Mehr Demokratie goes Liquid Democracy


Erstellt am 26.11.2012 von Charlie Rutz

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Am vergangenen Wochenende segnete der Bundesvorstand von Mehr Demokratie einen Antrag von mir ab, der den Einsatz neuer Formen der digitalen Kommunikation und Partizipation mittels Tools wie LiquidFeedback*, Mumble und Etherpad bei der Vereinsarbeit vorsieht.

Das Digitale Zeitalter bringt neue Wege der Kommunikation und Bürgerbeteiligung mit sich, die auch Mehr Demokratie bei seiner Arbeit berücksichtigen sollte. Dazu gehört nicht nur die Einführung der Sprachkonferenzsoftware Mumble und das zur kollaborativen Bearbeitung von Texten dienende Etherpad.  Besonders beachtenswert für die Vereinsarbeit ist die Idee der „Liquid Democracy“.

Einfach erklärt: Liquid Democracy 

Derzeit werden verschiedene Modelle und Lösungen dieser Form der digitalen Partizipation ausgetestet. Auch Mehr Demokratie hat mit dem temporären Einsatz des Beteiligungstools Adhocracy im Jahre 2010 bereits erste Erfahrungen mit Liquid Democracy gesammelt. Und obwohl dabei der Weisheit letzter Schluss gewiss noch nicht gefunden wurde, ist das von der Piratenpartei genutzte Meinungsbildungstool LiquidFeedback (LQFB) aus meiner Sicht schon ausgereift genug, um damit auf digitalem Wege themenbezogene Anträge für die Mitgliederversammlungen von Mehr Demokratie vorzubereiten, auszuarbeiten und abzustimmen. Denkbar ist dabei auch eine individuelle Anpassung der Software an die Belange von Mehr Demokratie. Bei den Piraten hat z.B. der Landesverband Bayern zuletzt eine weiterentwickelte Version vorgestellt. Auch der Landkreis Friesland startete im November mit LiquidFriesland eine eigene LQFB-Instanz. Alle Bürger sollen über sie betreffende Dinge wie neue Radwege, Schulen oder Abwässerkanäle diskutieren und mitbestimmen können. Der Einsatz von LQFB bei Mehr Demokratie wäre eine praktikable Ergänzung zu den bisherigen Verfahren der vereinsinternen Beteiligungsmöglichkeiten. Weiterlesen… »

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Liquid Democracy mit Adhocracy


Erstellt am 04.02.2012 von Charlie Rutz

Seit 2010 bin ich als Redakteur beim Online-Magazin politik-digital.de tätig, das vom gemeinnützigen Verein pol-di.net betrieben wird, und berichtete dabei auch zusammen mit anderen von der Arbeit der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages (siehe Dossier). Diese setzt nach anfänglichem Widerstand seit 2011 das vom Liquid Democracy e.V. entwickelte Bürgerbeteiligungstool Adhocracy ein, zu dem ich bereits einen ersten Zwischenbericht schrieb. Die erste offizielle Adocracy-Instanz wurde jedoch im Juni 2010 vom Mehr Demokratie e.V. betrieben, um eine interne Strategiedebatte zu führen. Die Mitglieder des Vereins  entwickelten damals Ideen und verfassten Vorschläge, die abschließend in der Mitgliederversammlung debattiert wurden. Mittlerweile findet das Tool eine immer größere Verbreitung. So rief z.B. die SPD-Bundestagsfraktion erst kürzlich die Plattform “Zukunftsdialog online” ins Leben, die zum Ziel hat, zum einen die Bürger in den politischen Prozess des “Projekt Zukunft” einzubinden und zum anderen die Transparenz von Meinungsbildungsprozessen und politischen Entscheidungen zu erhöhen. Weiterlesen… »

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Zwischenfazit: Adhocracy im Bundestag


Erstellt am 31.08.2011 von Charlie Rutz

Seit mehr als einem halben Jahr kommt das Bürgerbeteiligungstool Adhocracy in der Internet-Enquete des Deutschen Bundestages nun schon zum Einsatz. Ich ziehe ein kleines Zwischenfazit zur Nutzung der Software.

Nach den sechs Sommerinterviews von mir mit Mitgliedern der Internet-Enquete widme ich mich heute dem dort eingesetzten Bürgerbeteiligungstool Adhocracy. Nachdem sich die Einführung der Software u.a. wegen eines umstrittenen Beschlusses der IuK-Kommission des Deutschen Bundestages zunächst verschoben hatte, ging schließlich am 24. Februar 2011 eine Beta-Version der auf dem Tool basierenden Bürgerbeteiligungsplattform www.enquetebeteiligung.de online. Diese wird in regelmäßigen Abständen von den Entwicklern in punkto Nutzerfreundlichkeit, Funktionsvielfalt und der Beseitigung von Bugs aktualisiert und weiterentwickelt. Ein neues Release ist für den Herbst geplant. Damit soll vor allem die Nutzerfreundlichkeit grundlegend verbessert werden. So existiert auf der Startseite mittlerweile auch eine Zeitleiste, die Auskunft darüber gibt, welche Termine und Veranstaltungen anstehen. Zudem bietet die Online-Beteiligungs-AG die Möglichkeit, über die Optimierung der Arbeit mit dem Adhocracy-Tool zu diskutieren. Hier eine Info-Seite zur Bürgerbeteiligung auf der Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...

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„Adhocracy ist eine kleine Revolution“


Erstellt am 22.07.2011 von Charlie Rutz

Trotz Sommerpause im politischen Betrieb setze ich meine Interview-Reihe (als Teil des Dossiers “Netzpolitik im Bundestag” von politik-digital.de) mit Vertretern der Internet-Enquete fort. Gestern traf ich den Bundestagsabgeordneten Jimmy Schulz (FDP).

Der 42-jährige Internet-Unternehmer Jimmy Schulz ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags. Dort ist er ordentliches Mitglied des Innenausschusses, stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss, im Ausschuss für Kultur und Medien, im dazu gehörigen Unterausschuss Neue Medien sowie Obmann der FDP-Fraktion in der Internet-Enquete. Zusammen mit anderen betreut er das Informationsportal Open Enquete, das über die Arbeit der Internet-Enquete aufklärt.

Im Gespräch mit mir erklärt Jimmy Schulz, dass er momentan eine gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität für nicht nötig hält und gegen jede Form der Vorratsdatenspeicherung ist. Auch bedauert er die aus seiner Sicht negative Medienberichterstattung über die letzten beiden Sitzungen der Internet-Enquete und fordert ein neues Nachdenken über den dortigen Abstimmungsprozess.

Hinweis: Hier die anderen fünf Interviews

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Quo vadis Internet-Enquête?


Erstellt am 24.02.2011 von Charlie Rutz

Die Internet-Enquête des Deutschen Bundestages beschloss am Montag die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Online-Beteiligung mittels Adhocracy. Heute Abend ging schließlich die Projektseite online. Wie geht es nun weiter?

Adhocracy-Webseite

Adhocracy-Plattform der Internet-Enquête

Am letzten Montag (21.2.) traf die Internet-Enquête eine Beschlussfassung über den Einsatz des Adhocracy-Tools, das vom Liquid Democracy e.V. entwickelt wird. Die rechtlichen Bedenken des Vorsitzenden Axel E. Fischer zur Einrichtung des Beteiligungswerkzeugs außerhalb des Deutschen Bundestages durch das Enquête-Sekretariat als Teil der Bundestagsverwaltung wurden heute vom Ältestenrat ausgeräumt. Der Arbeit mit dem Tool steht also praktisch nichts mehr im Wege.

Daniel Reichert vom Liquid Democracy e.V. bewertet diese Entwicklung sehr positiv: “Insgesamt sehe ich es als einen Riesenfortschritt an, dass das Thema so diskutiert wird und nicht vom Tisch Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...

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