Sinn und Unsinn von (staatlicher) Entwicklungshilfe

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Inhaltsverzeichnis

1. Gute und schlech­te Ent­wick­lungs­hil­fe
2. Statt der Welt­bank eine Bank für die Armen
3. Ein gerech­te­rer Welt­han­del und die NGO Oxfam


1. Gute und schlech­te Ent­wick­lungs­hil­fe

Es ist kein Geheim­nis, dass oft das, was als Ent­wick­lungs­hil­fe bezeich­net wird, den Namen nicht ver­dient hat. Nimmt man nur ein­mal die von den reichs­ten Län­dern der Welt geleis­te­te staat­li­che Ent­wick­lungs­hil­fe genau­er unter die Lupe, so wird deut­lich, dass die­se oft kon­tra­pro­duk­tiv ist. Dafür gibt es vie­ler­lei Grün­de. So wer­den bei­spiels­wei­se mit den Gel­dern häu­fig gro­ße Infra­struk­tur­pro­jek­te (wenn ich rich­tig infor­miert bin, flie­ßen zur Zeit mehr als 2/3 der Gel­der in den öffent­li­chen Sek­tor von Ent­wick­lungs­län­dern) finan­ziert, die dann, so die Logik der Geber­län­der, dazu bei­tra­gen, arme Men­schen in Brot und Arbeit zu brin­gen.  Ein sehr nega­ti­ves Bei­spiel für fal­sche Ent­wick­lungs­po­li­tik in die­sem Zusam­men­hang sind die welt­weit geför­der­ten Stau­damm-Pro­jek­te. So wur­den bei­spiels­wei­se im Zuge der Errich­tung des Dreisch­luch­ten­stau­damms in Chi­na Mil­lio­nen Men­schen (dar­un­ter ein gro­ßer Anteil von Klein­bau­ern) zwangs­wei­se umge­sie­delt und erhiel­ten häu­fig nicht mal einen bzw. gar kei­nen adäqua­ten Ersatz für den Ver­lust von Haus und Land. Auch bezüg­lich Flo­ra und Fau­na kam und kommt es zu mas­si­ven irrever­si­blen öko­lo­gi­schen Schä­den. (mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Schluchten-Damm).

Sol­che Pro­jek­te mit Ent­wick­lungs­hil­fe zu för­dern, ist für mich grob fahr­läs­sig. Viel­mehr müss­te das Haupt­au­gen­merk dar­auf lie­gen, den hilfs­be­dürf­ti­gen Men­schen in dem jewei­li­gen Land zunächst ein­mal eine gute Bil­dung bzw. Aus­bil­dung zukom­men zu las­sen (wenn mög­lich, soll­ten bereits qua­li­fi­zier­te Men­schen aus den Ent­wick­lungs­län­dern selbst für das Rea­li­sie­ren die­ser Bil­dungs- und Aus­bil­dungs­ar­beit rekru­tiert und finan­zi­ell unter­stützt wer­den), die sie dann wie­der­um dazu qua­li­fi­ziert, einer Tätig­keit nach­zu­ge­hen. Dazu gehört eben­so, im Bedarfs­fall auch die not­wen­di­gen Arbeits- bzw. Pro­duk­ti­ons­mit­tel bereit­zu­stel­len oder zu finan­zie­ren (Bei­spiel: Medi­zi­ni­sches Gerät für den Arzt. Schul­ma­te­ri­al für den Leh­rer. Bau­ma­te­ri­al für die Arbei­ter, die Kran­ken­haus oder Schu­le auf­bau­en usw.). Zur Sel­ten­heit gehört es damit ver­bun­den auch nicht, dass die Geber­län­der ihre eige­nen Unter­neh­men bzw. einen nicht uner­heb­li­chen Teil eige­ner Arbeits­kräf­te in die Ent­wick­lungs­län­der schi­cken und damit ein nicht gerin­ger Teil der Ent­wick­lungs­hil­fe die eige­ne Wirt­schaft för­dert und etwai­ge Arbeits­kräf­te in den Ziel­län­dern leer aus­ge­hen.

Ein wei­te­rer Kri­tik­punkt ist, dass die Gel­der oft bei den „Fal­schen“ lan­den, also z. B. in den Taschen kor­rup­ter Regime oder Staats­be­diens­te­ter. Dies wird durch struk­tu­rel­le Schwä­chen der staat­li­chen Ent­wick­lungs­hil­fe begüns­tigt, die zur Fol­ge haben, dass die Armut nicht effek­tiv bekämpft wird. Dage­gen kann als eine kon­se­quen­te Ent­wick­lungs­hil­fe nur das bezeich­net wer­den, was den armen Men­schen ermög­licht, sich aus eige­ner Kraft aus der Armut zu befrei­en. Ein prak­ti­sches Bei­spiel für eine gelun­ge­ne Ent­wick­lungs­hil­fe stel­le ich nun fol­gend kurz vor.

2. Statt der Welt­bank eine Bank für die Armen

Dass die von den reichs­ten Län­dern der Erde domi­nier­te Welt­bank nicht gera­de taug­lich für eine nach­hal­ti­ge Armuts­be­kämp­fung ist, hat die Ver­gan­gen­heit bewie­sen. Und auch in der Gegen­wart macht sie kei­ne gute Figur – womit ich nicht mal die mich zum Kopf schüt­teln brin­gen­de Per­so­na­lie und Affä­re um den ehe­ma­li­gen Welt­bank-Chef Paul Wol­fo­witz mei­ne, son­dern die unge­recht und falsch gestal­te­te Struk­tur der Bank. Im Gegen­satz dazu hat eine ande­re Bank, näm­lich die soge­nann­te „Gra­me­en Bank“, in einem äußerst posi­ti­ven Sin­ne von sich Reden gemacht. Spä­tes­tens nach­dem ihr Grün­der, der aus Ban­gla­desh stam­men­de Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Muham­mad Yunus, im vor­letz­ten Jahr mit dem Frie­dens­no­bel­preis aus­ge­zeich­net wur­de. Die in den 80er Jah­ren von ihm gegrün­de­te „Gra­me­en-Bank“ ist eine Genos­sen­schafts­bank und ver­gibt höchst erfolg­reich schon seit mehr als 20 Jah­ren welt­weit soge­nann­te Mikro­kre­di­te an arme Men­schen.

In der Aus­ga­be 42/2006 der Ost-West-Wochen­zei­tung fand ich dazu einen sehr inter­es­san­ten Arti­kel von Micha­el R. Krät­ke, den ich nun fol­gend mit der aus­drück­li­chen Geneh­mi­gung der Redak­ti­on ver­öf­fent­li­che:


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Nobelpreis für die Dritte Welt

von Micha­el R. Krät­ke

DER BANKIER MOHAMMAD YUNUS

Eine Idee wird zur mate­ri­el­len Gewalt

Bereits 1976 hat er in Ban­gla­desh das Gra­me­en-Pro­jekt gestar­tet, aus dem 1983 die Gra­me­en-Bank wur­de — eine Genos­sen­schafts­bank, die zu 94 Pro­zent ihren Kun­den gehört und Mikro-Kre­di­te ver­gibt. Vor 30 Jah­ren hat Moham­mad Yunus, der Wirt­schafts­pro­fes­sor aus Chittagong, damit eine Bewe­gung aus­ge­löst, die im Kampf gegen die Armut erfolg­rei­cher sein soll­te als die Welt­bank und man­ches Insti­tut der offi­zi­el­len Ent­wick­lungs­hil­fe aus dem rei­chen Nor­den.

Ohne die Welt­bank

Nicht zufäl­lig haben die Ver­ein­ten Natio­nen 2005 zum Inter­na­tio­na­len Jahr der Klein­kre­di­te aus­ge­ru­fen. Um der Armut in der Drit­ten Welt wenigs­tens Gren­zen zu set­zen, wie es mit den Mill­en­ni­ums­zie­len ver­spro­chen wur­de, soll­ten erst­mals 100 Mil­lio­nen Men­schen mit Mikro-Kre­di­ten erreicht wer­den. Dar­um war Moham­mad Yunus als “Bot­schaf­ter der Klein­kre­di­te” wäh­rend des ver­gan­ge­nen Jah­res in so vie­len Län­dern unter­wegs, um für ein Modell zu wer­ben, das so unprä­ten­ti­ös wie unge­wöhn­lich ist. “Wir haben uns ange­se­hen” — pflegt Yunus stets zu sagen — “wie die ande­ren Ban­ken arbei­ten und dann das genaue Gegen­teil davon getan.”

Nach den Spiel­re­geln des tra­di­tio­nel­len Bank­ge­schäfts dürf­te es Mikro-Kre­di­te nicht geben, han­delt es sich doch um Kleinst­an­lei­hen für jene, die sie brau­chen, aber kei­ne Sicher­hei­ten bie­ten. In den rei­chen Indus­trie­län­dern gilt vor­zugs­wei­se der­je­ni­ge als kre­dit­wür­dig, der dank sei­nes Ein­kom­mens, Ver­mö­gens oder Kapi­tals den Kre­dit­ge­ber not­falls vor Scha­den bewah­ren kann. So gab und gibt es im Süden für die Armen tra­di­tio­nell nur die Pfand­lei­he oder den Wuche­rer. Kei­ne respek­ta­ble Bank lässt sich auf Kre­dit­ge­schäf­te mit ihnen ein — nicht ein­mal als Klein­spa­rer sind sie will­kom­men.

Kön­nen unter die­sen Umstän­den Ban­ken für die Armen über­haupt funk­tio­nie­ren? Erstaun­li­cher­wei­se ja. Die Gra­me­en-Bank hat nahe­zu sechs Mil­li­ar­den Dol­lar an Kleinst-Kre­di­ten an mehr als 6,6 Mil­lio­nen Men­schen ver­ge­ben und dabei kei­ne Ver­lus­te geschrie­ben. Die Zahl ihrer Mit­glie­der — Ein­le­ger, Spa­rer und Kre­dit­neh­mer — wächst bestän­dig. Sie hat sich als eine der weni­gen Mikro-Kre­dit­ban­ken in der Drit­ten Welt schon vor Jah­ren von exter­nen Geld­ge­bern unab­hän­gig gemacht — 1985 kün­dig­te sie ihre Koope­ra­ti­on mit der Welt­bank auf, der sie vor­warf, Geld zu ver­schwen­den und Kor­rup­ti­on zu dul­den.

Die über­gro­ße Mehr­heit — über 97 Pro­zent der Kleinst­schuld­ner — rekru­tiert sich aus Frau­en, deren Kre­dit­sum­men in der Regel win­zig sind: 30 bis 40 Dol­lar. Die Bank ver­langt kei­ne Sicher­hei­ten, aber sie ver­gibt ihre Dar­le­hen nicht an Ein­zel­ne, son­dern an Grup­pen von fünf oder sechs Per­so­nen, in Län­dern wie Indi­en oder Mexi­ko auch an mehr. Die Grup­pe ist für Gebrauch und Rück­zah­lung des Kre­dits gemein­sam ver­ant­wort­lich. Das war und ist gewagt, da Frau­en in isla­mi­schen Län­dern nicht als geschäfts­fä­hig, schon gar nicht als kre­dit­wür­dig gel­ten.

Aber die Mit­ar­bei­ter der Bank las­sen sich davon nicht beein­dru­cken — sie schwär­men aus, immer­fort auf der Suche nach kre­dit­wür­di­gen Pro­jek­ten. Wer das Geld der Gra­me­en-Bank nimmt, muss nicht nur stren­ge Rück­zah­lungs­mo­da­li­tä­ten akzep­tie­ren — die Rück­zah­lung in wöchent­li­chen Klein­stra­ten ist kei­ne Aus­nah­me -, son­dern hat zudem einen gan­zen Kata­log von Ver­hal­tens­re­geln zu befol­gen: Vom Gebot, Was­ser nur abge­kocht zu trin­ken, bis zur Ver­pflich­tung, das mit kre­dit­fi­nan­zier­ten Pro­jek­ten ver­dien­te Geld in die Aus­bil­dung der Kin­der zu ste­cken. Nur wer den Kre­dit recht­zei­tig zurück­zahlt, bleibt kre­dit­wür­dig und kann künf­tig mehr Geld lei­hen als beim ers­ten Mal.

Teil­wei­se miss­braucht

Trotz hoher Zin­sen — der effek­ti­ve Jah­res­zins liegt bei über 20 Pro­zent, in man­chen Mikro-Finanz­in­sti­tu­ten noch dar­über — bleibt die Zahl “fau­ler” Kre­di­te extrem nied­rig, die Rück­zah­lungs­quo­te liegt in der Regel bei weit über 90 Pro­zent (98,8 bei der Gra­me­en-Bank) — ein sehr viel höhe­rer Wert als bei den Groß­ban­ken in den begü­ter­ten Län­dern des Nor­dens. Die Höhe der Jah­res­zin­sen erscheint im Übri­gen weni­ger exor­bi­tant, hält man sich vor Augen, dass die Mikro­kre­di­te in Län­dern ver­ge­ben wer­den, in denen der Wucher — mit effek­ti­ven Zins­sät­zen von bis zu 1.000 Pro­zent — nach wie vor üppig blüht.

Dank ihres Erfolgs ist die Gra­me­en-Bank mitt­ler­wei­le imstan­de, ihrer wach­sen­den Kund­schaft wei­te­re Finanz­dienst­leis­tun­gen im Kleinst-For­mat anzu­bie­ten: Spar­pro­gram­me, Ren­ten- und Kran­ken­ver­si­che­run­gen, rück­zahl­ba­re Sti­pen­di­en. In Ban­gla­desh, Indi­en, Indo­ne­si­en und vie­len Län­dern Latein­ame­ri­kas ist das Sys­tem der Klein­kre­di­te höchst popu­lär, Mil­lio­nen machen davon Gebrauch, wenn sie auf mehr öko­no­mi­sche Selbst­stän­dig­keit hof­fen. Wo es der­ar­ti­ge Kre­di­te gibt, ver­schwin­det die Kin­der­ar­beit, und wer­den Mäd­chen spä­ter ver­hei­ra­tet. Das heißt, nach­weis­bar ist der klei­ne, loka­le Erfolg — kei­ne Redu­zie­rung der Armut im gro­ßen Stil. Im Moment wird das Yunus-Modell teil­wei­se lei­der dazu miss­braucht, eine “Pri­va­ti­sie­rung” der Ent­wick­lungs­hil­fe und einen Abbau öffent­li­cher Inves­ti­tio­nen in den Län­dern der Drit­ten Welt zu legi­ti­mie­ren. Doch Mikro-Finanz­in­sti­tu­tio­nen sind weder kri­sen- noch infla­ti­ons­si­cher. An den Struk­tu­ren einer Welt­öko­no­mie, mit der die Drit­te Welt vor­sätz­lich benach­tei­ligt wird, kön­nen sie nichts ändern.

Obwohl ein wach­sen­der Teil ihres Kapi­tals aus den Mini-Ein­la­gen von Mil­lio­nen Klein­spa­rern stammt, sind die Mikro-Ban­ken auch auf Kapi­tal aus der Ers­ten Welt ange­wie­sen. Das nöti­ge Geld stammt zu einem Teil aus Spen­den, die von inter­na­tio­na­len Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen wie Oppor­tu­ni­ty Inter­na­tio­nal ver­wal­tet wer­den, es stammt eben­so von der Welt­bank­toch­ter IFC, der Euro­päi­schen Bank für Wie­der­auf­bau und Ent­wick­lung oder der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) in Deutsch­land — es stammt nicht zuletzt von Pri­vat­an­le­gern, die in spe­zi­el­le Depots wie den Responsa­bi­li­ty Glo­bal Micro­fi­nan­ce Funds ein­zah­len. Die Refi­nan­zie­rung erfolgt in Dol­lar bezie­hungs­wei­se Euro, denn in die­sen Wäh­run­gen wer­den auch die Mikro-Kre­di­te ver­ge­ben. Das Infla­ti­ons- und Wäh­rungs­ri­si­ko liegt also wei­ter auf den Schul­tern der Armen.

Moham­mad Yunus´ Buch Gra­me­en — eine Bank für die Armen ist 1999 auf Deutsch erschie­nen.


Wenn das mal kein wich­ti­ger Bei­trag zur Armuts­be­kämp­fung ist.

3. Ein gerech­te­rer Welt­han­del und die NGO Oxfam

Unab­hän­gig von solch lobens­wer­ten und erfolg­rei­chen Pro­jek­ten wie die „Gra­me­en-Bank“ auf dem Gebiet der Ent­wick­lungs­hil­fe ist es natür­lich am wich­tigs­ten, für einen gerech­ten Welt­han­del zu sor­gen, um die Armut nach­hal­tig zu bekämp­fen. Eine inter­na­tio­na­le Ent­wick­lungs­or­ga­ni­sa­ti­on, die sich dafür sehr mas­siv enga­giert, ist Oxfam. Sie setzt sich in über 100 Län­dern mit­tels Kata­stro­phen­hil­fe, lang­fris­tig ange­leg­ten Pro­jek­ten für sozia­le und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung (Hil­fe zur Selbst­hil­fe!) und Kam­pa­gnen (wie z. B. für einen fai­ren Welt­han­del) für arme und benach­tei­lig­te Men­schen ein.

Ange­fan­gen hat­te alles mit der Grün­dung des “Oxford Comit­tee for Fami­ne Reli­ef” (Oxfor­der Komi­tee zur Lin­de­rung von Hun­gers­not) im Jah­re 1942 durch enga­gier­te Men­schen in Oxford (Eng­land). Dies war mit dem Ziel ver­bun­den, wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs das Lei­den der Bevöl­ke­rung im von den Nazis besetz­ten Grie­chen­land zu lin­dern, wobei nach Kriegs­en­de auch Lebens­mit­tel an die not­lei­den­den Men­schen in Deutsch­land gelie­fert wur­den.

Spä­ter änder­te die Orga­ni­sa­ti­on dann ihren Namen in Oxfam um und kon­zen­trier­te ihre Arbeit mehr und mehr auf die ärms­ten Län­der der Welt. Im Jah­re 1995 dann schlos­sen sich gleich­ge­sinn­te, in unter­schied­li­chen Län­dern akti­ve Ent­wick­lungs­or­ga­ni­sa­tio­nen zu Oxfam Inter­na­tio­nal zusam­men. Heut­zu­ta­ge för­dert Oxfam etwa 3000 Hilfs­pro­jek­te in über 100 Län­dern in part­ner­schaft­li­cher Orga­ni­sa­ti­on mit über 3000 loka­len Orga­ni­sa­tio­nen. Mit der Kom­bi­na­ti­on von Pro­jekt- und Kam­pa­gnen­ar­beit ver­folgt Oxfam die Absicht, sowohl über die struk­tu­rel­len Ursa­chen von Armut auf­zu­klä­ren als auch vor Ort Hil­fe zu leis­ten, um die welt­wei­te Armut erfolg­reich zu bekämp­fen. Ein Mar­ken­zei­chen von Oxfam ist das Kon­zept der Oxfam-Shops. Das sind Second­hand-Läden, die von gut aus­ge­bil­de­ten und ehren­amt­lich täti­gen Mit­ar­bei­tern geführt wer­den. An die­se Shops kann man Sachen wie Klei­dung, Acces­soires, Haus­halts­wa­ren, Bücher, CDs, Spiel­zeug oder Heim­tex­ti­li­en spen­den, aus deren Ertrag dann, gepaart mit den Geld­spen­den von För­de­rern der Ent­wick­lungs­or­ga­ni­sa­ti­on, die Arbeit von Oxfam finan­ziert wird.

Wich­ti­ge Kam­pa­gnen zur Ver­wirk­li­chung der Zie­le Oxfams sind:

Aus mei­ner eige­nen Erfah­rung mit Oxfam her­aus (ich bin För­de­rer der Orga­ni­sa­ti­on und war von 2004–2006 für die­se tätig) kann ich die Ent­wick­lungs­or­ga­ni­sa­ti­on nur wei­ter­emp­feh­len. Sie­he auch mein Foto­stre­cken-Arti­kel über die Orga­ni­sa­ti­on.