Ich erinnere mich nicht, dass jemals in meiner Facebook-Zeit ein Video so oft geteilt wurde wie das folgende zu “KONY 2012″ der Gruppe “Invisible Children”. Zumindest in meinem sozialen Facebook-Umfeld, das sich größtenteils aus Leuten in den 20er Jahren zusammensetzt, schlägt das Video viral richtig ein. Dazu ein kritischer Kommentar von mir.
Das Gute an KONY 2012: Menschen, die üblicherweise mit dem Weltgeschehen so viel zu tun haben wie der gute Geschmack mit dem Mittagsprogramm von RTL, beteiligen sich an der Suche nach dem meistgesuchten Kriegsverbrecher weltweit – auf ihre Weise. Und das ist gut so. Allein dass sich mindestens diejenigen, die das Video aktiv verbreiten, die Zeit nehmen, 30 Minuten über Kriegsverbrechen in Zentralafrika und neue Partizipationsmöglichkeiten in der westlichen Welt nachdenken, ist ein gutes Zeichen. Das Video ist in der Hinsicht auch auf eben diese Zielgruppe der typischen Facebook-User zugeschnitten. Es wird nicht schnell langweilig, ist emotional aufgeladen und aufgelockert mit dynamischen Szenen. Der Schnitt erinnert stellenweise an den Typ Dokumentation, der auf den privaten Nachrichtensendern rauf und runter gespielt wird. Ich bezweifle jedoch, dass die meisten, die das Video teilen, sich dessen bewusst sind, was sie da unterstützen beziehungsweise mitfordern. Es geht um den Einsatz von Militär, um Truppen und gewalttätige Auseinandersetzungen – und dass diese explizit gebilligt und sogar gefordert werden. Weiterlesen… »
Das 50-jährige Bestehen von Amnesty International nahm ich zum Anlass, ein Interview mit Wolfgang Grenz, dem stellvertretenden Generalsekretär der deutschen Sektion der Organisation, zu führen. Im Gespräch betont er, dass der freie Zugang zum Internet ein Menschenrecht ist.
Bereits seit einem halben Jahrhundert setzt sich Amnesty International weltweit für den Erhalt und die Durchsetzung der Menschenrechte ein. Am vorletzten Samstag fand im Haus der Kulturen der Welt in Berlin der Festakt zum 50. Gründungsjubiläum sowie die Verleihung des 6. Menschenrechtspreises statt, den der Menschenrechtsverteidiger Abel Barrera Hernández und das von ihm gegründete Menschenrechtszentrum “Tlachinollan” aus Mexiko erhielten.
Während zu Zeiten der Gründung von Amnesty International im Jahr 1961 Bits und Bytes noch keine Rolle spielten, sind sie heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das gilt auch für die Menschenrechtsarbeit, bei der laut aktuellem Jahresbericht der Organisation zunehmend auch Internet und soziale Medien zum Einsatz kommen. So beispielsweise Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...
Die Organisation ahumanright.org will jedem Menschen rund um den Globus per Satellit einen freien Internetzugang ermöglichen. Im Fokus steht dabei der Teil der Weltbevölkerung, dem ein solcher Zugang derzeit noch verwehrt ist – immerhin etwa fünf Milliarden Menschen. Eine vielversprechende Idee.
Ziel des Projekts “Buy This Satellite!” ist der Kauf des Kommunikationssatelliten TerreStar-1 von der gleichnamigen Firma, die Ende 2010 in Konkurs ging. Dieser soll zur Förderung weltweiter Rede- und Informationsfreiheit durch die Bereitstellung eines freien Internetzugangs dienen. Für eine Anschubfinanzierung von 150.000 Dollar werden derzeit Spenden gesammelt.
Video über das Projekt “Buy This Satellite!”
Die technische Umsetzung des ambitionierten Projekts wird das Hauptproblem sein. Die Initiatoren rechnen mit Gesamtkosten von mehreren Millionen Dollar. Darin inbegriffen ist die Produktion und der Verkauf von Open-Source-Modems. Diese müssen jedoch gerade für die Hauptzielgruppe, nämlich ärmere Menschen in Entwicklungsländern, erschwinglich sein. Offen ist Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...
Mittlerweile hat Obama das Triple der Umsetzung seiner wichtigsten innenpolitischen Vorhaben erreicht: Konjunkturpaket, Gesundheitsreform und Finanzmarktreform. Und das gegen einen großen Widerstand im Kongress – selbst aus den eigenen Reihen – als auch einflussreicher Lobbys. Diese Gesetzesvorhaben sind die umfassendsten seit Jahrzehnten und werden deshalb von einem großen Teil der Medienlandschaft zu Recht als historisch bezeichnet. Das sagt natürlich noch gar nichts darüber aus, wie sich diese langfristig gesamtgesellschaftlich in aller Konsequenz auswirken werden. Was sie für jeden einzelnen US-Bürger bedeuten, kann erst die Zukunft zeigen.
Zumal viele Teile der jeweiligen Gesetzespakete erst später in Kraft treten. Auch fielen viele gute Ideen, die noch in den Entwürfen Platz fanden, der notwendigen Kompromissfindung zum Opfer, ohne die es natürlich überhaupt keine Mehrheitsbeschlüsse gegeben hätte. Als Kritiker, der so etwas politisch nicht durchsetzen muss, vergisst man häufig, dass eine schöne zu Papier gebrachte Idee noch lange nicht bedeutet, dass sie realpolitisch auch sofort durchsetzbar ist. Wie die konsequente Einführung einer Finanztransaktionssteuer, für die ich mich in einem früheren Artikel aussprach (= Sinn und Zweck einer Finanztransaktionssteuer). Dennoch: die mit den Gesetzesmaßnahmen verfolgte Klicke bitte hier zum Weiterlesen ...