Grüne punkten online


Christina Nick

by Christina Nick | Datum: 01.09.2011
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Am 18. September ist es soweit, die Berliner dürfen ihre Stimme zur Wahl des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlung abgeben. Ich habe mir dazu für politik-digital.de den Online-Wahlkampf der Parteien genauer angeschaut. Mit deutlichem Vorsprung gewinnen die Grünen den von mir durchgeführten Online-Wahlkampf-Test zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2011. Die Partei ging in den beiden großen Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten als Testsieger hervor, konnte aber auch im Bereich Service mit den Spitzenreitern mithalten. Im Mittelfeld liegen SPD, Linke, CDU und Piratenpartei fast gleichauf, wenn auch die Piraten knapp den zweiten Platz kapern konnten. Sie verpassten ein noch besseres Ergebnis, da sie in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design nicht überzeugten. Das konnten die Piraten jedoch durch einen guten Service und ein hohes Maß an Partizipationsmöglichkeiten ausgleichen. Die SPD verlor in der ersten Kategorie am meisten durch die lange Ladezeit ihrer Seite und wegen der teilweise unübersichtlichen Navigationselemente. Dagegen verpasste die Linkspartei eine höhere Platzierung, da sie unsere E-Mail-Anfrage nicht beantwortete. Die CDU erhielt Abzüge, weil sie weder über einen Twitter-Account noch über einen Blog verfügt. Der klare Verlierer unseres Tests ist die FDP, obwohl sie in der Kategorie Design und Nutzerfreundlichkeit gut abschnitt. Leider verzichtet die FDP zum großen Teil auf den Einsatz sozialer Medien und damit auch darauf, den Wähler aktiv in den Wahlkampf einzubeziehen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die getesteten Berliner Parteien im digitalen Zeitalter angekommen sind und bewusst den Online-Wahlkampf sowie die Nähe zum Bürger suchen. Ein positiver und äußerst begrüßenswerter Trend.

Gesamtauswertung:

Wie nutzerfreundlich sind die Wahlkampfseiten? Wie gut ist der Service der Parteien? Wer bezieht die Bürger am besten ein? Hier die Endauswertung der Testreihe zum Online-Wahlkampf der Berliner Parteien in 2011.

Die erste Kategorie ist Nutzerfreundlichkeit und Design (max. 42 Punkte).

Die Fragen lauteten:

1. Wie gut finde ich das Wahlprogramm?

2. Wie gut finde ich die Kurzversion des Wahlprogramms?

3. Wie gut finde ich die Spitzenkandidatin bzw. den Spitzenkandidaten?

4. Wie gut finde ich die Kandidaten meines Wahlbezirks?

5. Wie gut finde ich die Veranstaltungsübersicht?

6. Wie gut ist die Nutzerführung innerhalb der Websites?

7. Wie barrierefrei sind die Seiten aufgebaut?

Das Ergebnis hierfür sieht wie folgt aus:

Nutzerfreundlichkeit

Die Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design konnten Grüne und FDP für sich entscheiden. Sie überzeugen mit klaren und übersichtlichen Strukturen, die es dem Nutzer ermöglichen, sich gut auf der Seite zurechtzufinden. Etwas schlechter schnitten in dieser Kategorie die Parteien SPD, Linke und CDU ab. Besonders die SPD erhielt wegen langer Ladezeiten Punktabzüge. Lediglich die Piratenpartei konnte in dieser Kategorie nicht überzeugen, da deren Seite recht unübersichtlich gestaltet ist und es schwer ist, bestimmte Informationen schnell zu finden.

Die zweite Kategorie betrifft den Service (max. 12 Punkte). Die Fragen lauteten:

8. Wie schnell werden Fragen per E-Mail beantwortet?

9. Wie schnell werden Fragen per Twitter beantwortet?

Das Ergebnis hierfür sieht wie folgt aus:

Service

In der Kategorie Service gewinnen SPD und Piratenpartei. Beide antworteten schnell und informativ auf meine Anfragen. Dagegen ließen sich die Grünen etwas mehr Zeit bei der Beantwortung der Fragen. Die Linke und die FDP antworteten auf jeweils eine der Anfragen nicht und die CDU verliert wertvolle Punkte durch das Fehlen eines als üblich zu betrachtenden Twitter-Accounts. Daher teilen sich diese drei Parteien den letzten Platz.

Mittels eines privaten E-Mail-Accounts bat ich um Auskunft zu Informationsveranstaltungen im Berliner Stadtteil Köpenick. Bei Twitter stellte ich meine Anfragen ebenfalls über einen privaten Account. Dabei bat ich um einen Link zum Kurzwahlprogramm der Parteien.

Die dritte und letzte Kategorie ist Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten (max. 46 Punkte). Die Fragen lauteten:

10. Wie aktuell und informativ ist die Facebook-Seite?

11. Wie aktuell und informativ ist der Twitter-Account?

12. Wie aktuell und informativ ist der YouTube-Kanal?

13. Wie aktuell und informativ ist der Blog?

14. Können Bürger sich aktiv beteiligen?

15. Zusatzpunkte

Das Ergebnis hierfür sieht wie folgt aus:

Beteiligungsmöglichkeiten

In der Kategorie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten gewinnen klar die Grünen. Sie haben die innovativsten Ideen (z. B. Smartphone-App) und geben sich die größte Mühe, den Kontakt mit den Bürgern („Da müssen wir ran“) zu suchen. Auf einem guten zweiten Platz liegt die Piratenpartei, die ebenfalls interessante Ansätze für eine bessere Nähe zum Bürger gefunden hat. Über das Piratenwiki ist eine Beteiligung möglich und es kann aktiv diskutiert werden. Und mittels des Tools „Liquid Feedback“ können Bürger parteiinterne Diskurse nachvollziehen. Im Mittelfeld befinden sich SPD, Linke und CDU. Alle diese Parteien zeigten im Vergleich sowohl Schwächen als auch Stärken bei der Interaktivität, die sie den Nutzern bieten. Abgeschlagen in diesem Feld ist nur die FDP. Potentiellen Wählern räumt der Online-Wahlkampf der Liberalen so gut wie keine Möglichkeiten ein, sich in Diskussionen einzubringen. In der Gesamtauswertung führt das zu folgendem Bild:

Gesamtergebnis

Hier geht es zu den Auswertungen mit ausführlichen Begründungen:

Einzelauswertung der Parteien:

Einzelauswertung der Kategorien:

 


 

SPD

Wie gut schneidet die Berliner SPD in den Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten im Online-Wahlkampf 2011 ab? 

Screenshot SPD

Screenshot der Seite www.spd-berlin.de

Die Berliner SPD, mit dem Spitzenkandidaten und amtierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, erreicht im Online-Wahlkampf-Test einen Platz im Mittelfeld. Die Regierungspartei im Berliner Abgeordnetenhaus beschäftigt für die Online-Kampagne drei feste Mitarbeiter und mehrere freiwillige Helfer. Sie setzt bei ihrem Internetauftritt auf recht klare Strukturen. Das Konzept basiert auf teilweise sehr guten Ansätzen, zeigt aber in einigen Bereichen noch zu große Lücken auf.

SPDAuf www.spd-berlin.de gelangt man zu einem optisch sehr ansprechend gestalteten übergeordneten Portal. In der Mitte finden sich drei große Buttons, einer führt direkt zur Seite von Klaus Wowereit, der zweite bringt den User zur Wahlkampfseite und der letzte verlinkt auf die Seite des Landesverbandes der SPD Berlin. Im Hintergrund erscheint ein interaktiver Panoramablick von Berlins Mitte. Außerdem befinden sich Kontaktdaten, Social Media – Verknüpfungen, Newsletter und eine Zeile mit aktuellen Neuigkeiten auf dem Startportal. Die Unterseiten werden zunächst teilweise in dieser Form weitergeführt, bevor sich das Design der Seite später ändert. Neben diesem verwirrenden Sprung zwischen verschiedenen Designs, die jedoch beide sehr übersichtlich sind, hat die SPD-Seite ein anderes Problem: Die Website www.spd-berlin.de braucht sehr lange, um vollständig zu laden. Vor allem für Nutzer mit langsameren Internetverbindungen oder älterer Technik kann dies zu einem großen Problem werden. Dadurch verloren die Sozialdemokraten wichtige Punkte in der Testkategorie der ersten fünf Fragestellungen.

Die letzten beiden Fragen im Bereich Nutzerfreundlichkeit und Design befassten sich mit der Nutzerführung und der Barrierefreiheit der Seite. Bei der Nutzerführung gab es Abzüge, da der Button, um zum Ausgangspunkt der Seite zu gelangen, zu klein ist. Zudem ist die Benennung einiger Felder auf der Startseite verwirrend. Außerdem gibt es keinen direkten Link von der Seite des Landesverbandes zurück zum Startportal. Dies ist eine vergleichsweise eher durchschnittliche Leistung. Bei der Barrierefreiheit konnte die SPD jedoch punkten. So gibt es ein Wahlprogramm in leichter Sprache und sieben Sprachversionen. Die Sozialdemokraten können zudem durch einen stellenweise eingebauten Button, mit dem man die Schriftgröße verändern kann, punkten. Auf der Seite des Landesverbandes gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, sich Kurzinformationen in verschiedenen Sprachen herunterzuladen. Wie bei allen anderen Parteien ist eine Navigation mit der Tabulatortaste möglich und die Seite ist für Menschen mit Farbsehschwächen gut lesbar.

Ein volle Punktzahl gab es für den Service der SPD. Schnell und informativ wurden meine Fragen sowohl via E-Mail als auch über Twitter beantwortet.

Im Bereich Interaktivität und Beteiligungsmöglichkeiten zeigte die Partei sich leider wieder eher mittelmäßig. Ihre Auftritte bei Facebook, Twitter und YouTube sind sehr vorbildlich. Leider gab es keinen zusätzlichen Wahlkampf-Blog wie bei anderen Parteien. Vor allem bei der Frage, inwiefern Bürger sich aktiv beteiligen können, verlor die Partei des Bürgermeisters Wowereit wichtige Punkte. Anstatt für Bürger Möglichkeiten und Anreize zu schaffen, sich einzubringen, können diese lediglich selbst Plakate im SPD-Stil gestalten und Fotos von Veranstaltungen in einer Foto-Community teilen. Andere Parteien wagten an dieser Stelle mehr Transparenz, Offenheit und Willen zum Diskurs. Drei Zusatzpunkte wurden für die Nutzung interaktiver Elemente im Design der Seite und für die ausführliche und informative Beantwortung von Wahlprüfsteinen vergeben.

Das Fazit zur SPD-Seite ist daher: der Service ist sehr gut, die Bereiche Nutzerfreundlichkeit und Beteiligungsmöglichkeiten sind leider nur befriedigend. Hier hab es zwar durchaus gute Ansätze, es mangelte aber oft an deren Ausführung. Die Sozialdemokraten landen daher auf einem Platz im Mittelfeld, zusammen mit Piratenpartei, CDU und Linke.

 


 

Die Linke

Wie gut schneidet die Linke in den Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten im Online-Wahlkampf 2011 ab?

Screenshot Linke

Screenshot der Seite www.die-linke-berlin.de

Die Berliner Linke, mit dem Spitzenkandidaten Harald Wolf, nimmt beim Online-Wahlkampf-Test einen Platz im Mittelfeld ein. Die Linke, die momentan eine Regierungskoalition mit der SPD bildet, zeigt vor allem im Bereich Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten gute Ansätze. Andererseits führte ein unübersichtliches Layout zur Abwertung des Online-Auftritts.

LinkeAuf www.die-linke-berlin.de gelangt der Nutzer nicht auf eine Startseite, sondern wird direkt in den Bereich Wahlen 2011 weitergeleitet. Die horizontale Menüleiste ist recht klein und geht im Banner der Seite leider unter. Die Unterpunkte verwirren den User eher, da sie horizontal durch Pfeilsymbole getrennt werden. Zudem gibt es eine zusätzliche vertikale Menüleiste. Vom Layout her hätte man hier klarere Strukturen schaffen können. Dies gab einige Abzüge bei den ersten fünf Fragen in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design.

Ebenfalls Abzüge gab es bei der Frage der Nutzerführung. Ein spezielles Problem tauchte bei der Frage nach dem Spitzenkandidaten auf. Die einzige Möglichkeit, herauszufinden, um wen es sich dabei handelt, war der Blick auf den ersten Platz der Landesliste. Dieses Vorwissen kann aber nicht bei allen Bürgern vorausgesetzt werden.

Eine vergleichsweise gute Umsetzung konnte die Linkspartei im Bereich Barrierefreiheit aufweisen. Das Wahlprogramm liegt in leichter Sprache und in insgesamt fünf verschiedenen Sprachversionen vor. Außerdem gibt es die Seite „Berlin Europäisch“ in zehn verschiedenen Sprachen und für Menschen mit einer Farbsehschwäche werden Links zusätzlich unterstrichen dargestellt. Wie bei allen anderen getesteten Online-Auftritten war auch bei dem der Linkspartei eine Navigation mit der Tabulatortaste für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen möglich. Auch für Menschen mit Farbsehschwächen waren die Kontraste auf der Seite noch gut erkennbar.

In der Kategorie Service wurden unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Während ich via Twitter die zweitschnellste Antwort aller getesteten Parteien erhielt, bekam ich auf meine E-Mail-Anfrage leider keine Antwort.

Im Bereich der sozialen Medien schnitt die Berliner Linke teils sehr gut und teils schlecht ab. Während der Facebook-Auftritt und der Wahlkampf-Blog aktuell und informativ gestaltet sind, weisen der Twitter-Account und der YouTube-Kanal lediglich durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Aktivitäten auf. Die Partei gibt sich allerdings große Mühe, den Bürger zum Austausch mit den Politikern anzuregen. So verweist Spitzenkandidat Harald Wolf auf seiner Homepage auf das Angebot von abgeordnetenwatch.de, um dort die Fragen von Bürgern zu beantworten. Eine ähnliche Funktion bietet die Partei auch auf ihrer Website an. Drei Zusatzpunkte erhielt sie für die Nutzung interaktiver Elemente im Design der Seite und für die ausführliche und informative Beantwortung von Wahlprüfsteinen.

Das Fazit zur Seite der Linken ist daher: In den Kategorien Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten erzielten sie gute Ergebnisse, im Bereich Nutzerfreundlichkeit und Service waren die Leistungen befriedigend. Daher kommt die Linkspartei auf einen Platz im Mittelfeld zusammen mit Piratenpartei, CDU und SPD.

 


 

CDU

Wie gut schneidet die Berliner CDU in den Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten im Online-Wahlkampf 2011 ab?

Screenshot CDU

Screenshot der Seite www.cduberlin.de

Die Berliner CDU, mit dem Spitzenkandidaten Frank Henkel, erreicht im Online-Wahlkampf-Test einen Platz im Mittelfeld. Die Christdemokraten sind momentan eine der Oppositionsparteien zur rot-roten Regierung in der Hauptstadt. Die Partei zeigt fast durchgängig in allen Kategorien eine solide Leistung. Vor allem durch einen fehlenden Twitter-Account und mangelnde Barrierefreiheit verlor die CDU wertvolle Punkte.

CDUAuf www.cduberlin.de gelangt der Nutzer zunächst auf ein schlichtes und übersichtliches Startportal. Neben dem sehr prominent platzierten Foto des CDU-Spitzenkandidaten für Berlin gibt es dort einen Link zur Wahlkampfseite, die ganz auf ihren Spitzenkandidaten zugeschnitten ist, sowie einen Link zur Seite des Berliner Landesverbands.

Die Struktur des Wahlkampfportals ist sehr klar gestaltet, so dass der Auftritt bei den ersten fünf Fragen der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design durchgehend hohe Wertungen erhält. Kleine Abzüge gibt es in der Nutzerführung, da die Navigation der Seite des Landesverbandes, vor allem im Kontrast zur sonst sehr guten Strukturierung, etwas unübersichtlich wirkt und die Aufteilung dem Nutzer nicht direkt ersichtlich erscheint. Außerdem könnte der Button, der zur Startseite führt, etwas größer und präsenter sein. Ein herausragendes Ergebnis in dieser Kategorie verhinderte die schlechte Barrierefreiheit der Seite. Wie bei allen anderen Parteien ist eine Navigation mit der Tabulatortaste möglich und die Seite ist für Menschen mit Farbsehschwächen gut lesbar. Neben diesen Punkten, die alle Parteien erfüllten, gab es zusätzlich lediglich einen Button für die Veränderung der Schriftgröße. Das ist im Vergleich zu den Bemühungen der restlichen Parteien deutlich zu wenig.

Das Antwortverhalten per E-Mail war sehr gut und erhielt die volle Punktzahl. Leider verfügen weder die CDU Berlin noch ihr Spitzenkandidat Henkel über einen Twitter-Account. Dadurch war leider keine Anfrage möglich. Da es aber für die anderen Berliner Parteien selbstverständlich ist, aktiv auf dem Mikro-Blog zu zwitschern, vergab ich hierfür null Punkte.

Im Bereich Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten erbrachte die CDU eine durchschnittliche Leistung. Das, was sie machten, war qualitativ sehr gut. Leider wurden aber Twitter und ein eigener Blog dabei vollkommen vernachlässigt. Sowohl bei Facebook als auch bei YouTube sind die Christdemokraten aktiv und geben den Bürgern die Möglichkeit sich an ihre Politiker zu wenden, indem sie direkt auf abegordnetenwatch.de verweisen. Das Portal fördert Transparenz und Diskurs und kann daher nur begrüßt werden. Erwähnenswert ist, dass noch vor Beginn des Wahlkampfes Bürger die Möglichkeit hatten, online Vorschläge für die Gestaltung des CDU-Wahlprogramms abzugeben. Leider war es nicht möglich, nachzuvollziehen, welche Vorschläge diskutiert oder sogar in das Programm mit aufgenommen wurden. Acht Zusatzpunkte gab es für das Einbauen interaktiver Elemente, das Online-Magazin „Berliner Rundschau“ und den Scan-Code auf den Wahlplakaten, der eine erfolgreiche Brücke zwischen Offline- und Online-Kampagne darstellt.

Das Fazit zur CDU-Seite ist daher: In den Bereichen Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten sowie Nutzerfreundlichkeit schneidet sie gut ab, beim Service jedoch nur befriedigend. Schlechte Barrierefreiheit und die Vernachlässigung von Twitter verhinderten, dass die Christdemokraten weiter vorne im Ranking landeten. Daher kommt die CDU auf einen Platz im Mittelfeld, eng zusammen mit Piratenpartei, SPD und Linkspartei.

 


 

Bündnis 90/Die Grünen

Wie gut schneiden Bündnis 90/Die Grünen in den Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten im Online-Wahlkampf 2011 ab?

Screenshot Grünen

Screenshot der Seite www.gruene-berlin.de

Die Berliner Grünen, mit der Spitzenkandidatin Renate Künast, konnten den Online-Wahlkampf-Test mit deutlichem Vorsprung für sich entscheiden. Sie sind momentan eine der Oppositionsparteien zur rot-roten Regierung in der Hauptstadt.

In allen drei getesteten Bereichen, also bei Nutzerfreundlichkeit, Service und Interaktivität, gab es fast volle Punktzahl für die Partei. Eine hervorragende Leistung, die deutlich zeigt, dass das Internet als ernstzunehmender Teil des Wahlkampfs erkannt wurde. Nach eigenen Angaben haben die Grünen drei Festangestellte und zahlreiche freiwillige Helfer sowie ein ungefähres Budget von 120.000€ für ihren Wahlkampf im Netz.

GrünenAuf www.gruene-berlin.de gelangt der Nutzer auf die Seite des Landesverbandes der Berliner Grünen. Das Portal dient gleichzeitig auch als Wahlkampfseite. Passend zur Partei dominiert die Farbe Grün und Bilder der Spitzenkandidatin Renate Künast erscheinen sehr prominent zusammen mit einer gutgeordneten horizontalen Navigationsleiste. Soziale Medien werden ganz oben auf der Seite verlinkt und neben aktuellen Meldungen gelangt der User auch direkt auf die Seite des Mitmach-Tools „Aufgaben stellen“.

Fast immer lagen die Berliner Grünen in Sachen Nutzerfreundlichkeit und Design ganz vorne. Lediglich die Suche nach den Kandidaten des eigenen Wahlbezirks erwies sich als eher durchschnittlich und hätte eventuell noch etwas offensichtlicher gestaltet werden können. Nutzerführung und Barrierefreiheit waren wiederum gut und brachten den Grünen das beste Ergebnis aller Parteien in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit.

Auch auf meine Service-Anfragen erhielt ich zufriedenstellende Antworten. Während die Reaktion auf Twitter schnell erfolgte, musste ich mich auf eine Antwort per Mail leider etwas länger als bei den anderen Parteien gedulden; hierfür gab es ein paar Punkte Abzug.

Wie schon im Bereich Nutzerfreundlichkeit konnten die Grünen auch in punkto Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten das beste Ergebnis erzielen. Auf Facebook, Twitter und YouTube sowie in ihrem Wahlkampf-Blog ist die Partei sehr aktiv mit aktuellen und informativen Beiträgen und zeigt ihren Willen zur Bürgernähe. Letztere wird aber noch viel deutlicher durch das äußerst innovative „Aufgaben stellen“-Tool. Bürger erhalten die Möglichkeit, mittels einer Berliner Karte auf Probleme in ihren Bezirken hinzuweisen. Diese reichen vom renovierungsbedürftigen Spielplatz bis zu gefährlichen Straßenkreuzungen. Vorbildlich reagieren die Parteimitglieder und beantworten die Beiträge der Bürger. Damit schöpfen die Grünen am besten von allen Parteien die partizipativen Möglichkeiten des Internet aus und geben dem Bürger im Wahlkampf aktiv die Chance, zur Politik beizutragen.

Außerdem gab es Zusatzpunkte für die passende App für Handys, mit der man über die oben genannten Probleme sogar mobil und direkt vor Ort berichten kann. Des Weiteren kann man mit Hilfe seines Smartphones Hintergrundinformationen zu Wahlkampfplakaten erhalten. Dies zeigt den gelungenen Versuch, eine Brücke zwischen Online- und Offline-Wahlkampf zu schlagen. Weitere Zusatzpunkte gab es auch für interaktive Elemente im Design der Seite und den flickr-Account der Partei.

Das Fazit zur Seite der Grünen ist daher: In den Kategorien Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten sowie Nutzerfreundlichkeit erhalten die Grünen ein „Sehr gut“, für den Service ein „Gut“. Im Berliner Online-Wahlkampf gehen die Grünen mit auf den Nutzer abgestimmtem Design, gutem Service sowie innovativen und bürgernahen Partizipationsmöglichkeiten als klarer Testsieger hervor. Sie zeigen vorbildlich auf, wie sich die Politik das Internet zu Nutze machen kann.

Trotz all diesen sehr guten Leistungen muss angemerkt werden, dass die Grünen mit der Aktion „Da müssen wir ran“ ein großes Risiko eingehen, da sie bei den Bürgern den Eindruck vermitteln, sie würden zukünftig alle gemeldeten Probleme lösen können. Die Möglichkeit, Aufgaben zu stellen, weckt bei den Wählern auch hohe Erwartungen. Hier hätte man sich gewünscht, dass die Partei deutlicher kommunizieren würde, wie sich die Grünen nach der Wahl den unterschiedlichen Themen annehmen werden.

 


 

FDP

Wie gut schneidet die Berliner FDP in den Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten im Online-Wahlkampf 2011 ab?

Screenshot FDP

Screenshot der Seite www.die-neue-fdp.de

Die Berliner FDP, mit dem Spitzenkandidaten Christoph Meyer, erzielte im Online-Wahlkampf-Test den letzten Platz. Sie ist momentan eine der Oppositionsparteien zur rot-roten Regierung in der Hauptstadt. Auffällig im Test war, dass die FDP im Bereich Nutzerfreundlichkeit und Design einen der besten Webauftritte zeigte, während Angebote im Bereich Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten fast nicht vorhanden waren.

FDPAuf www.die-neue-fdp.de gelangt der Nutzer auf ein sehr klar strukturiertes Wahlkampfportal, das mit schlichtem Design und guter Übersicht überzeugen kann. Neben einer horizontalen Navigationsleiste und Verweisen auf Social Media-Angebote der Partei befindet sich dort ebenfalls eine Erklärung des Wahlkampf-Slogans „Die neue Wahlfreiheit“ und eine Liste aktueller Tweets. Das einzige Manko im Bereich der Nutzerführung ist jedoch, dass man den Link zur Landesverbandseite nur im Impressum finden konnte, während es von der Seite des Landesverbandes solch einen Link zu www.die-neue-fdp.de überhaupt nicht gibt. Dadurch ist es für den User erheblich schwieriger, an die gewünschten Informationen zu gelangen. Größere Abzüge in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design gab es nur im Bereich Barrierefreiheit. Wie bei allen anderen Parteien ist eine Navigation mit der Tabulatortaste möglich und die Seite ist für Menschen mit Farbsehschwächen gut lesbar. Neben diesen Standards bieten die Liberalen jedoch kein einziges weiteres Tool (z. B. Button zur Vergrößerung der Schrift) zur besseren Barrierefreiheit. Eine eher magere Ausbeute.

Auch der Service ließ zu wünschen übrig. Während ich schnell eine Antwort via E-Mail erhielt, erfolgte auch nach drei Werktagen keine Reaktion bei Twitter. Im Gegensatz dazu reagierten die meisten anderen Parteien innerhalb weniger Stunden oder sogar Minuten. Dafür gab es null Punkte für die Berliner Liberalen.

Von der guten Leistung im Bereich der Nutzerfreundlichkeit ist im Bereich Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten leider gar nichts mehr zu sehen. Während Facebook und Twitter noch gut gepflegt werden, gibt es auf dem YouTube-Kanal so gut wie keine Videos und ein aktueller Wahlkampf-Blog existiert überhaupt nicht. Möglichkeiten für Bürger, sich auf der Kommunal- oder Landesebene zu beteiligen, waren ebenfalls nicht zu finden. Lediglich eine Verlinkung zu einem Mitmach-Portal auf Bundesebene gab es. Dieses konnte jedoch nicht in die Wertung einfließen. Auch bei den Zusatzpunkten sah es schlecht für die Liberalen aus. Einen einzigen Punkt erhielten sie für das Einbinden interaktiver Elemente in das Design der Seite.

Das Fazit zur FDP-Seite ist daher: In der Kategorie Nutzerfreundlichkeit schnitt sie sehr gut ab, der Service war befriedigend, für den Bereich Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten erhält die FDP ein „Ungenügend“. Während die Liberalen großen Wert auf gut strukturiertes Design und Übersichtlichkeit setzen, schöpfen sie die Möglichkeiten, die das Internet im Hinblick auf Bürgerpartizipation bietet, nicht annähernd aus. Hier besteht bei der nächsten Wahl dringender Handlungsbedarf. Daher kommt die FDP auf den letzten Platz des Online-Wahlkampf-Tests.

 


 

Piratenpartei

Wie gut schneidet die Berliner Piratenpartei in den Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten im Online-Wahlkampf 2011 ab?

Screenshot Piraten

Screenshot der Seite www.berlin.piratenpartei.de

Die Berliner Piratenpartei, mit dem Spitzenkandidaten Andreas Baum, erreicht im Online-Wahlkampf-Test einen Platz im Mittelfeld. Während Design und Übersichtlichkeit der Seite sehr schlecht  wegkommen, können die Piraten dies durch guten Service sowie erstklassige Beteiligungsmöglichkeiten und Interaktivität wieder gutmachen.

PiratenAuf www.berlin.piratenpartei.de gelangt man auf ein äußerst unübersichtliches Wahlkampfportal. Auffällige Farben und ein unklares Layout machen es dem Nutzer schwer, sich auf den ersten Blick zurechtzufinden. Dies ist auch der Grund dafür, warum die Piraten im Bereich Nutzerfreundlichkeit und Design im Parteienvergleich mit Abstand am schlechtesten abschnitten. Lediglich das Wahlprogramm und die Veranstaltungsübersicht sind gut zu finden. Das Kurzwahlprogramm der Partei war von keinem der Tester zu finden. Dass dieses sich letztlich tief versteckt im Piratenwiki befindet, konnte nur durch eine separate Twitter-Anfrage herausgefunden werden.

Ein weiteres Problem tauchte bei der Frage nach dem Spitzenkandidaten auf. Die einzige Möglichkeit herauszufinden, um wen es sich handelt, war ein Blick auf den ersten Platz der Landesliste. Dieses Vorwissen kann aber nicht bei allen Bürgern vorausgesetzt werden.

Ein großes Problem gab es auch bei der Suche nach dem Kandidaten des jeweiligen Wahlbezirks. Durch unzählige verschiedene Links und unübersichtliches Design fand man zwar die Seite der Kandidaten, hatte aber trotzdem noch nicht ganz verstanden, wen man wählen kann. Zu willkürlich und wahllos ist das Layout der Seite, als dass der Nutzer wertvolle Informationen daraus ziehen könnte. Daher gab es auch bei der Nutzerführung so gut wie keine Punkte – vor allem deshalb, weil es noch nicht einmal ein Suchfeld gab, um dem Chaos der Seite zu entkommen.

Auch in der Kategorie Barrierefreiheit schließen die Piraten durchschnittlich ab. Wie bei allen anderen Parteien ist eine Navigation mit der Tabulatortaste möglich und die Seite ist für Menschen mit Farbsehschwächen gut lesbar. Einziges Extra, dass keine der anderen Parteien aufwies, war eine Audiodatei des Wahlprogramms. Ein sehr guter Ansatz, der hoffentlich im nächsten Wahlkampf auch von anderen Parteien übernommen wird.

Punkten konnten die Piraten dafür im Service. Schnell und informativ erhielt ich Antworten auf meine Fragen via E-Mail und Twitter. Dafür gab es die volle Punktzahl. Auch in der Kategorie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger ist die Piratenpartei ganz vorne dabei. Auf Facebook, Twitter und dem Blog „Kaperbrief“ ist die Partei sehr aktiv. Lediglich die Nutzung des YouTube-Kanals fällt etwas dürftig aus. Viele Punkte sammelten die Piraten auch bei den Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger. Die Piraten nutzen das Diskussionstool „Liquid Feedback“. Mitglieder können sich einloggen, politische Anträge zur Abstimmung stellen und Kommentare posten. Nicht-Mitglieder können sich als Gast einloggen, um so die parteiinternen Diskussionen zu verfolgen. Das schafft Transparenz und ist daher eine sehr gute Idee. Im Bereich Interaktivität stechen sie außerdem positiv mit ihrem Piratenwiki hervor, bei dem alle Bürger eingeladen sind, sich zu beteiligen. Neben den bereits erwähnten Kanälen sind die Piraten auch noch auf flickr, Myspace, Digg und identi.ca vertreten. Außerdem bieten sie Podcasts an und das Piratenwiki. Dafür gab es sieben Sonderpunkte.

Das Fazit zur Seite der Piratenpartei ist daher: In den Kategorien Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten sowie Service sind die Piraten sehr gut, die Nutzerfreundlichkeit ist allerdings ungenügend. Die Piraten haben die Möglichkeiten, die das Internet im Hinblick auf Bürgerpartizipation bietet, erkannt und erfolgreich für sich genutzt. Durch ein schlechtes Design und fehlende Nutzerfreundlichkeit reichte es jedoch nur für den zweiten Platz, dicht gefolgt von CDU, SPD und Linken.

 


 

Nutzerfreundlichkeit und Design

Wie gut finde ich das Wahlprogramm? Wie finde ich, für wen ich in meinem Wahlbezirk meine Stimme abgeben kann? Haben die Seiten einen Minimalstandard in Sachen Barrierefreiheit? Die Antworten zum Bereich Nutzerfreundlichkeit und Design im Berliner Online-Wahlkampf gibt es hier.

In dieser Kategorie wurden sieben verschiedene Punkte getestet. Die ersten fünf befassten sich damit, wie schnell und einfach Dinge auf den Wahlkampfseiten zu finden sind. Dabei wurden sowohl die Zahl an Klicks, die man braucht, sowie die Zeit, die benötigt wird, um etwas Bestimmtes zu finden, bewertet. Dieser Test wurde mit mehreren Personen durchgeführt.

Wahlprogramm

Die erste Frage lautete: Wie gut finde ich bis zum Wahlprogramm? Linke, Grüne, FDP und Piraten haben diese Aufgabe sehr gut gelöst. Mit ein oder zwei Klicks konnte man das Wahlprogramm durchschnittlich in einer Zeit von unter zehn Sekunden finden. Auch die CDU hat diesen Punkt auf ihrer Webseite ansprechend gelöst, man braucht allerdings ein wenig länger als bei den anderen Parteien. Die schlechteste Leistung erbrachte hierbei die Seite der SPD. Diese ist zwar an sich sehr übersichtlich, allerdings braucht sie vergleichsweise zu lange zum Laden.

Kurzwahlprogramm

Beim zweiten Punkt wurde untersucht, wie gut sich die Kurzversion des Wahlprogramms finden lässt. Die beste Lösung kam hierbei von der FDP. Auch die Kurzversionen von CDU und Grünen waren schnell zu finden, allerdings gibt es diese nicht als einzelnes Dokument. Bei der CDU liegt diese lediglich am Anfang des eigentlichen Wahlprogramms als Einleitung vor und die Grünen bieten eine dem Kurzwahlprogramm ähnliche Aufzählung der Ecksteine des Parteiprogramms unter dem Menüpunkt Themen. Sowohl bei der Linken als auch bei der SPD erwies sich die Suche schon als langwieriger. Bei den Linken lag dies vor allem am nicht ganz so übersichtlichen Layout der Seite, bei der SPD wiederum an der langen Ladezeit. Ein großes Problem tat sich bei der Seite der Piratenpartei auf. Nur mit Hilfe des Links zur Kurzversion, den ich auf Anfrage von der Partei erhielt, war es  möglich, besagten Punkt zu finden.

Spitzenkandidat

Zum Spitzenkandidaten findet man bei SPD, CDU, Grünen und FDP sehr schnell. Bei den Linken und der Piratenpartei erwies sich dies als schwierig. Die einzige Möglichkeit herauszufinden, um wen es sich dabei handelt, war der Blick auf den ersten Platz der Landesliste. Dieses Vorwissen kann aber nicht bei allen Bürgern vorausgesetzt werden.

Kandidaten

Die FDP macht es den Nutzern am einfachsten, den Kandidaten für ihren Wahlbezirk zu finden. Auch bei der CDU geht dies relativ schnell, bei den Linken und den Grünen dauert dies noch ein bisschen länger, bewegte sich aber noch in einem akzeptablen Zeitrahmen. Die SPD verliert hier wieder wertvolle Punkte, da die Seite zu langsam lädt. Seinen Kandidaten bei den Piraten zu finden, dauert nicht länger, allerdings sind die Kandidatenlisten sehr unübersichtlich, beispielsweise führen mehrere Links zu Seiten ohne Inhalt.

Veranstaltungskalender

Die Veranstaltungsübersichten waren bei allen Parteien schnell und einfach zu finden. Bei den Piraten dauerte es meistens ein wenig länger, da das Layout und Design der Seite die Suche für den Nutzer erschwerten.

Nutzerführung

Bei der Frage der Nutzerführung wurde bewertet: Wie einfach wird es dem Nutzer gemacht, zu jedem Zeitpunkt seines Seitenbesuchs zu wissen, in welchem Menüpunkt oder Teil der Seite er sich befindet? Und wie kann er wieder zum Startpunkt zurück gelangen?

Die Grünen haben diese Aufgabe am besten gelöst. Auch die FDP bietet eine gute Nutzerführung. Einziger Kritikpunkt war hier, dass es keinen Link von der Seite des FDP-Landesverbandes zur Wahlkampfseite gab. Und andersherum konnte man den Link zur Landesverbandseite nur im Impressum der Wahlkampfseite finden. Mittelmäßige Lösungen boten die Parteien CDU und SPD. Bei ersterer ist der Button, um zurück zur Startseite des Wahlkampfportals zu gelangen, zu weit unten und zu klein. Außerdem erscheint die Navigationsleiste der Landesverbandseite im Gegensatz zum restlichen Seitenlayout zu unübersichtlich. Auch bei der SPD ist der Button, um zum Ausgangspunkt der Seite zu kommen, zu klein. Zudem ist die Benennung einiger Felder auf der Startseite verwirrend. So führen zwei Punkte, die beide „Berlin verstehen“ heißen, zu zwei unterschiedlichen Seiten. Außerdem gibt es keinen direkten Link von der Seite des Landesverbandes zurück zum Startportal. Die Orientierung auf der Seite der Linkspartei ist nicht gut gelöst. Kommt man auf die Seite, wird man automatisch zum zweiten Unterpunkt des dritten Menüpunktes geleitet („Wahl 2011“). Dieser ist als Ausgangspunkt nur sehr schwer wiederzufinden. Als ungenügend ist die Nutzerführung auf der Seite der Piratenpartei zu betrachten. Das Layout ist unübersichtlich, Felder scheinen auf den ersten Blick recht willkürlich angeordnet zu sein und für den Nutzer gibt es nicht einmal ein Suchfeld, um der Unübersichtlichkeit entgehen zu können. Von einer Partei, die sich vor allem mit dem Netz beschäftigt, hätte man hier durchaus mehr erwarten können.

Barrierefreiheit

Der letzte Punkt in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design war das Thema Barrierefreiheit. An dieser Stelle sei betont, dass ich keinen vollständigen Test der Barrierefreiheit gemacht habe, sondern einzelne grundlegende Eckpfeiler heraussuchte. Keine der getesteten Seiten verdiente dabei das Prädikat „Sehr gut“. Die Grünen, die Linkspartei und die SPD bekamen aber im Vergleich immerhin die Note „Gut“. Alle drei Parteien bieten ein Wahlprogramm in leichter Sprache. SPD und Linke haben dies zudem noch in fünf bzw. sieben verschiedenen Sprachen. Die SPD kann zudem durch einen stellenweise eingebauten Button, mit dem man die Schriftgröße verändern kann, punkten. Darüber hinaus gibt es auf der Seite des Landesverbandes die Möglichkeit, sich Kurzinformationen in verschiedenen Sprachen herunterzuladen. Die Linken betreiben die Seite „Berlin Europäisch“, die es in zehn verschiedenen Sprachen gibt. Für Menschen mit einer Farbsehschwäche werden Links zusätzlich unterstrichen dargestellt. Letzteres machen auch die Grünen, zudem bieten sie als einzige Partei durchgängig alternative Texte für Bilder und Symbole für Blinde, die sich Seiten vorlesen lassen. Grüne und Linke erhielten aber auch leichte Abzüge, da sie bei ihren Kontaktformularen sogenannte Captchas benutzen. Diese können für einige Nutzer unüberwindbare Hürden darstellen. Die Piratenpartei konnte damit punkten, dass sie als einzige Partei eine Vertonung ihres gesamten Wahlprogramms (Audioversion) anbietet. CDU und FDP hingegen haben weniger großen Wert auf das Thema Barrierefreiheit gelegt. Lediglich ein Button für die Veränderung der Schriftgröße ist bei der CDU zu finden. Positiv bei allen Parteien ist zu erwähnen, dass auf allen getesteten Seiten eine Navigation mittels Tabulatortaste möglich war, die für Menschen mit motorischen Schwächen wichtig ist. Auch bei der Simulierung von Farbsehschwächen waren die Kontraste auf allen Seiten noch gut für den Nutzer erkennbar. So hielten sich alle Parteien daran, keine ablenkenden Muster hinter ihre Texte zu legen. Ein Punkt, den alle Parteien beim nächsten Mal in Betracht ziehen sollten, wären Lösungen in Gebärdensprache, da viele Stumme die deutsche Schriftsprache erst als zweite Sprache lernen.

Nutzerfreundlichkeit

In der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design gingen Grüne und FDP als Sieger hervor. Sie überzeugen mit klaren und übersichtlichen Strukturen, die es dem User ermöglichen, sich ohne Probleme auf der Seite zurechtzufinden. Im Mittelfeld befinden sich SPD, Linke und CDU mit immer noch recht guten Ergebnissen. Lediglich die Piratenpartei konnte in dieser Kategorie kaum Punkte erringen. Bei ihr gibt es einfach zu große Probleme in punkto Design und Layout. Dies hindert potentielle Wähler daran, einfach an Informationen zu gelangen.

 


 

Service

Wie schnell antworten die Parteien auf die Fragen der Bürger? Ich habe das Antwortverhalten der Parteien im Berliner Online-Wahlkampf 2011 via E-Mail und Twitter getestet.

In dieser Kategorie gibt es zwei Unterpunkte. Zum einen habe ich über einen privaten E-Mail-Account nach Auskunft zu Informationsveranstaltungen im Berliner Stadtteil Köpenick gefragt. Dieser wurde dabei vollkommen zufällig ausgewählt. Bei Twitter stellte ich meine Anfrage ebenfalls über einen privaten Account. Darin baten ich um einen Link zum Kurzwahlprogramm der Parteien.

E-Mail

Alle Anfragen per E-Mail wurden um 10 Uhr morgens an einem Werktag losgeschickt. Von SPD, CDU, FDP und der Piratenpartei erhielt ich innerhalb von 24 Stunden eine zufriedenstellende Antwort. Wir erachteten den Zeitraum eines Tages als angemessenen Maßstab, um die Note „Sehr gut“ zu vergeben. Die Grünen brauchten anderthalb Tage, was ihnen dementsprechend weniger Punkte einbrachte. Für die Linkspartei gab es keine Punkte, da es von dieser überhaupt keine Antwort gab.

Twitter

Die Anfragen per Twitter wurden zu unterschiedlichen Zeiten gestellt, damit die Parteien nicht sehen konnten, dass ich dieselbe Anfrage an alle stellte. Ich habe auch hier darauf geachtet, dass dies zu normalen Arbeitszeiten (zwischen 10 und 17 Uhr) an Werktagen geschieht. SPD, Linke, Grüne und Piraten antworteten zum Teil innerhalb weniger Minuten und erhielten dafür die volle Punktzahl. Bei der FDP wartete ich auch nach drei Tagen noch auf eine Antwort, was  im Vergleich mit den anderen Parteien ein sehr ernüchterndes Ergebnis war. Die CDU Berlin ist die einzige Partei, die keinen Twitter-Account hat. Auch nach einem zwitschernden Spitzenkandidaten der CDU suchte ich vergeblich. Dafür gab es null Punkte.

Service

In der Kategorie Service gewinnen SPD und Piratenpartei. Beide Parteien antworteten schnell und informativ auf meine Anfragen. Bei den Grünen dauerte eine der Antworten leider etwas zu lange. Die Linke und die FDP reagierten auf jeweils eine der Fragen nicht und die CDU verliert wertvolle Punkte durch das Fehlen eines als üblich zu betrachtenden Twitter-Accounts. Daher teilen sich diese drei Parteien den letzten Platz.

 


 

Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten

Wie nutzen die Parteien Soziale Medien? Wie kann ich mich als Bürger einbringen? Welche Partei hatte eine wirklich innovative Idee? Antworten zu der Frage, wie sich Bürger online in den Berliner Wahlkampf 2011 einbringen können, gibt es hier.

In der letzten Kategorie geht es unter anderem um die Social Media-Auftritte der Parteien, die Nutzung von Web 2.0-Elementen und darum, wie innovativ die Parteien im Online-Wahlkampf sind und wie sehr sie auf die Bürger eingehen.

Facebook

Zunächst habe ich mir die Facebook-Seiten der Landesverbände der Parteien angeschaut. Schnell wurde hier deutlich, dass eine gut gepflegte Fan-Seite im Berliner Wahlkampf zum Standard gehört. Aktuelle Neuigkeiten zur Partei, zu den Kandidaten und dem Wahlkampf werden gepostet. Wenn es zu wünschenswerten Diskussionen zwischen Nutzern oder zu Fragen einzelner User kommt, reagierten alle Parteien auf diese und versuchten sich produktiv einzubringen sowie zu antworten. Dafür erhielten alle Parteien die Note „Sehr gut“.

Twitter

Bis auf die CDU haben alle Parteien einen Twitter-Account. Auch der Spitzenkandidat der CDU zwitschert nicht. Dies lässt im direkten Vergleich mit der Konkurrenz sehr zu wünschen übrig, so dass hierfür kein Punkt vergeben werden konnte. Die genauen Zahlen sind auf dem Stand des 18.8.2011. Für die Bewertung war die Zahl der Tweets zunächst wichtiger als die der Follower. Vor allem ging es darum, erkenntlich zu machen, wie aktiv die Parteien auf diesem Kanal sind. Die Grünen liegen hier deutlich vorne und auch die Piratenpartei macht eine gute Figur. SPD und FDP befinden sich im Mittelfeld, während die Linkspartei deutlich zurückliegt.

YouTube

Ein weiterer üblicher Kanal für den Wahlkampf der Berliner Parteien ist YouTube. Die genauen Zahlen sind hier vom 16.8.2011. Die Zahl der Uploads wurde hierbei wichtiger als die der Abonnenten bewertet. Die SPD fuhr hier einen deutlichen Sieg ein. CDU und Grüne befinden sich im oberen Mittelfeld, während die Linke schon deutlich weniger aktiv ist. FDP und Piraten scheinen ihren YouTube-Kanal kaum zu nutzen, allerdings können letztere noch mehr Abonnenten mit ihren Videos erreichen.

Blog

Die Hälfte der getesteten Parteien hat auch einen eigenen Wahlkampf-Blog. Ganz vorne bei Aktualität und Themenbreite sind die Grünen, so dass sie hierfür die volle Punktzahl erhielten. Das Blog der Linkspartei ist zwar auch sehr aktuell, allerdings konzentrieren sich die Beiträge lediglich auf Berichte von Wahlkampfveranstaltungen. Bei der Piratenpartei ist dies genau andersherum. Die behandelten Themengebiete sind breit gefächert, allerdings werden leider nur in längeren Zeitabständen neue Beiträge gepostet. Für beide Parteien gab es dafür aber immerhin noch die Note „Gut“. Allerdings muss man einräumen, dass sich Kommentare von Lesern bei allen Wahlkampf-Blogs auf einem Minimum halten. Gelungene Kommunikation sieht anders aus. Mit ein bisschen Suchen stieß ich auch auf einen alten Blog der FDP. Dieser scheint aber nicht mehr in Betrieb zu sein. Daher erhält die FDP genauso wie SPD und CDU, die gar keinen Blog haben, keine Punkte.

Bürgerbeteiligung

Den Punkt der Bürgerbeteiligung erachteten wir als besonders wichtig. Ein innovativer und moderner Online-Wahlkampf muss den Nutzern Möglichkeiten geben, sich aktiv in das Geschehen einzubringen. Daher wird dieser Punkt doppelt gewichtet und die Parteien können bis zu 12 Punkte erhalten. Klarer Sieger sind die Grünen. Sie bieten den Bürgern die Möglichkeit, Aufgaben zu stellen. Das bedeutet: Wenn Bürger in Berlin auf ein Problem stoßen (z. B. in punkto Erneuerung von Spielplätzen oder der Schaffung von Radfahrwegen), können sie die Stelle auf einer interaktiven Karte von Berlin auf der Seite der Grünen markieren und ihr Anliegen darlegen. Fast immer erhalten die Bürger eine zeitnahe und ausführliche Antwort eines Kandidaten der Grünen. Dies ist neu und verdient daher die volle Punktzahl. Auch die Linke will die Bürger zur Diskussion anregen. So können User Fragen und Antworten an die Linkspartei auf deren Seite veröffentlichen. Dies erinnert stark an den Stil von abgeordnetenwatch.de, auf deren Seite Politiker Fragen von Bürgern beantworten. Auch die CDU verweist deutlich auf abgeordnetenwatch.de und zeigt damit, dass sie bereit ist, sich den Fragen der Bürger zu stellen. Zu erwähnen ist zudem, dass die CDU Bürgern die Möglichkeit gab, Vorschläge für das Wahlprogramm der Partei online einzureichen. Die Piratenpartei setzt auf Liquid-Feedback. Parteimitglieder können dabei aktiv in einem Forum diskutieren. Für Außenstehende besteht die Möglichkeit, sich als Gast einzuloggen und die Diskussionen mitzuverfolgen. Zudem haben sie ein eigenes Wiki, bei dem alle Bürger zur Beteiligung eingeladen sind. Die Tools von Linke, CDU und Piratenpartei schaffen Transparenz, Bürgernähe und fördern Initiativen des Austausches zwischen den Bürgern. Bei der SPD können Bürger sich auch einbringen, aber nur bei eher unwichtigen Dingen. So können Bürger selbst ein Plakat im Stil der SPD gestalten und in der Foto-Community Bilder von SPD-Veranstaltungen hochladen. Diese Optionen können aber nicht mit den partizipativen Möglichkeiten der anderen Parteien mithalten. Der klare Verlierer hier ist die FDP. Sie bietet dem Bürger keine nennenswerten Optionen sich aktiv einzubringen.

Zusatzpunkte

Nun komme ich zum letzten Punkt der Testreihe. Die Parteien hatten hier noch einmal die Möglichkeit, durch innovative und moderne Elemente, die in keiner der vorhergegangenen Kategorien bewertet wurden, bis zu zehn Zusatzpunkte zu sammeln. Am besten gelang dies der CDU. Neben den auf ihrer Website einbezogenen interaktiven Elementen veröffentlicht sie auch ein Online-Magazin namens „Berliner Rundschau“ und verbindet durch einen Scan-Code auf ihren Plakaten erfolgreich Offline- und Online-Wahlkampf. Auch die Piratenpartei konnte gut mithalten. Neben Podcasts ist diese auch noch neben den üblichen Sozialen Medien auf flickr, Myspace, Digg und identi.ca aktiv. Auch die Grünen benutzen interaktive Elemente und schaffen durch ihre App für Smartphones sowie ihre „sprechenden Plakate“ eine Brücke zwischen Offline- und Online-Kampagne. Außerdem sind die Grünen auch auf flickr vertreten. SPD und Linke konnten durch interaktive Elemente und umfangreich beantwortete Wahlprüfsteine jeweils drei Punkte erlangen, für die FDP reichte es nur zu einem Trostpunkt.

Beteiligungsmöglichkeiten

In der Kategorie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten gewinnen klar die Grünen. Sie haben die innovativsten Ideen und geben sich die größte Mühe, den Kontakt mit den Bürgern zu suchen. Auf einem guten zweiten Platz liegt die Piratenpartei, die ebenfalls interessante Ansätze gefunden hat. Im Mittelfeld befinden sich SPD, Linke und CDU. Alle Parteien zeigten im Vergleich sowohl Schwächen als auch Stärken in punkto Interaktivität. Abgeschlagen in diesem Feld ist nur die FDP. Potentiellen Wählern räumt der Online-Wahlkampf der Liberalen so gut wie keine Möglichkeiten ein, sich in Diskussionen einzubringen.

 


 

Auswahl- und Testkriterien

Anlässlich der bevorstehenden Wahlen habe ich für politik-digital.de die Webseiten von einigen Berliner Parteien getestet. Hier gibt es einen Überblick zur Vorgehensweise.

Dabei habe ich mich auf die im Moment im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien SPD, Die Linke, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP konzentriert. Zudem wurde die Piratenpartei in die Wertung einbezogen, da sie zum einen als netzaffine Partei gilt und das einen besonders modernen Online-Wahlkampf erhoffen lässt sowie zum anderen, da sie sich aufgrund der aktuellen Umfrageergebnisse berechtigte Hoffnungen machen kann, in das Abgeordnetenhaus einzuziehen. Getestet wurden die Seiten der Landesverbände, der Spitzenkandidaten und des Wahlkampfportals sowie die Social Media-Auftritte der Parteien. Dabei wurden 15 verschiedene Unterpunkte in den drei Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design, Service sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten geprüft. Für jeden Unterpunkt konnten maximal sechs Punkte (sehr gut) erzielt werden. Jedoch gibt es zwei Ausnahmen in der Bewertung: Der Unterpunkt 14 – „Können Bürger sich aktiv beteiligen?“ – wurde in dem Test zweifach gewertet, da er als besonders wichtig in einem innovativen und bürgernahen Online-Wahlkampf erachtet wurde. Der Unterpunkt 15 – „Zusatzpunkte“ – ermöglichte es allen Parteien durch kreative Einfälle, die in keiner der vorher untersuchten Kategorien erwähnt wurden, nochmals bis zu zehn zusätzliche Punkte zu sammeln. Insgesamt konnten so maximal 100 Punkte erreicht werden.

Dieser Beitrag wurde von mir auf politik-digital.de am 1.9.2011 unter einer Creative Commons – Lizenz erstveröffentlicht.

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