Faustus-Debatte in der SED-Kulturpolitik der 50er Jahre

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Inhaltsverzeichnis

1. Ein­füh­rung
2. Haupt­teil
__2.1 His­to­ri­scher Hin­ter­grund – Musik in der DDR
__2.2 Hanns Eis­lers „Johann Faus­tus“ und die Faus­tus-Debat­te
3. Fazit – Die kul­tur­po­li­ti­sche Kon­fron­ta­ti­on
4. Lite­ra­tur­ver­zeich­nis

1. Ein­füh­rung

Hübsch pro­vo­kant ist ja das Gan­ze […]“[1], ant­wor­te­te Tho­mas Mann im Novem­ber 1952 dem Kom­po­nis­ten Hanns Eis­ler auf sei­nen Text­ent­wurf des Libret­tos „Johann Faus­tus“. Die­se Bemer­kung scheint dabei reprä­sen­ta­tiv für die gesam­te musik­wis­sen­schaft­li­che und poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Werk Eis­lers in der Öffent­lich­keit der DDR. Wel­ches Aus­maß die­se unkon­ven­tio­nel­le Faust-Inter­pre­ta­ti­on auf die Kul­tur­po­li­tik der DDR wirk­lich haben soll­te und wel­che Reak­tio­nen durch die­sen Text aus­ge­löst wur­den, konn­te Tho­mas Mann den­noch nicht ein­mal ansatz­wei­se ermes­sen. Ein hal­bes Jahr nach der Ver­öf­fent­li­chung des „Johann Faus­tus“ von Hanns Eis­ler ent­brann­te 1953 am Bei­spiel die­ses Ent­wurfs eine der grund­le­gends­ten Dis­kus­sio­nen über die künst­le­ri­sche Ver­wen­dung und Ver­wer­tung des Werks Goe­thes. Die, unter dem Namen Faus­tus-Debat­te bekannt gewor­de­ne, Kon­fron­ta­ti­on spie­gelt die ele­men­ta­re Dis­kre­panz zwi­schen einer frei­en künst­le­ri­schen Inter­pre­ta­ti­on des klas­si­schen Erbes auf der einen Sei­te und der Vor­ga­ben der SED in der Klas­sik­re­zep­ti­on auf der ande­ren Sei­te wider. Der Unter­su­chungs­ge­gen­stand des vor­lie­gen­den Essays soll jedoch kei­ne inhalt­li­che Ana­ly­se der Oper Eis­lers dar­stel­len, son­dern eine nähe­re Betrach­tung des dazu­ge­hö­ri­gen öffent­li­chen Dis­kur­ses. Inwie­weit ver­folg­te die Faus­tus-Debat­te lite­ra­ri­sche oder poli­ti­sche Inten­tio­nen? Wel­che Bedeu­tung besaß die­se Aus­ein­an­der­set­zung im Rah­men der ange­streb­ten Kul­tur­po­li­tik der DDR und wel­che tat­säch­li­chen Absich­ten ver­folg­te Eis­ler mit sei­nem Libret­to? Ziel des Essays ist es, unter Berück­sich­ti­gung der viel­sei­ti­gen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, die Faus­tus-Debat­te aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven zu beleuch­ten und in die Poli­tik der SED der 50er Jah­re ein­zu­ord­nen.

2.1 His­to­ri­scher Hin­ter­grund – Musik in der DDR

In den Grün­dungs­jah­ren der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik kenn­zeich­ne­te die SED, neben der  Ori­en­tie­rung nach sowje­ti­schem Vor­bild, auch die „beson­de­re Pfle­ge des ’klas­si­schen’ Kul­tur­guts“[2] als einen wesent­li­chen Eck­pfei­ler ihrer Kul­tur­po­li­tik. Nach­dem die Geschichts­po­li­tik der DDR zunächst durch eine pes­si­mis­ti­sche Sicht auf die deut­sche Ver­gan­gen­heit gekenn­zeich­net war, wur­de die ver­folg­te „Mise­re-Theo­rie“ ab 1950 stück­wei­se zurück­ge­nom­men. Die „Las­ten des deut­schen Ver­sa­gens“[3] wogen zu schwer auf dem jun­gen Geschichts­be­wusst­sein der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik. Inner­halb der Umstruk­tu­rie­rung und Umge­stal­tung aller Lebens- und Arbeits­be­rei­che nach einer posi­ti­ven pro­gram­ma­ti­schen Linie der Ein­heits­par­tei, wur­den auf der Basis des sozia­lis­ti­schen Rea­lis­mus Dog­men in Kraft gesetzt, die einen Rück­griff auf die Klas­sik pos­tu­lier­ten. Auf wel­che Art und Wei­se die Aus­ein­an­der­set­zung mit den tra­di­tio­nel­len natio­na­len Errun­gen­schaf­ten gestal­tet wer­den soll­te, wur­de jedoch klar vor­ge­ge­ben. Aus der abso­lu­ten Mus­ter­gül­tig­keit der Vor­ga­ben und ihrer bedin­gungs­lo­sen Deu­tungs­va­ria­tio­nen resul­tier­te gera­de­zu eine Ent­po­li­ti­sie­rung und Instru­men­ta­li­sie­rung der Kunst für die poli­ti­schen Inten­tio­nen der SED in den ers­ten zwei Jahr­zehn­ten ihrer Exis­tenz. War­um aber wähl­te die DDR gera­de die deut­sche Klas­sik als einen ihrer zen­tra­len „Grün­dungs- und Ori­en­tie­rungs­my­then“[4]?

In ers­ter Linie hat­te die SED durch den Ver­weis auf die deut­sche His­to­rie und Tra­di­ti­on die unver­gleich­li­che Gele­gen­heit, sich aus der Ver­gan­gen­heit her­aus in der Gegen­wart zu legi­ti­mie­ren. Dadurch stieß sie nicht nur auf gro­ße Zustim­mung bei der Bevöl­ke­rung, die sich eher von natio­na­len als von sowje­ti­schen Vor­bil­dern ange­spro­chen fühl­te. Zudem konn­te sie, Bezug neh­mend auf die klas­si­schen deut­schen Idea­le, ihre eige­nen kul­tur­po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen ver­brei­ten. Die Ver­flech­tung der deut­schen Klas­sik mit der Pro­gram­ma­tik der DDR beinhal­te­te aber auch poli­ti­sche Bri­sanz. Der gemein­sa­me his­to­ri­sche Hin­ter­grund wur­de auch in der Kon­fron­ta­ti­on der Bun­des­re­pu­blik mit der DDR auf­ge­grif­fen. Im Kampf um die Recht­mä­ßig­keit des eige­nen deut­schen Staa­tes wur­de die „Geschich­te als Waf­fe“[5] ein­ge­setzt. Im Mit­tel­punkt des „Klas­sik­zen­tris­mus“[6] stan­den dabei die Wer­ke Johann Wolf­gang von Goe­thes und Fried­rich Schil­lers. Durch die auf­wen­di­gen Insze­nie­run­gen des Goe­the-Jah­res 1949 und des Schil­ler-Jah­res 1955 ver­such­te die SED einen natio­na­len Enthu­si­as­mus in der gesam­ten Bevöl­ke­rung aus­zu­lö­sen.

Die schein­bar gren­zen­lo­se, von der Par­tei­spit­ze ange­ord­ne­te, Begeis­te­rung gip­fel­te dar­in, dass Goe­the zum „Tauf­pa­ten der DDR[7] ernannt wur­de und der Aus­spruch „Schon Goe­the“[8] zu einem Schlacht­ruf in der Kul­tur­po­li­tik die­ser Zeit avan­cier­te. Schlüs­sel­be­grif­fe, wie Natio­na­li­tät, Sozia­lis­mus und Iden­ti­tät, wur­den ein­drucks­voll aus den berühm­ten Stü­cken des deut­schen Dich­ters her­aus­kris­tal­li­siert. Dabei wur­de die Figur des Dok­tor Faus­tus zu einem posi­ti­ven Hel­den sti­li­siert, der als Vor­den­ker und Visio­när einer sozia­lis­ti­schen Staats­form umge­deu­tet wur­de.

2.2 Hanns Eis­lers „Johann Faustus“und die Faus­tus-Debat­te

Hanns Eis­ler gilt als einer der bedeu­tends­ten Kom­po­nis­ten der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik. Er arbei­te­te an vie­len musi­ka­li­schen Kom­po­si­tio­nen, Büchern und Zeit­schrif­ten­ar­ti­keln, die sich über­wie­gend gro­ßer Beliebt­heit erfreu­ten. Außer­dem arran­gier­te Eis­ler die Musik für die Natio­nal­hym­ne des sozia­lis­ti­schen Staa­tes, für die er im Okto­ber 1950 den Natio­nal­preis I. Klas­se der DDR erhielt. Des­we­gen scheint es aus der heu­ti­gen Per­spek­ti­ve beson­ders inter­es­sant, dass Hanns Eis­ler mit dem Stück „Johann Faus­tus“ für eine Oper berühmt gewor­den ist, bei der die Musik­be­glei­tung nie von ihm kom­po­niert wur­de. Die­se „Oper ohne Musik“[9] wur­de 1952 publi­ziert und lös­te im dar­auf fol­gen­den Jahr eine gro­ße kul­tur­po­li­ti­sche Wel­le der Kri­tik im SED-Regime aus. Um die­se Reak­tio­nen beur­tei­len zu kön­nen, wird im Fol­gen­den kurz auf den Inhalt des Libret­tos ein­ge­gan­gen. Eis­ler pro­ji­ziert die Figur des Goethe’schen Faust in die Zeit nach dem Deut­schen Bau­ern­krieg, der 1524/25 immense Aus­wir­kun­gen auf Deutsch­land besaß.

Im 16. Jh. konn­ten und woll­ten die Bau­ern die Repres­sa­li­en der herr­schen­den Feu­dal­ge­sell­schaft nicht mehr län­ger hin­neh­men und for­der­ten ihre eige­nen Rech­te. Wei­ter­hin greift Hanns Eis­ler die Rol­le der bei­den Kon­tra­hen­ten Mar­tin Luther und Tho­mas Münt­zer für die dama­li­ge Zeit auf. Wäh­rend Münt­zer die Auf­stän­de der Bau­ern unter­stütz­te, war Luther ent­schie­den gegen die­se Art und Wei­se, sei­ner Unzu­frie­den­heit Aus­druck zu ver­lei­hen. Im ers­ten Akt des Stü­ckes schließt Faust, der aus einer Bau­ern­fa­mi­lie stammt, ein Abkom­men mit Mephis­to, um den uner­träg­li­chen Erin­ne­run­gen des Ver­ra­tes an sei­nen Mit­men­schen und sei­ner Untä­tig­keit in den Bau­ern­auf­stän­den ent­flie­hen zu kön­nen. Im Gegen­zug dazu erhält der Teu­fel Plu­to, als Auf­trag­ge­ber Mephis­tos, Fausts See­le. Bei­de rei­sen im zwei­ten Akt, gemein­sam mit Fausts lebens­lus­ti­gem Die­ner Hans­wurst, nach Atlan­ta in die USA.

Dok­tor Faus­tus muss jedoch mit sei­ner Gefolg­schaft erneut nach Wit­ten­berg flie­hen, nach­dem sei­ne Affä­re mit der Hof­da­me und sei­ne Ver­wick­lun­gen in den Deut­schen Bau­ern­krieg auf­ge­deckt wur­den. Im drit­ten und letz­ten Akt ver­fällt Faust zuneh­mend in Depres­sio­nen. Sei­ne stei­gen­de Aner­ken­nung in der Öffent­lich­keit diver­giert zu den eige­nen Emp­fin­dun­gen, Schuld­ge­füh­len und Leis­tun­gen. So bekommt er im Höhe­punkt der Oper Eis­lers für sei­ne „ideo­lo­gi­sche Hil­fe wäh­rend der Bau­ern­un­ter­drü­ckung“[10] eine wei­te­re Dok­tor­wür­de ver­lie­hen, obwohl die tat­säch­li­chen Taten des Faust im völ­li­gen Kon­trast dazu ste­hen. Die Gegen­sätz­lich­keit zwi­schen Luther und Münt­zer wäh­rend und unmit­tel­bar nach dem Deut­schen Bau­ern­krieg greift der Kom­po­nist in sei­ner lite­ra­ri­schen Gestal­tung auf, indem sich Faust, als beken­nen­der Anhän­ger Münt­zers, am Ende des Libret­tos Luther zuwen­det und ihn umarmt.

Im Zen­trum des Ent­wurfs Eis­lers steht jedoch nicht der Ver­rat des Dok­tor Faus­tus an sei­nem gesam­ten Umfeld, son­dern viel­mehr die nega­ti­ven Kon­se­quen­zen aus sei­nen Hand­lun­gen. Genau die­se pes­si­mis­ti­sche, zwie­späl­ti­ge und zwei­feln­de Dar­stel­lung des Prot­ago­nis­ten in dem Werk von Hanns Eis­ler ist der Aus­gangs­punkt für die Kri­ti­ken der SED-Kul­tur­po­li­ti­ker. Die inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung der geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen und poli­ti­schen Öffent­lich­keit der DDR mit dem Werk „Johann Faus­tus“ von Hanns Eis­ler basiert im Kern auf drei Dis­kus­si­ons­run­den, die von Mai bis Juni 1953 in der Aka­de­mie der Küns­te in Ber­lin ver­an­stal­tet wur­den. Wort­füh­rer der Faus­tus-Debat­te waren Alex­an­der Abusch und Wil­helm Gir­nus aus den Rei­hen der SED. Alex­an­der Abusch, der zur dama­li­gen Zeit Bun­des­se­kre­tär des Kul­tur­bun­des zur demo­kra­ti­schen Erneue­rung war, gilt als inof­fi­zi­el­les Mit­glied des Minis­te­ri­ums für Staats­si­cher­heit. Wil­helm Gir­nus ver­füg­te, als ein Mit­glied der Staat­li­chen Kom­mis­si­on für Kunst­an­ge­le­gen­hei­ten und als stell­ver­tre­ten­der Chef­re­dak­teur des Neu­en Deutsch­land, über einen gro­ßen Wir­kungs­be­reich in der pro­gram­ma­ti­schen Gestal­tung kul­tu­rel­ler Ange­le­gen­hei­ten der DDR-Regie­rung. Zu den wei­te­ren Teil­neh­mern der so genann­ten „Mitt­wochs­ge­sell­schaf­ten“ gehör­ten aber auch Autoren, Kom­po­nis­ten, Lite­ra­tur- und Thea­ter­wis­sen­schaft­ler, wie Ber­tolt Brecht, Arnold Zweig, Hele­ne Weigel, Wal­ter Fel­sen­stein und Johan­nes Becher.

Aus­gangs­punkt der ers­ten „Mitt­wochs­ge­sell­schaft“ am 13. Mai 1953 waren die Auf­sät­ze „Faust — Held oder Rene­gat in der deut­schen Natio­nal­li­te­ra­tur?“ von Alex­an­der Abusch und „Das »Faust«-Problem und die deut­sche Geschich­te“ vom Redak­ti­ons­kol­le­gi­um des Neu­en Deutsch­land. Ganz im Sin­ne des Klas­sik­my­thos und der Goe­the-Rezep­ti­on der DDR stellt Alex­an­der Abusch in der Dis­kus­si­on Faust als einen „gro­ßen posi­ti­ven Held des klas­si­schen deut­schen Natio­naldra­mas“[11] dar, der die „Tra­gö­die des inne­ren deut­schen Frei­heits­kamp­fes“[12] reprä­sen­tiert, sinn­ge­mäß zu den Anschau­un­gen von Fried­rich Engels und Karl Marx. Im glei­chen Atem­zug ver­weist Abusch auf die Arbeit von Eis­ler, der „bis­her noch nicht tief genug die Grund­fra­gen unse­res patrio­ti­schen Kamp­fes durch­dacht und des­halb auch noch nicht eine ech­te Bezie­hung zu dem gro­ßen Erbe unse­rer Natio­nal­li­te­ra­tur“[13] auf­ge­baut hat. Der Kri­ti­ker erkennt zwar die Ide­en Hanns Eis­lers an, erklärt aber, dass die nega­ti­ve Dar­stel­lung des Goethe’schen Faust, als eine zen­tra­le natio­na­le Hel­den­fi­gur der DDR, dem klas­si­schen Werk und der vor­ge­ge­be­nen Les­art nicht gerecht wer­den kann. Wil­helm Gir­nus beschreibt den „Johann Faus­tus“ von Eis­ler in strik­ter Abgren­zung zu sei­nen ande­ren Arbei­ten, die gro­ße Zustim­mung im SED-Regime erhiel­ten. Er schließt sei­ne Aus­füh­rung damit ab, dass die Figur des Faust in die­ser Inter­pre­ta­ti­on „pes­si­mis­tisch, volks­fremd, aus­weg­los, anti­na­tio­nal“[14] ist und somit abzu­leh­nen ist. Eine der weni­gen befür­wor­ten­den Stim­men in die­sem Dis­kurs war der Bei­trag „Dok­tor Faus­tus und der deut­sche Bau­ern­krieg“ von Ernst Fischer.

Die­se posi­ti­ve Rezen­si­on des Libret­tos wur­de bereits ein hal­bes Jahr vor der öffent­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung publi­ziert. Auf­grund von zum Teil pro­vo­ka­ti­ven For­mu­lie­run­gen, wie der Beschrei­bung des „deut­schen Huma­nis­ten als Rene­ga­ten“[15] oder der Faust-Figur als „Zen­tral­ge­stalt der deut­schen Mise­re“[16], bot der Arti­kel für die Kri­ti­ker die­ser Faust-Insze­nie­rung vie­le Angriffs­punk­te. Nicht nur, dass die Geg­ner des „Johann Faus­tus“ von Hanns Eis­ler in die­sem Text Bestä­ti­gung ihrer Vor­wür­fe fan­den, auch der Autor Ernst Fischer selbst rück­te in das Blick­feld der Dis­ku­tan­ten. Im Ver­lauf der nächs­ten bei­den „Mitt­wochs­ge­sell­schaf­ten“ wur­de Eis­ler die Gele­gen­heit dazu gege­ben, sich zu recht­fer­ti­gen. Des Wei­te­ren betei­lig­ten sich eini­ge För­de­rer des Libret­tos an der Debat­te, wie Ber­tolt Brecht und Arnold Zweig. Des­sen unge­ach­tet war der Anteil der kri­ti­schen Stim­men deut­lich grö­ßer, als der der Befür­wor­ter. Kurz vor der drit­ten und letz­ten Dis­kus­si­ons­run­de wur­den im Neu­en Deutsch­land zudem Leser­brie­fe abge­druckt, die Auf­se­hen erre­gend ihre Ableh­nung gegen­über dem Werk Eis­lers Aus­druck ver­lei­hen soll­ten. So illus­trie­ren „vier ’Werk­tä­ti­ge’[…] ihre ’Empö­rung’ gegen ’eine so fri­vo­le Ver­höh­nung des viel­leicht geni­als­ten und dem deut­schen Vol­ke teu­er gewor­de­nen Meis­ter­wer­kes“[17].

Nicht nur der Wahr­heits­ge­halt und die Urhe­ber der Zei­tungs­bei­trä­ge sind zu hin­ter­fra­gen, son­dern auch ihr Publi­ka­ti­ons­ort im Neu­en Deutsch­land. Schließ­lich ende­ten die drei „Mitt­wochs­ge­sell­schaf­ten“ mit dem Ver­bot der Oper „Johann Faus­tus“ und dem Rück­ruf der noch nicht ver­kauf­ten Exem­pla­re des Text­ent­wur­fes zur Ein­la­ge­rung in den Kom­mis­si­ons- und Groß­buch­han­del in Leip­zig. Nach dem Abschluss der Faus­tus-Debat­te zog sich Hanns Eis­ler nach Wien zurück. Ent­täuscht über die Ableh­nung sei­nes Wer­kes, been­de­te er die Arbeit an sei­ner Inter­pre­ta­ti­on des Faust, ohne die dazu­ge­hö­ri­ge Musik zu sei­ner Oper kom­po­niert zu haben. Schon im Okto­ber 1953 bat er die SED um Erlaub­nis, wie­der in die DDR zurück­zu­keh­ren. Die Zustim­mung von der Par­tei­füh­rung wur­de Eis­ler erst 1955, also rund zwei Jah­re spä­ter, erteilt. Das Libret­to „Johann Faus­tus“ wur­de nach eini­gen erfolg­lo­sen Ver­su­chen erst 1982 durch das Ber­li­ner Ensem­ble in der DDR urauf­ge­führt. Nach einer Ver­to­nung des Tex­tes durch Fried­rich Schen­ker konn­te das Stück Eis­lers erst 2004 in Kas­sel ver­wirk­licht wer­den, als Oper mit musi­ka­li­scher Beglei­tung.

3. Fazit – Die kul­tur­po­li­ti­sche Kon­fron­ta­ti­on

Bei der Ein­ord­nung der Faus­tus-Debat­te in die Kul­tur­po­li­tik der DDR wird schnell deut­lich, dass die nega­ti­ve Dar­stel­lung des Prot­ago­nis­ten nicht der dama­li­gen pro­gram­ma­ti­schen Klas­sik­re­zep­ti­on ent­sprach. Kaum hat­te Wal­ter Ulb­richt 1952 end­gül­tig die „Mise­re-Theo­rie“ revi­diert und an das natio­na­le Bewusst­sein der Bevöl­ke­rung appel­liert, publi­zier­te Hanns Eis­ler sei­nen „Johann Faus­tus“. Wäh­rend die DDR gera­de einen unver­gleich­li­chen „geschichts­po­li­ti­schen Schöp­fungs­akt“[18] von einer pes­si­mis­ti­schen und hoff­nungs­lo­sen zu einer vater­lands­lie­ben­den und opti­mis­ti­schen Kon­fron­ta­ti­on mit der Ver­gan­gen­heit voll­zog, illus­trier­te Eis­ler einen Faust, der das genaue Gegen­teil zu all die­sen Bestre­bun­gen dar­stell­te. Ver­deut­licht man sich die­sen Sinn­zu­sam­men­hang, muss­te das Libret­to des Kom­po­nis­ten unab­wend­bar auf gro­ßen Wider­spruch tref­fen.

Wel­che Bedeu­tung aber besaß die Faus­tus-Debat­te für die SED-Poli­tik? Zunächst wur­de an dem Werk Eis­lers ein Exem­pel sta­tu­iert. Sein „Johann Faus­tus“ ent­sprach nicht den Richt­li­ni­en und muss­te folg­lich geahn­det wer­den. Die Faus­tus-Debat­te kon­zen­trier­te sich jedoch nicht allein auf Hanns Eis­ler. Auch Befür­wor­ter die­ses Stü­ckes, wie Ernst Fischer und Ber­tolt Brecht, gerie­ten in die Kri­tik der Teil­neh­mer der „Mitt­wochs­ge­sell­schaf­ten“. Zudem fand nicht nur eine poli­ti­sche, son­dern auch eine detail­lier­te lite­ra­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Text­ent­wurf Hanns Eis­lers statt. Des Wei­te­ren dien­ten die Dis­kus­si­ons­run­den auch dazu, sich des poli­ti­schen Stand­or­tes des Autors zu ver­ge­wis­sern. Denn Hanns Eis­ler war kein Par­tei­mit­glied, hat­te meh­re­re Jah­re in den USA ver­bracht und besaß dadurch noch vie­le inter­na­tio­na­le Kon­tak­te. Außer­dem bil­de­ten eini­ge sei­ner Melo­di­en, die er zu Lied­tex­ten von Ernst Busch ver­fasst hat­te, die Grund­la­ge für Jazz-Stü­cke und fie­len somit in der DDR dem ‚For­ma­lis­mus­vor­wurf’ zum Opfer.

Über­dies war einer sei­ner größ­ten Sym­pa­thi­san­ten Ber­tolt Brecht, der mit sei­ner eige­nen Faus­t­in­ter­pre­ta­ti­on auch in die Kri­tik der DDR gera­ten war. Gemäß der Staats­po­li­tik der SED gehör­te Eis­ler zu einem Per­so­nen­kreis der kul­tu­rel­len Öffent­lich­keit, der zwangs­läu­fig unter enge­rer Beob­ach­tung stand. Beschäf­tigt man sich mit der Musik im SED-Regime von 1949 bis 1969 näher, kris­tal­li­sie­ren sich zwei Cha­rak­te­re der musi­ka­li­schen Ela­bo­ra­te her­aus: „DDR-Musik und Musik aus der DDR[19]. Auch wenn der Unter­schied zwi­schen bei­den Inten­tio­nen hauch­fein scheint, ist er für die Bewer­tung der Faus­tus-Debat­te von enor­mer Aus­sa­ge­kraft. Die Musi­ker in der DDR zer­teil­ten sich in zwei Lager. Auf der einen Sei­te stan­den die­je­ni­gen, die sich mit der vor­ge­ge­be­nen Klas­sik­re­zep­ti­on der Kul­tur­po­li­tik arran­gier­ten und teil­wei­se auch iden­ti­fi­zier­ten. Die­sen Künst­lern stan­den Musi­ker gegen­über, die sich inner­halb ihres Schöp­fungs­pro­zes­ses nicht von der SED-Pro­gram­ma­tik beein­flus­sen lie­ßen. Das Bemer­kens­wer­te an die­ser Dif­fe­ren­zie­rung ist, dass alle Künst­ler auf ihre Art und Wei­se ver­such­ten, mit­hil­fe ihrer Arbeit einen Bei­trag zum Auf­bau des sozia­lis­ti­schen deut­schen Staa­tes zu leis­ten. Somit sind die Musi­ker, die unge­ach­tet vor­ge­ge­be­ner Nor­men kom­po­nier­ten, nicht sofort als Geg­ner der DDR zu ver­ste­hen, son­dern ein­zig und allein als Kri­ti­ker ihrer „staat­li­chen Pseu­do­mu­sik­äs­the­tik“[20]. Zu die­sen Künst­lern zählt Hanns Eis­ler.

Als ein beken­nen­der Kom­mu­nist mit der Wahl­hei­mat DDR, ver­sucht er sei­ner künst­le­ri­schen Frei­heit und Krea­ti­vi­tät Aus­druck zu ver­lei­hen – ohne jedoch die vor­ge­ge­be­nen poli­ti­schen Para­dig­men zu berück­sich­ti­gen. Der Über­gang zwi­schen ein­fa­chem Expe­ri­men­tie­ren mit allen mög­li­chen Mit­teln und deren Ver­wirk­li­chung im lega­len Rah­men der SED-Bestim­mun­gen scheint flie­ßend zu sein. Auf der ande­ren Sei­te muss sich Eis­ler der Bedeu­tung sei­ner Publi­ka­ti­on bewusst gewe­sen sein, wenn er die Ent­wick­lung in der Kul­tur­po­li­tik der DDR ver­folgt hat­te. Als ein renom­mier­ter und gefei­er­ter Kom­po­nist konn­te er gro­ßen Ein­fluss auf die kul­tu­rel­le Gestal­tung des neu­en deut­schen Staa­tes aus­üben. Wel­che Absich­ten ver­folg­te er also mit sei­nem Opern­li­bret­to? Unter­stellt man der Kon­zep­ti­on des „Johann Faus­tus“ poli­ti­sche Moti­ve, so muss die inhalt­li­che Umset­zung des Goe­the-Klas­si­kers ein­deu­tig als Ver­stoß gegen die pro­pa­gier­te Klas­sik-Rezep­ti­on gewer­tet wer­den. Kon­tras­tiert man die­se Hypo­the­se mit der Arbeits­wei­se von frei­en Künst­lern, kann man schließ­lich kei­ne ein­deu­ti­ge Ant­wort auf die Fra­ge geben.

Nicht nur die Inten­tio­nen Hanns Eis­lers blei­ben undurch­sich­tig, son­dern auch die der Mit­strei­ter in der Faus­tus-Debat­te. Da die Kul­tur­po­li­tik in den ers­ten Jah­ren der SED-Herr­schaft zum Auf­ga­ben­be­reich der Par­tei­spit­ze gehör­te und noch nicht über das Minis­te­ri­um für Staats­si­cher­heit kon­trol­liert wur­de, sind auch die Absich­ten der Dis­ku­tan­ten essen­ti­ell für eine Beur­tei­lung des Ent­schei­dungs­pro­zes­ses. Wel­che Rol­le spiel­te eigent­lich Alex­an­der Abusch bei der Dis­kus­si­on? Als Urhe­ber der „Mise­re-Theo­rie“ hät­te er doch die­sen schwer­mü­ti­gen Zugang zum Goethe’schen Faust als einen letz­ten Ver­such der Umset­zung sei­ner Theo­rie unter­stüt­zen kön­nen. Doch Abusch, der genau in die­sem Zeit­raum unter nähe­rer Beob­ach­tung der SED stand, ver­such­te höchst­wahr­schein­lich in der Faus­tus-Debat­te sei­ne Par­tei­treue zu demons­trie­ren. Kös­ter illus­triert, dass Abusch vor­mit­tags über die rich­ti­ge Faust-Inter­pre­ta­ti­on dis­ku­tier­te und sich nach­mit­tags in gehei­men Befra­gun­gen behaup­ten muss­te. Für Wil­helm Gir­nus hin­ge­gen scheint die Debat­te eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit. Für ihn war Goe­the die Ver­kör­pe­rung alles Posi­ti­ven und der Hoff­nung, die ihm angeb­lich dabei gehol­fen hat, die Zeit im KZ Sach­sen­hau­sen zu über­ste­hen. Ins­ge­samt ist die Faus­tus-Debat­te als Aus­druck einer lite­ra­ri­schen und kul­tur­po­li­ti­schen Kon­fron­ta­ti­on mit dem Klas­si­ker J. W. von Goe­thes zu wer­ten.

Die Kul­tur­po­li­ti­ker, wel­che indi­vi­du­el­len Beweg­grün­de sie auch dazu bewo­gen haben mögen, muss­ten bezüg­lich der Zuwi­der­hand­lung der musi­ka­li­schen Dok­trin der SED-Regie­rung reagie­ren bzw. Stel­lung bezie­hen. Inso­fern stel­len die „Mitt­wochs­ge­sell­schaf­ten“ und das Ver­bot der Oper eine unver­kenn­ba­re und ein­schnei­den­de poli­ti­sche Ein­fluss­nah­me auf das Libret­to „Johann Faus­tus“ dar. Letzt­end­lich sind die sys­tem­kri­ti­schen Bei­trä­ge von Hanns Eis­ler und Ber­tolt Brecht in den 50er Jah­ren Ein­zel­fäl­le und schei­nen somit kei­nen gro­ßen Ein­fluss auf die kul­tu­rel­le Ent­wick­lung der DDR, abseits poli­ti­scher Pro­gram­ma­tik, gehabt zu haben.

4. Quel­len- und Lite­ra­tur­ver­zeich­nis

Abusch, Alex­an­der: Faust — Held oder Rene­gat in der deut­schen Natio­nal­li­te­ra­tur?, in: Die Debat­te um Hanns Eis­lers “Johann Faus­tus“. Eine Doku­men­ta­ti­on, hrsg. v. Hans Bunge/ Brecht-Zen­trum Ber­lin, Ber­lin 1991, S. 47–61.

Betz, Albrecht: Hanns Eis­ler. Musik einer Zeit, die sich eben bil­det, hrsg. v. Heinz Lud­wig Arnold, Mün­chen 1976.

Diet­rich, Gerd: „Die Goe­the­päch­ter“. Klas­sik­my­thos in der Poli­tik der SED, in: Wei­ma­rer Klas­sik in der Ära Ulb­richt, hrsg. v. Lothar Ehrlich/ Gun­ther Mai, Köln/ Weimar/ Wien 2000, S. 151–174.

Eis­ler, Hanns; Mann, Tho­mas: Brief­wech­sel über „Faus­tus“, in: Sinn und Form. Bei­trä­ge zur Lite­ra­tur – Son­der­heft Hanns Eis­ler, hrsg. v. d. Deut­schen Aka­de­mie der Küns­te, Ber­lin 1964, S. 246–247.

Fischer, Ernst: Dok­tor Faus­tus und der deut­sche Bau­ern­krieg. Aus­zü­ge aus dem Essay zu Hanns Eis­lers Faust-Dich­tung, in: Die Debat­te um Hanns Eis­lers “Johann Faus­tus“. Eine Doku­men­ta­ti­on, hrsg. v. Hans Bunge/ Brecht-Zen­trum Ber­lin, Ber­lin 1991, S. 21–36.

Kös­ter, Maren: Nega­ti­ve und posi­ti­ve Hel­den? Pro­ble­me der Rezep­ti­on der Faus­tus-Debat­te, in: Hanns Eis­lers »Johann Faus­tus«. 50 Jah­re nach Erschei­nen des Opern­tex­tes 1952. Sym­po­si­um, hrsg. v. Peter Schwein­hardt, Wies­ba­den 2005, S. 95–108.

Neu­es Deutsch­land, Redak­ti­ons­kol­le­gi­um: Das »Faust«-Problem und die deut­sche Geschich­te, in: Die Debat­te um Hanns Eis­lers “Johann Faus­tus“. Eine Doku­men­ta­ti­on, hrsg. v. Hans Bunge/ Brecht-Zen­trum Ber­lin, Ber­lin 1991, S.91–101.

Sche­be­ra, Jür­gen: Nach­be­mer­kung. Oper ohne Musik, in: Johann Faus­tus, Hanns Eis­ler, Leip­zig 1996.

Tischer, Mat­thi­as: Musik aus einem ver­schwun­de­nen Staat, in: Musik in der DDR. Bei­trä­ge zu den Musik­ver­hält­nis­sen eines ver­schwun­de­nen Staa­tes, hrsg. v. Mat­thi­as Tischer, Ber­lin 2005, S. 1–11.

Wiß­mann, Frie­de­ri­ke: Klas­sik als Auf­trag und Selbst­ent­wurf – Faust-Ver­to­nun­gen in der DDR, in: Musik in der DDR. Bei­trä­ge zu den Musik­ver­hält­nis­sen eines ver­schwun­de­nen Staa­tes, hrsg. v. Mat­thi­as Tischer, Ber­lin 2005, S. 152–165.

Wol­frum, Edgar: Geschich­te als Waf­fe. Vom Kai­ser­reich bis zur Wie­der­ver­ei­ni­gung, Göt­tin­gen 2001.

Fuß­no­ten:

[1] Mann, Tho­mas: Brief­wech­sel über „Faus­tus“, in: Sinn und Form. Bei­trä­ge zur Lite­ra­tur – Son­der­heft Hanns Eis­ler, hrsg. v. d. Deut­schen Aka­de­mie der Küns­te, Ber­lin 1964, S. 247.

[2] Wiß­mann, Frie­de­ri­ke: Klas­sik als Auf­trag und Selbst­ent­wurf – Faust-Ver­to­nun­gen in der DDR, in: Musik in der DDR. Bei­trä­ge zu den Musik­ver­hält­nis­sen eines ver­schwun­de­nen Staa­tes, hrsg. v. Mat­thi­as Tischer, Ber­lin 2005, S. 152 – 165, hier S. 152.

[3] Wol­frum, Edgar: Geschich­te als Waf­fe. Vom Kai­ser­reich bis zur Wie­der­ver­ei­ni­gung, Göt­tin­gen 2001, S. 67.

[4] Diet­rich, Gerd: „Die Goe­the­päch­ter“. Klas­sik­my­thos in der Poli­tik der SED, in: Wei­ma­rer Klas­sik in der Ära Ulb­richt, hrsg. v. Lothar Ehrlich/ Gun­ther Mai, Köln/ Weimar/ Wien 2000, S. 151 – 174, hier S. 151.

[5] Wol­frum, Geschich­te als Waf­fe, S. 71.

[6] Wiß­mann, Klas­sik als Auf­trag und Selbst­ent­wurf, S. 160.

[7] Diet­rich, Gerd, „Die Goe­the­päch­ter“, S. 160.

[8] Wiß­mann, Klas­sik als Auf­trag und Selbst­ent­wurf, S. 153.

[9] Betz, Albrecht: Hanns Eis­ler. Musik einer Zeit, die sich eben bil­det, hrsg. v. Heinz Lud­wig Arnold, Mün­chen 1976, S. 191.

[10] Betz, Hanns Eis­ler, S. 195.

[11] Abusch, Alex­an­der: Faust — Held oder Rene­gat in der deut­schen Natio­nal­li­te­ra­tur?, in: Die Debat­te um Hanns Eis­lers “Johann Faus­tus“. Eine Doku­men­ta­ti­on, hrsg. v. Hans Bunge/ Brecht-Zen­trum Ber­lin, Ber­lin 1991, S. 47–61, hier S. 53.

[12] Abusch, Faust — Held oder Rene­gat, S. 52.

[13] Abusch, Faust — Held oder Rene­gat, S. 60.

[14] Neu­es Deutsch­land, Redak­ti­ons­kol­le­gi­um: Das »Faust«-Problem und die deut­sche Geschich­te, in: Die Debat­te um Hanns Eis­lers “Johann Faus­tus“. Eine Doku­men­ta­ti­on, hrsg. v. Hans Bunge/ Brecht-Zen­trum Ber­lin, Ber­lin 1991, S.91–101, hier S. 101.

[15] Fischer, Ernst: Dok­tor Faus­tus und der deut­sche Bau­ern­krieg. Aus­zü­ge aus dem Essay zu Hanns Eis­lers Faust-Dich­tung, in: Die Debat­te um Hanns Eis­lers “Johann Faus­tus“. Eine Doku­men­ta­ti­on, hrsg. v. Hans Bunge/ Brecht-Zen­trum Ber­lin, Ber­lin 1991, S. 21 – 36, hier S. 27.

[16] Fischer, Dok­tor Faus­tus, S. 27.

[17] Zit. nach: Sche­be­ra, Jür­gen: Nach­be­mer­kung. Oper ohne Musik, in: Johann Faus­tus, Hanns Eis­ler, Leip­zig 1996, S. 162.

[18] Wol­frum, Geschich­te als Waf­fe, S. 69.

[19] Tischer, Mat­thi­as: Musik aus einem ver­schwun­de­nen Staat, in: Musik in der DDR. Bei­trä­ge zu den Musik­ver­hält­nis­sen eines ver­schwun­de­nen Staa­tes, hrsg. v. Mat­thi­as Tischer, Ber­lin 2005, S. 1–11, hier S. 7.

[20] Tischer, Musik aus einem ver­schwun­de­nen Staat, S. 8.