der Feststellung wider, dass das gesellschaftliche Sein der Menschen ihr Bewusstsein bestimme. Er wirkte in der am 28. September 1864 in London gegründeten Internationalen Arbeiterassoziation, kurz: Internationale, entscheidend mit. Den meisten in jener Zeit entstehenden sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien dienten die Überlegungen von Marx als programmatische Grundlage.

2.2 Zur Person Michael Bakunin

Michail Aleksandrowitsch Bakunin
-Bild von: Livan
-Lizenz: public domain
-Quelle: .-wikimedia

Michail Aleksandrowitsch Bakunin (30.5.1814 – 1.7.1876) studierte nach einer abgebrochenen Offizierslaufbahn Philosophie, zuerst in Moskau, dann in Berlin. Später nahm er im Zuge der späten Märzrevolution am Dresdner Aufstand vom Mai 1849 teil, weshalb Gerichte in Sachsen und Olmütz ihn zum Tode verurteilten. Vor der Vollstreckung lieferte man ihn jedoch an Russland aus. In der Peter-und-Pauls-Festung (Sankt Petersburg), wo man ihn festhielt, schrieb er seine revolutionär-anarchistischen Gedanken nieder und sandte diese im Jahr 1857 an Zar Alexander I. als Bittschrift („Beichte”). In Abmilderung seiner Strafe verbannte man ihn nach Sibirien, von wo er 1861 über Japan und die USA nach London floh. Dort beteiligte er sich an den Vorbereitungen zum polnischen Aufstand von 1863. Als Vertreter des antiautoritären Sozialismus begründete Bakunin den kollektivistischen Anarchismus. Seine Aktivitäten verhalfen dem Anarchismus zu einer sozialrevolutionären Bewegung, die international organisiert war. Michael Bakunins radikaler Freiheitsanspruch, der ihn zum scharfen Kritiker des Theismus (=der Glaube an einen persönlichen überweltlichen Gott, der die Welt als seine Schöpfung erhält und das Weltgeschehen lenkt) machte, war sein herausragendstes Wesensmerkmal.

2.3 Der Konflikt zwischen Marx und Bakunin

Im Jahre 1844 traf Bakunin erstmals in Paris mit Marx zusammen – bis in die 1860er Jahre herrschte zwischen Marx und Bakunin ein distanziertes, jedoch nicht feindliches Verhältnis. Das schlug jedoch alsbald um: Seit dem Eintreten Bakunins in die Internationale Arbeiterassoziation verschlechterte sich die Beziehung zwischen den Beiden mehr und mehr. Worin mag der Grund dafür gelegen haben? Marx wirkte federführend bei der Gründung der Ersten Internationale mit – er verfasste nicht nur deren programmatische Inauguraladresse, sondern nahm auch eine leitende Funktion ein. Er und Friedrich Engels gehörten dem autoritären Flügel an: sie wollten „den Generalrat zu einem machtvollen Führungsinstrument der Internationale ausbauen […] und [waren] inhaltlich auf die Eroberung der politischen Macht und die Erreichung materieller Vorteile, wie Lohnerhöhung usw., [für die Arbeiterschaft] ausgerichtet”[2]. Dagegen sprach sich der antiautoritäre Flügel für einen rein technischen Generalrat aus: er wollte einen föderalistischen Aufbau der Internationale und diese „den Arbeitskämpfen als revolutionäres Instrument direkt dienstbar machen […] und inhaltlich auf eine radikale soziale Revolution”[3] hinarbeiten. Diese unvereinbaren Gegensätze legten bereits den Grundstein für alle zukünftigen Flügelkämpfe. Mit Bakunin trat schließlich auf Seiten der Antiautoritären ein impulsiver Agitator, ein Mann von großer Ausstrahlungskraft, der Ersten Internationale bei.

Er und Freunde von ihm konstituierten sich zugleich mit der Alliance de la democratie socialiste als „ein Zweig der Internationale und nahmen deren Statuten an.”[4] Marx sah darin offensichtlich die Gefahr, seine dominierende Stellung in der Internationale an Bakunin zu verlieren. Und tatsächlich musste er kurze Zeit später auf dem Baseler Kongress eine schmerzliche Niederlage gegen seinen neuen Konkurrenten einstecken: „Die Bakunisten traten für die sofortige Abschaffung [des Erbrechts] ein, was zur Abstimmungsniederlage der Marxisten führte.”[5] Während der von Marx verfasste Antrag des Generalrates mit klarer Mehrheit abgelehnt wurde, verfehlte der von Bakunin inspirierte nur knapp die absolute Mehrheit. Daran schließt sich eine wahre Anti-Bakunin-Kampagne an: Den Anfang machte die sogenannte „Konfidentielle Mitteilung” von Marx, in der er Bakunin zu diffamieren versuchte. Unter anderem heißt es dort seitens Marx über Bakunin im Zusammenhang mit dem Baseler Kongress wörtlich: „B. setzte eine völlige Konspiration ins Werk, um sich die Majorität auf dem Basler Kongreß zu sichern. Sogar an falschen Vollmachten fehlte es nicht, wie die des Herrn Guillaume für Locle etc. B. selbst bettelte sich Vollmachten von Neapel und Lyon. Verleumdungen aller Art gegen den Generalrat wurden ausgestreut.”[6]

Seinen vorläufigen Höhepunkt fand die marxsche Kampagne in der Allianz-Broschüre, einer von Marx, Engels und Paul Lafargue verfassten Kampfschrift gegen Bakunin, die von falschen Vorwürfen nur so wimmelte. Dagegen fand Bakunin, trotz dieser erbitterten Polemik gegen ihn, in seiner Darstellung des Konflikts anerkennende Worte für die Verdienste von Marx: Er hatte „Respekt vor Marxens Abstraktionsfähigkeit und seiner Gelehrsamkeit in bezug auf das Generelle, speziell in der Ökonomie”[7]. Auch zeigt Bakunin nicht zuletzt in einem Brief aus dem Jahre 1868 an Marx persönlich seine „Achtung für den wissenschaftlichen Wert von Marxens ‘Kapital'”[8]. Gleichwohl „empfand [Bakunin] für den Charakter von Marx nie eine große Sympathie”[9]. Marx indes war es zwar nicht gelungen, in der Folge die anarchistischen Ideen aus der Ersten Internationale zu verbannen, jedoch verhinderte er mit der Berufung des nächsten Kongresses der Internationale nach Den Haag im Jahre 1872, dass Bakunin an diesem teilnehmen konnte: Jedermann wusste, dass es ihm nicht möglich war, aus der Schweiz auszureisen, „denn er war schwerkrank und wurde sowohl in Frankreich als auch in Deutschland steckbrieflich gesucht.”[10]

Marx nutzte die ungewollte Abwesenheit von Bakunin, um weitere Propaganda gegen ihn zu machen: Auf dem Kongress wurde dann entschieden, Bakunin und seinen Anhänger James Guillaume aus der Internationale auszuschließen. Das führte zur Spaltung der Ersten Internationale: Die Anarchisten gründeten daraufhin ihre eigene Internationale – Anarchismus und Marxismus gingen nun endgültig ihre eigenen Wege. Jetzt konnte man „von einer eigenständigen anarchistischen Bewegung sprechen”[11]. Es wäre jedoch zu einfach, diese Entwicklungen allein als Resultat eines persönlichen Machtkampfes zwischen Marx und Bakunin anzusehen: Die Ursache dafür liegt vielmehr in dem Zusammenprall zweier zutiefst gegensätzlicher Sozialismuskonzeptionen!

2.4 Vergleich zweier gegensätzlicher Sozialismuskonzeptionen

Wie bereits festgestellt wurde, ist die Spaltung der Ersten Internationale nicht vorrangig auf persönliche Differenzen und Machtkämpfe zwischen Marx und Bakunin zurückzuführen – vielmehr ist sie das Ergebnis zweier sich unversöhnlich gegenüberstehender Sozialismuskonzeptionen. Auf eine knappe Formel zusammengefasst: Bakunin-Anarchismus vs. Marx-Kommunismus.

2.4.1 Bakunin-Anarchismus

Michail Aleksandrowitsch Bakunin strebte eine klassen- und staatenlose Kollektivordnung an: er „entwickelte […] die Vision einer internationalen Revolution, die weltweit mit allen staatlichen Institutionen und sozialen Zwangsverhältnissen Schluß machen soll”[12]. Seines Erachtens müsse sich diese Revolution durch einen vitalen Aufbruch aus den Kreisen des Volkes (gemeint als Gegensatz zu den Herrschenden bzw. Führungseliten!) vollziehen, der zu freiheitlichen Formen gesellschaftlicher Organisation führe: „zur Verwaltung des öffentlichen Lebens durch Delegierten-Komitees, zur Bildung von unabhängigen Kommunen (Gemeinden und Kreisen), zu einer groß angelegten Föderierung aller Initiativen, mit einem Wort: zur Anarchie.[13]” Nur so sah Bakunin die Schaffung von vollkommener Freiheit gewährleistet. Dabei kam für ihn auch eine Art von revolutionärer Staat nicht in Frage. Er schloss die Verwirklichung der ganzen Freiheit in einem reformierten bürgerlichen Staat aus, da dieser „durch ››die sogenannten praktischen Tagesnotwendigkeiten‹‹ der Realpolitik die Einlösung der sozialrevolutionären Forderungen nur hinauszögere.”[14]

Bakunin kritisierte die ganze Palette autoritärer Gesellschaftskonzepte, ob nun das Prinzip des Zentralismus, die rousseausche Lehre vom Gesellschaftsvertrag oder religiöse Formen, und stellte jedweden Legitimationsversuch der Herrschaft von Menschen über Menschen in Frage. Er sprach von einer Pseudovolksvertretung bei den Regierenden des bürgerlichen Staates, der „Verwaltung einer Mehrheit durch eine Minderheit im Namen der angeblichen Dummheit ersterer und der angeblichen Weisheit Letzterer”[15], einer Handvoll Privilegierter, die sich auf einen Pseudo-Volkswillen stützen. Bakunin trat dagegen für die Gründung der Vereinigten Staaten von Europa ein, die jedweder Form von Staat entbehrten. Er proklamierte das Prinzip „der freie[n] Föderation der Individuen”[16]. Ein wichtiger Punkt der sogenannten Prinzipienerklärung der von ihm gegründeten Liga für Friede und Freiheit zum Thema Die Vereinigten Staaten von Europa war, „daß kein zentralisierter, bürokratischer und eben dadurch militärischer Staat, selbst wenn er sich als Republik bezeichnet, in ernsthafter und aufrichtiger Weise einem internationalen Bund beitreten kann.”[17] Zudem forderten Bakunin und seine Anhänger die Abschaffung eines sogenannten historischen Rechts der Staaten.

Der Staat müsse „sich selbst in der nach Maßgabe der Gerechtigkeit frei organisierten Gesellschaft auflösen”[18]. In der Beseitigung der Zentralstaaten sah Bakunin die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich die „ideale Gesellschaft, die freie Vereinigung aller freien Einheiten, die von unten nach oben organisiert seien, entwickeln”[19] könne. Sowohl die freie Vereinigung als auch umgekehrt die freie Abspaltung sollte das wichtigste politische Recht dieser Einheiten sein. Eine Kernforderung von Bakunin, die all diesen Vorstellungen zugrundelag, war, dass „jedes Volk, jede Provinz und jede Gemeinde das absolute Recht [haben müsse], frei, autonom zu sein, zu leben und sich zu regieren nach eigenem Willen.”[20] Dabei setzte er voraus, dass jede Einheit aus eigenem Antrieb heraus nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die anderer Einheiten schützen werde, wenn diese angetastet würde.

Hinsichtlich seiner kollektivistischen Vorstellungen im ökonomischen Sinne sprach Bakunin vom „ökonomisch notwendige[n] Prinzip der kollektiven Bebauung des gemeinsamen Bodens […] das Prinzip, nach dem der Ertrag oder sein Gegenwert gleichmäßig verteilt wird”[21], und zwar nicht nach juristischer, sondern rein menschlicher Gerechtigkeit, die von den Fähigeren und Stärkeren mehr Arbeit als den Unfähigen und Schwächeren verlangt sowie den Lohn nicht nach dem Arbeitsmaß, sondern den Bedürfnissen jedes Einzelnen verteilt. Außerdem meinte Bakunin, dass die Ideen des Anarchismus jedem Menschen „als der klare, vollkommene und logische Ausdruck seines eigenen Instinkts”[22] innewohnen würden und „die Volksmassen die Freiheit, nach der sie dürsten, […] mit Gewalt erobern” müssten: „indem sie ihre elementaren Kräfte außerhalb des Staates und gegen ihn organisieren müssen.”[23]

2.4.2 Marx-Kommunismus

Mit der Kritik der politischen Ökonomie, die im Kapital niedergeschrieben ist, beabsichtigte Karl Marx den Nachweis zu erbringen, dass die Gesetze der kapitalistischen Warenproduktion nur für eine historisch begrenzte Phase Geltung haben und insbesondere durch ihre Entfaltung auf ihre eigene Aufhebung und damit eine sozialistische Gesellschaftsordnung hinwirken. Er bemerkte im Nachwort zur zweiten Auflage des Kapitals, dass er bei der Abfassung desselbigen eine dialektische Methode zur Anwendung bringe, die das direkte Gegenteil von der des Philosophen Friedrich Wilhelm Hegel sei: Während für Hegel „der Denkprozeß […] der Demiurg des wirklichen [wäre], das nur seine äußere Erscheinung bildet”[24], ist bei Marx „umgekehrt das Ideelle nichts andres als das im Menschenkopf umgesetzte und übersetzte Materielle.”[25] Auf die praktischen Verhältnisse, die Marx zu analysieren gedachte, geht er im Nachwort auch ein.

So stellte er u. a. fest, dass die moderne Industrie einen periodischen Zyklus durchlaufe, deren Gipfelpunkt eine allgemeine Krise wäre: „sie ist wieder im Anmarsch, obgleich noch begriffen in den Vorstadien”[26]. Die Kritik von Marx zielte auf das real existierende kapitalistische Wirtschaftssystem ab, das zur Ausbeutung der Arbeiterklasse führe. In seinen Augen entwickelt die „kapitalistische Produktion […] nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.”[27] Nach Marx stellte die ideelle Gleichstellung aller Menschen nach dem Bürgerrecht den Gegensatz von Arbeit und Besitz her – die gleiche Behandlung von materiell ungleich Ausgestatteten schaffe die Voraussetzung dafür, dass sich die ökonomischen Unterschiede zum Schaden der Lohnarbeiter auswirkten. Das Recht auf Eigentum sorge insofern für die Eigentumslosigkeit der überwiegenden Mehrheit der Menschen, da sie so nicht über die Produktionsmittel verfügen könnten.

Daher hinge das Maß der Freiheit des Einzelnen von dem Umfang seiner ökonomischen Mittel ab: Für Marx war der Arbeiter allein „frei in dem Doppelsinn, daß er als freie Person über seine Arbeitskraft als seine Ware verfügt, daß er andrerseits andre Waren nicht zu verkaufen hat, los und ledig, frei ist von allen zur Verwirklichung seiner Arbeitskraft nötigen Sachen.”[28] Er hielt den bürgerlichen Staat – ebenso wie Bakunin – für eine Pseudo-Demokratie, die als eine Art von politischem Oberbau zur Wahrung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung und damit der Unterdrückung der Proletarier (Arbeiter) diente. Alles sei zu Gunsten des Wirtschaftswachstums darauf ausgerichtet, die Gewinne der Kapitalisten zu maximieren, wobei die Arbeiter möglichst lange und intensiv bei geringen Löhnen arbeiten müssten. Marx prophezeite, dass der Kapitalismus an einer Abfolge von durch ihn selbst hervorgerufener ökonomischer Krisen zugrunde gehen wird: die Schere zwischen Arm und Reich, die Verelendung, würde immer größer und damit auch der Unmut des Proletariats, das sich schließlich in revolutionärer Form der Produktionsmittel bemächtigen und diese vergesellschaften werde: daraufhin folge eine Diktatur des Proletariats. Gleichzeitig käme es zur Abschaffung der Kapitalistenklasse. Von jetzt an wäre die Arbeit ausschließlich ein Mittel zum Zwecke der Bereicherung der allgemeinen Lebensverhältnisse, statt zur Vermehrung des Kapitals. Am Ende dieses Prozesses stände das Absterben des Staates und der Beginn des sogenannten Reichs der Freiheit: Ist die Arbeit in der ersten Phase des Kommunismus noch eine Notwendigkeit, um zu überleben, wird sie in der zweiten durch die Verkürzung des Arbeitstages eine sinnstiftende Tätigkeit, „wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört”[29].

2.4.3 Bakunin-Anarchismus vs Marx-Kommunismus

Nachdem wir die Grundelemente der beiden Sozialismuskonzeptionen näher betrachtet haben – natürlich nicht bis ins letzte Detail, da dies den engen Rahmen dieser Arbeit sprengen würde -, gilt es nun, diese miteinander zu vergleichen. Zunächst einmal ist festzustellen, dass zwischen Marx und Bakunin eine nicht unbedeutende Verbindung besteht: beide waren Materialisten, sahen die Ökonomie als Basis der Gesellschaft an, setzten sich für die Abschaffung des Kapitalismus sowie jeder Art von Staatsreligion ein und sprachen beim bürgerlichen Staate von einer Pseudo-Demokratie. Die dramatischen Gegensätzlichkeiten zwischen den Vorstellungen von Marx und Bakunin treten dagegen besonders bei der Rolle des Staates in einer postkapitalistischen Gesellschaft hervor: So war Marx der Auffassung, das Proletariat müsse den bürgerlichen Staat erobern und zum Instrument seines Befreiungskampfes umfunktionieren. Bakunin trat dagegen für die Zerschlagung des Kapitalismus und des Staates in ein und derselben Revolution ein. Er wehrte sich vehement gegen einen Staatssozialismus, „den Sozialismus im Sinne des kommunistischen Manifestes, der alle Kräfte der Gesellschaft im Staate konzentrieren wolle und somit die Verneinung aller Freiheit sei.”[30]

Hier wird deutlich, dass bei Bakunin die Idee der absoluten Freiheit in den Vordergrund tritt, während es bei Marx die der ökonomischen Gleichheit ist. Marx konstatiert, dass der Staat zunächst noch aufrechterhalten werden müsse, um zu regieren und die Produktionsmittel zu zentralisieren: zu dieser autoritären Überwachungs- und Leitungsfunktion gehöre die Kontrolle und Planung der Produktion. Dieser politischen Übergangsphase, der revolutionären Diktatur des Proletariats, folge schließlich eine „Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die freie Entwicklung aller ist.”[31] Diese neue Gesellschaft funktioniere im Sinne: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!”[32] Demgegenüber forderte Bakunin die „gänzliche Beseitigung des Prinzips und der Vormundschaft des Staates.”[33]

Er wollte die Gesellschaft „von unten nach oben [organisieren], auf dem Weg der freien Vereinigung und die Abschaffung des individuellen und erblichen Eigentums, das eine Staatsinstitution sei.”[34] Wahrlich von prophetischem Gehalt, schaut man sich einmal spätere Staatssysteme (wie in der damaligen Sowjetunion) des real existierenden Kommunismus an, ist die geäußerte Kritik Bakunins, dass eine Regierung im Staatskommunismus „eine einzige Staatsbank gründen [werde], die die ganze kommerziell-industrielle, landwirtschaftliche und sogar wissenschaftliche Produktion auf sich konzentriert”[35], wobei das Volk in zwei Armeen aufgeteilt würde: nämlich in eine industrielle und eine landwirtschaftliche, die unter dem Kommando einer neuen privilegierten wissenschaftlich-politischen Klasse stehe: den staatlichen Ingenieuren. In Anbetracht dieser Vorstellungen von Marx und Bakunin kann man deren unterschiedliche Konzeptionen gut und gerne auch anarchischer Föderalismus versus Staatssozialismus nennen! Der freiheitsliebende Bakunin empfand eine tiefe Abneigung gegen die autoritären, allzu wissenschaftlichen Ideen von Marx – bei aller Wertschätzung für dessen Abstraktionsfähigkeit und Gelehrsamkeit in Bezug auf die Ökonomie: denn im Sinne der Marxschen Vorstellungen wäre das Individualbewusstsein der Menschen während der Diktatur des Proletariats dem Klassenbewusstsein zum Opfer gefallen.

Versucht man, die beiden Protagonisten individualpsychologisch zu durchdringen, kommt man zu folgendem Schluss: Marx betrachtete die Welt hauptsächlich in der Rolle des Wissenschaftlers, der seinen Fokus auf das Allgemeine legte, Bakunin dagegen mehr als Künstler, der seinen Blick auf das Individuelle richtete.[36] Marx diente „seine Theorie als [..] Leitfaden seines Handelns”[37], während Bakunins Leitfaden „der Wille zur Freiheit, den er in sich und in aller lebendigen Substanz sah”[38], war. Bakunin meinte, „daß das natürliche und gesellschaftliche Leben immer dem Denken vorausgeht, welches nur eine seiner Funktionen, nie aber sein Resultat sein wird”[39], dass sich das Leben niemals aus abstrakten Reflexionen entfalte – wozu man die Theorien von Karl Marx zählen kann – und selbst „die rationalste und tiefsinnigste Wissenschaft […] nicht die Formen des zukünftigen gesellschaftlichen Lebens erahnen”[40] kann. Das Erkennen dieser fundamentalen Unterschiede im Wesen und Weltbild der Beiden kann zum besseren Verständnis ihrer verschiedenen Denkweisen und scharfen Auseinandersetzungen dienen. Abschließend sei noch gesagt, dass Marx und Bakunin auf dem Felde der Politik zwar die wichtigen Ideengeber zweier gegensätzlicher Sozialismuskonzeptionen, jedoch keine einsamen Helden waren, die sich auf der Weltbühne duellierten: es gibt weitaus mehr Akteure, zu nennen ist z. B. Friedrich Engels als enger Freund und Mitstreiter von Karl Marx, die eine nicht unwesentliche Rolle spielten. Welche der beiden in dieser Arbeit behandelten Sozialismusströmungen im weiteren Verlauf der europäischen Geschichte zunächst einmal die breitere Manifestierung in Politik und Gesellschaft fand, lässt sich mit dem Verweis auf die Entwicklungen Anfang des 20. Jahrhunderts leicht beantworten: Sozialdemokraten und Kommunisten, die sich beide auf Marx beriefen, prägten die Parteienlandschaft, während die Bewegungen der Anarchisten keine bedeutende Rolle mehr spielten: sie wurden u. a. in Russland von den Kommunisten verdrängt und in sogenannten Säuberungsaktionen gegen Ende der russischen Revolution gewaltsam niedergeschlagen. Auch heutzutage nehmen die Vertreter des Anarchismus gesamtgesellschaftlich eine Minderheitenposition ein.

3. Schlussbemerkung

Bei der Gegenüberstellung von Marx-Kommunismus versus Bakunin-Anarchismus haben sich neben einigen Gemeinsamkeiten wie die Kritik an einer Pseudo-Demokratie im bürgerlichen Staate, dem Willen zur Abschaffung jeder Form von Staatsreligion oder dem Faktum, dass sowohl Marx als auch Bakunin die Ökonomie als Grundlage jeder funktionierenden Gesellschaft ansahen, vor allem klare Gegensätze feststellen lassen: Während Marx den Staat als Mittel zum Zwecke der Auslöschung der Bourgeois-Herrschaft und der Befreiung des Proletariats einzusetzen gedachte, wollte Bakunin diesen sofort in ein- und derselben Revolution vernichten, da er sich im Sinne einer Idee der absoluten Freiheit gegen jeden Zentralismus wandte und für eine freie Organisation der Gesellschaft von unten nach oben eintrat.

In der Ersten Internationale war diese Unvereinbarkeit der ideologischen Vorstellungen von einem sozialistisch-zentralistischen Staat auf der einen und eines freiheitlich-föderalistischen Sozialismus auf der anderen Seite mit einem Zusammenprall von libertär-sozialrevolutionärem (Bakunin) und politisch-parlamentarischem Flügel (Marx) verbunden, der schließlich zu deren Spaltung führte. Bakunin lehnte die Forderung von Marx nach einer Diktatur des Proletariats sowie die führende Rolle einer revolutionären Kaderpartei ebenso wie staatliche Hierarchien ab, da für ihn jede Art von Staat die Verneinung der individuellen Freiheit bedeutete. Er setzte auf dezentrale, kollektive und konsensuale Entscheidungsstrukturen. Grundsätzliche Einigkeit zwischen Bakunin-Anarchismus und Marx-Kommunismus bestand in der Einschätzung, dass die Notwendigkeit einer sozialen Revolution bestehe, die eine radikale Umwälzung der Besitzverhältnisse zu bewirken habe – dazu gehörte auch die von den Anarchisten geteilte Zielvorstellung des Kommunismus von einer klassenlosen Gesellschaft. Hinsichtlich der Realisierbarkeit der unterschiedlichen Auffassungen ist festzustellen, dass es Marx – im Gegensatz zu Bakunin – mit seinen kommunistischen Theorien gelang, breite Massen der Arbeiterbewegung, denen er eine für sie nachvollziehbare Zukunftsperspektive aufzeigte, anzusprechen.

Er arbeitete systematisch reflexiv und analysierte die bestehenden Verhältnisse, um daraus seine strategisch-langfristigen Überlegungen zu entwickeln. Aus heutiger Perspektive ist aber vor allem zu kritisieren, dass er nicht die Gefahr sah, dass der von ihm proklamierte sozialistische Staat ebenso diktatorische und oligarchische Strukturen entwickeln könne. Bakunin dagegen war sich dessen nur zu gut bewusst. Sein radikaler Anspruch, die gesellschaftlichen Verhältnisse unmittelbar – notfalls mit Gewalt – im Sinne seiner anarchistischen Ideen zu verändern, könnte man als kurzsichtig bezeichnen. Doch im Gegensatz zu Marx war er bekennenderweise kein Theoretiker und entwickelte daher auch kein langfristig angelegtes Konzept. Auch ein situationsbedingter Pragmatismus war ihm fremd gewesen. Vor allem seine ungestüme Bedenkenlosigkeit, mit der er die Zerstörung des Bestehenden forderte, traf schon zu damaligen Zeiten auf viel Kritik. In all seinen antiautoritären Vorstellungen und seinem Umgang mit Zeitgenossen spiegelt sich ein unbedingter Trieb zur Freiheit, eine radikale Empörung gegen jede Form der Entmündigung und Entwürdigung des Menschen wider – diese idealistische Haltung war zugleich seine große Stärke, aus der sich seine enorme Ausstrahlungs- und Überzeugungskraft speiste.

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

Quellen:

Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 23, Das Kapital, Bd. I, (Karl) Dietz Verlag, Berlin/DDR 1968.
Michael Bakunin: Staatlichkeit und Anarchie und andere Schriften. Hrsg. und eingeleitet von Horst Stuke, Ullstein Verlag, Frankfurt a. Main 1972.
Michael Bakunin: Die revolutionäre Frage. Föderalismus, Sozialismus, Antitheologismus. Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt, hrsg. v. Wolfgang Eckhardt, Unrast, Münster 2000.Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 4, Manifest der Kommunistischen Partei, 6. Auflage, (Karl) Dietz Verlag, Berlin/DDR 1972.
Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 19, Kritik des Gothaer Programms, 4. Auflage, (Karl) Dietz Verlag, Berlin/DDR 1973.
Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 16, 6. Auflage, Artikel und Korrespondenzen 1869, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage, (Karl) Dietz Verlag, Berlin/DDR 1975.
Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 25, Das Kapital, Bd. III, (Karl) Dietz Verlag, Berlin/DDR 1983.

Literatur:

Fritz Brupbacher: Marx und Bakunin: Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 1976.
Karam Khella: Die erfundene Realität. Die marxistische Wirtschaftstheorie. Kritik der Kritik der politischen Ökonomie. Theorie und Praxis Verlag, Hamburg 1997.
Walter G. Neumann: Der Kommentar III. Karl Marx: Methode, Geschichtsbegriff, Anthropologie und konkrete Utopie, Verlag für die Gesellschaft, Hannover 1998.
Olaf Gerlach/ Stefan Kalmring/ Andreas Nowak (Hrsg.): Mit Marx ins 21. Jahrhundert. Zur Aktualität der Kritik der Politischen Ökonomie, VSA-Verlag 2003.
Was ist eigentlich Anarchie? – Einführung in Theorie und Geschichte des Anarchismus, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 2003.

[1] Fritz Brupbacher: Marx und Bakunin: Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, Vorwort von Karl Lang, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 1976, S. V.

[2] Was ist eigentlich Anarchie? – Einführung in Theorie und Geschichte des Anarchismus, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 2003, S. 90.

[3] Ebd. S. 90.

[4] Fritz Brupbacher: Marx und Bakunin: Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 1976, S. 56.

[5] Was ist eigentlich Anarchie? – Einführung in Theorie und Geschichte des Anarchismus, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 2003, S. 90.

[6] Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 16, 6. Auflage, Artikel und Korrespondenzen, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage, Berlin/DDR 1975, S. 411.

[7] Fritz Brupbacher: Marx und Bakunin: Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 1976, S. 89.

[8] Ebd S. 89.

[9] Ebd S. 85.

[10] Was ist eigentlich Anarchie? – Einführung in Theorie und Geschichte des Anarchismus, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 2003, S. 91.

[11] Ebd S. 92.

[12] M. Bakunin: Die revolutionäre Frage. Föderalismus, Sozialismus, Antitheologismus. Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt, hrsg. v. Wolfgang Eckhardt, Münster 2000, S. 9.

[13] Ebd S. 9.

[14] Ebd S. 10.

[15] Michael Bakunin: Staatlichkeit und Anarchie und andere Schriften. Hrsg. und eingeleitet von Horst Stuke, Frankfurt a. Main 1972, S. 564.

[16] Ebd S. 32.

[17] M. Bakunin: Die revolutionäre Frage. Föderalismus, Sozialismus, Antitheologismus. Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt, hrsg. v. Wolfgang Eckhardt, Münster 2000, S. 31.

[18] Ebd. S. 60.

[19] Fritz Brupbacher: Marx und Bakunin: Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 1976, S. 52.

[20] Ebd. S. 52.

[21] Michael Bakunin: Staatlichkeit und Anarchie und andere Schriften. Hrsg. und eingeleitet von Horst Stuke, Frankfurt a. Main 1972, S. 562.

[22] Ebd. S. 643.

[23] Ebd. S. 604.

[24] Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 23, Das Kapital, Bd. I, Berlin/DDR 1968, S. 27.

[25] Ebd S. 27.

[26] Ebd S. 28.

[27] Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 23, Das Kapital, Bd. I, Berlin/DDR 1968, S. 530.

[28] Ebd. S. 183.

[29] Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 25, Das Kapital, Bd. III, Berlin/DDR 1983, S. 828.

[30] Fritz Brupbacher: Marx und Bakunin: Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 1976, S. 56.

[31] Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 4, Manifest der Kommunistischen Partei, 6. Auflage, Berlin/DDR 1972, S. 482.

[32] Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 19, Kritik des Gothaer Programms, 4. Auflage, Berlin/DDR 1973, S. 21.

[33] Fritz Brupbacher: Marx und Bakunin: Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 1976, S. 56.

[34] Ebd. S. 56.

[35] Michael Bakunin: Staatlichkeit und Anarchie und andere Schriften. Hrsg. und eingeleitet von Horst Stuke, Frankfurt a. Main 1972, S. 617.

[36] Vgl. Fritz Brupbacher: Marx und Bakunin: Ein Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiterassoziation, hrsg. v. Katrin Kramer Verlag, Berlin 1976, S. 85.

[37] Ebd. S. 85.

[38] Ebd. S. 85.

[39] Michael Bakunin: Staatlichkeit und Anarchie und andere Schriften. Hrsg. und eingeleitet von Horst Stuke, Frankfurt a. Main 1972, S. 563.

[40] Ebd. S. 636.

Kategorie: Philosophie | 5 Kommentare »

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