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Das Verhältnis von Theorie und Praxis des methodischen Dreischrittes

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In meinem folgenden Aufsatz geht es um die philosophische Konzeption von Charles Sanders Peirce bezüglich Deduktion, Abduktion und Induktion. Wenn man so will, eine grundlegende Schrift zur Wissenschafts- und Erkenntnistheorie. Im Aufsatz bin ich sehr textnah vorgegangen und konnte so die ein oder andere Entdeckung machen. Der Aufsatz wurde von Helmut Pape mit einer 1,0 bewertet. Die Idee für diesen Aufsatz habe ich zusammen mit Prof. Dr. John Michael Krois, international renommierter Cassirer-Experte, entwickelt, der während der Entstehung dieses Aufsatzes verstarb. Die Thematik behandelt ein Feld, das sich in der US-amerikanischen Philosophie gegenwärtig großer Beliebtheit erfreut.

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The Treaty of Trianon

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Introduction

This Essay deals with the following questions: What was the treaty of Trianon and what were the treaty’s demands from Hungary? More over the essay describes the negotiations and the circumstances influencing the negotiations as well as the political objectives of the different countries. In the last sections I will show the consequences of the treaty for Hungary. There I will deal with the question of revisionism in Hungary during the interwar period. In this essay I’m going to show that there was a compromise between the important Entente countries. The Entente countries compromised to break down Austria-Hungary. But this decision depended on special circumstances and the Entente countries’ aims. But the aims of the winning powers could not be reached by the treaty of Trianon.

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Die Fliegen Sartres und ihre Kritik an der Stalinisierung der SBZ

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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort
2. Hauptteil
__2.1 Die Fabel der Fliegen und der Existentialismus Sartres
__2.2 Die Fliegen und die stalinistische Herrschaftspraxis
__2.3 Sartre als Ansatzpunkt für einen Widerstand gegen die Stalinisierung?
3. Schlussbemerkung
4. Quellen- und Literaturverzeichnis

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1. Vorwort

Deutschlands Kultur war nach dem zweiten Weltkrieg – wie die Infrastruktur und Millionen Wohnungen – zerstört und lag am Boden. In den 12 Jahren von 1933-45 wurden große Teile der Kultur für nationalsozialistische Propaganda missbraucht. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau der Kultur. Dabei orientierte man sich an der Tradition der Klassiker. Weniger bot die Kunst der Weimarer Republik einen Ansatzpunkt für einen kulturellen Neubeginn. Im besonderen Maße wurde aber auch internationale Kultur nach Deutschland importiert. Es schien so, als wolle Deutschland das nachholen, was es in den 12 Jahren der Isolation verpasst hatte.[1] In den großen Städten, wie in Berlin, kam es zu einem bunten Treiben. Neben den Vorstellungen der nicht zerbombten Theater gab es auch eine breite Kleinkunstbewegung und beswingte Kellerräume, in denen amerikanische Musik gespielt wurde. In dieser Zeit wurde die Kulturpolitik eher liberal gehandhabt.

Diese liberale Kulturpolitik und der kulturelle Neuanfang führten auch dazu, dass Sartres Werke im Nachkriegsdeutschland stark rezipiert wurden. Besonders in den westlichen Besatzungszonen wurden Sartres Tragödien inszeniert. So fanden in den Jahren 1946-49 mehr als 20 Aufführungen statt. Es gab zwei sehr umstrittene Sartre-Aufführungen im besetzten Deutschland. So fand die Deutschland-Premiere der 1943 in Paris uraufgeführten Fliegen in einem Düsseldorfer Theater statt. Diese von Gründgens inszenierte Premiere wurde sehr polemisch in der SBZ-nahen Theaterzeitschrift Theater der Zeit diskutiert (1947). Die zweite Inszenierung erfolge am 7. Januar 1948 im Berliner Hebbeltheater, welches in der amerikanischen Besatzungszone lag.

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Politische Sprache und ihre heimliche Macht

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Im Jahre 2007 veröffentlichten George Lakoff (siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/George_Lakoff) – der mit Mark Johnson Mitte der 1980er Jahre an der Universität Berkeley die Bildschematheorie entwickelte und die mit dieser Theorie zu den Gründungsvätern der kognitiven Linguistik gehören – und Elisabeth Wehling ein Buch mit dem Titel „Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht“. Beide beschreiben darin, dass die metaphorische Übertragung für das Verständnis poltischer Botschaften wichtig ist. So würden wir durch unsere frühen Erfahrungen innerhalb der Familie die jeweiligen politischen Grundsätze verstehen. Unsere frühen Erfahrungen mit dem Vater können demnach unsere poltischen Vorstellungen prägen.

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Adam Smiths Moralphilosophie und der Utilitarismus

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Hauptteil
__2.1 Klassischer Utilitarismus
__2.2 Die Kompatibilität zwischen dem Utilitarismus
….._….und Smiths Moralphilosophie
__2.3 Humes und Smiths Gerechtigkeitsbegründungen
……._im Widerstreit
__2.4 Die Bewirkung des größten Glücks der größten Zahl
…….-…durch die natürlichen Gefühle
3. Ergebnisse
4. Quellen- und Literaturverzeichnis

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1. Einleitung

Schon die ältere Forschung beschäftigte sich mit Adam Smiths Bedeutung für den  Utilitarismus [Definition: Utilitarismus (engl. utilitarianism, von lat. utilitas, Nutzen) nennt man die ethische Position, die eine Handlung danach bewertet, ob sie im Vergleich mit anderen Handlungsalternativen die größte Anzahl positiver, nicht-moralischer Werte, z. B. Glück, Reichtum, Gesundheit, Schönheit, Einsicht usw., hervorbringt. Der Utilitarismus wird der konsequentialistischen Ethik und dem Eudämonismus zugerechnet und ist eine altruistische Ethik. (Quelle: http://www.phillex.de/utilitar.htm)]. So gab es eine Tradition, die  Adam Smith als Anhänger des Utilitarismus sah, weil er eine besondere Nähe zu den englischen Empiristen Hume und Hutcheson hatte, die als Vordenker des klassischen Utilitarismus gelten. Andere Forscher leiteten Smith Utilitarismus aus einer Vorläuferfunktion ab: Smith soll einige wichtige Positionen der  klassischen Utilitaristen Bentham, Mill und Sidgwick begründet haben. Smiths Ruhm als Utilitarist war durch sein Spätwerk „der Wohlstand der Nationen“ bedingt. Denn dieses Werk begründet, wie eine Nation zu Reichtum gelangt. Es zeigt auf, welche Maßnahmen, wie zum Beispiel die Arbeitsteilung, in Hinsicht auf eine prosperierende Wirtschaft nützlich sind. Eben aus diesem Nützlichkeitsdenken folgerten die Forscher, dass Smith utilitaristisch geprägt sei. Neben dieser Forschung, die Smith als Utilitaristen sieht, entwickelte sich ein weiterer Forschungszweig, der sich besonders mit seiner „Theorie der ethischen Gefühle“ (TMS) beschäftigte. Dieser Forschungszweig kam zu ganz anderen Ergebnissen. Für diese Forscher – zu denen auch Walter Eckstein gehörte – war Adam Smith kein eingefleischter Utilitarist. In der Einleitung seiner 1925 veröffentlichten Übersetzung der TMS bemerkte er, dass sich Smith gegen einen zu weit ausufernden Utilitarismus wandte.[1] Der folgende Beitrag beschäftigt sich ebenfalls nur mit der TMS, um eine These zu erarbeiten, die sich an Ecksteins Position anlehnt und wird zeigen, dass Smith innerhalb seiner TMS keinen normativen Utilitarismus vertreten hat. An einigen Stellen seiner Arbeit werden verschiedene Prinzipien des Utilitarismus benutzt, um seine Argumentation verständlich zu machen. Trotzdem kann daraus nicht gefolgert werden, dass Smith einen normativen Utilitarismus vertrat. Der Utilitarismus ist eben nicht die wesentliche Handlungsnorm innerhalb der TMS.

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