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Saudi-Arabien und der Islamische Staat

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Deutschland beteiligt sich am Syrienkrieg. Damit befinden wir uns plötzlich an der Seite von Saudi-Arabien, in einem Krieg, der kaum zu gewinnen ist. Dabei ist gerade Saudi-Arabien in nicht unerheblichem Maße für die Radikalisierung weiter Teile der muslimischen Welt verantwortlich.

Noch nie hat es einen zweifelhafteren Einsatz der Bundeswehr gegeben. Der Gegner IS scheint noch leidlich klar, doch wer sind unsere Verbündeten. Die US-Amerikaner, die mit ihrem Irakkrieg die ganze Region destabilisiert haben? Die Türkei, die im IS eine geeignete Waffe gegen die syrischen Kurden sieht? Die Russen, die bei ihrem Kampf gegen den IS so ziemlich alles bekämpfen außer den IS? Oder am Ende gar Assad, der mit seinem Staatsterrorismus den IS in Syrien stark gemacht hat.

Doch hier wollen wir uns vor allem mit der problematischen Rolle Saudi-Arabiens auseinandersetzen, denn hier liegt ein Schlüssel zur Zukunft der muslimischen Welt. In Syrien liefert sich das sunnitische Saudi-Arabien einen blutigen Stellvertreterkrieg mit dem schiitischen Iran. Islamistische Gruppierungen werden massiv mit Geld und Waffen unterstützt. Um die Wirtschaftsgrundlage ihrer Gegner Iran und Russland zu schwächen, fluteten sie die Märkte mit billigem Öl. Saudi-Arabien ist aber auch aus anderen Gründen eines der einflussreichsten islamischen Länder. Hier liegt die Kaaba, das zentrale islamische Heiligtum, zu dem jeder Muslim mindestens einmal Pilgern soll.

Mit gigantischen Ölvorkommen gesegnet ist Saudi-Arabien ein reiches Land, das gleichzeitig die steinzeitlich anmutende wahabitische Staatsreligion hat, eine weit verbreitete fundamentalistische Richtung des sunnitischen Islam. Wenn es nach islamistischen Anschlägen oft heißt, das hat mit dem Islam nichts zu tun, so ist das nur die halbe Wahrheit. Es ist nicht „der Islam“, der hinter dem Terror steht, aber es sind teils mächtige Strömungen innerhalb des Islams, die den ideologischen Nährboden für den Terror bieten. Der Wahabismus ist die einflussreichste unter diesen radikalen Strömungen. Der Islam hat sich in der Geschichte oftmals als tolerante Religion gezeigt.

Zu Zeiten Harun al Raschids blühte eine philosophische und verstandesgeleitete Theologie. Ob das muslimische Sizilien, Spanien unter den Mauren oder das Osmanische Reich – es gab einige tolerante muslimische Staaten. Doch im 19. Jahrhundert begann der Aufstieg eines radikalen muslimischen Fundamentalismus, er war auch eine Reaktion auf den europäischen Kolonialismus, schließlich wurde der Großteil der muslimischen Welt von Großbritannien oder Frankreich beherrscht. Ein wichtiger Faktor war auch der Verrat der Kolonialmächte an ihren ehemaligen arabischen Verbündeten nach dem 1. Weltkrieg. Im Zuge des Kampfes gegen das Osmanische Reich hatte man ihnen die staatliche Unabhängigkeit versprochen. Dieses Versprechen wurde leichten Herzens gebrochen. Großbritannien und Frankreich teilten den Nahen Osten zwischen sich auf.

Die willkürlich gezogenen Grenzen teilten Stammesgebiete und Religionsgruppen in künstliche Strukturen, die später zu fragilen Staaten wie Irak und Syrien wurden. Das Gebiet des heutigen Saudi-Arabien hatte aber Glück und wurde nicht besetzt, es war schlicht zu arm, um von Interesse zu sein. Die Ölvorkommen waren noch nicht entdeckt und der Großteil des Landes nur Wüste. Hier konnte sich 1925 der Stamm der Sauds militärisch gegen die Haschimiten durchsetzen. Dabei wurden auch die zentralen muslimischen Stätten in Mekka und Medina besetzt. Nach weiteren Eroberungen der Sauds kam es 1932 zur Gründung des neuen Staates Saudi-Arabien.

Der Stamm der Sauds war bereits bis in 18. Jahrhundert hinein eng mit der wahabitischen Auslegung des Islam verbunden, einer fundamentalistischen sunnitischen Strömung, jetzt wurde sie hier zur Staatsreligion. Nach der Entdeckung immer größerer Ölvorkommen begann der wirtschaftliche Aufstieg, doch gesellschaftlich gehört Saudi-Arabien bis heute zu den rückständigsten Staaten der Welt. Als Grundlage des Rechts gilt eine strenge Auslegung der Scharia. Erst 1962 wurde die Sklaverei abgeschafft und im wesentlichen durch weitgehend rechtlose Gastarbeiter ersetzt.

Die saudische Herrscherfamilie begann mit leichten Reformen, auch weil man das Bündnis mit den USA suchte, um die Ölquellen profitabel auszubeuten. So wurden 1966 erste Schulen für Mädchen eingerichtet und es gab bis zum Schicksalsjahr 1979 auch weibliche Nachrichtensprecher. In diesem Jahr besetzten gut bewaffnete Islamisten unter ihrem religiösen Führers al-Qahtani die Kaaba in Mekka, das wichtigste islamische Heiligtum der Welt. Mehrere Versuche saudischer Truppen, die Kaaba mit leichten Waffen zurückzuerobern, schlugen fehl. Um schwere Waffen einsetzen zu dürfen, ohne den religiösen Zorn der Massen auf sich zu ziehen, zog der saudische Herrscher König Chalid al-Saud die wichtigsten Religionsgelehrten zu Rate.

Diese waren bereit, ihm eine Erlaubnis für den Sturm auf die Kaaba zu geben, aber sie verlangten einen hohen Preis, den die Welt bis heute bezahlt. Frauen wurde verboten, als TV-Moderatorinnen aufzutreten, die inoffizielle Tolerierung von Alkoholkonsum wurde eingestellt und das wichtigste: es werden seitdem gigantische Summen in die wahabitische Missionierung gesteckt. Mit den Geldströmen aus saudischem Öl konnte sich die fundamentalistische Spielart des Islam noch stärker ausbreiten. Der blutige Kampf um die Kaaba kostete je nach Quelle zwischen 330 bis 1.000 Menschen das Leben. Er schwächte das Ansehen des saudischen Königs nachhaltig und stärkte den Einfluss der erzkonservativen Religionsgelehrten. Gelegentlich versucht sich die saudische Königsfamilie an sehr sanften Reformen, aber immer mit einem ängstlichen Blick auf die Wünsche der Geistlichkeit. Frauen haben daher in Saudi-Arabien nur eingeschränkte Rechte und dürfen z.B. nicht Auto fahren und brauchen außerdem für viele Sachen die Genehmigung ihres männlichen Vormunds.

Saudi-Arabien, guter Verbündeter der USA und auch Nutznießer der Lieferung modernster Waffen aus Deutschland, entwickelte sich seit 1979 immer mehr zur Brutstätte des internationalen Terrors. Osama bin Laden war nicht zufällig ein Saudi, sein Weltbild, das ihn zum Terroristen machte, wurde hier geformt. Die saudische Missionierung hat die Radikalisierung in weiten Teilen des sunnitischen Islam verstärkt. Meist sind es Minderheiten innerhalb der islamischen Gemeinschaften, doch oft mit großem Einfluss und auch einem großen Gefahrenpotential. Von Pakistan bis in die Pariser Vororte sind die Auswirkungen zu spüren. Auch deutsche Moscheen werden mit saudischem Geld unterstützt, bekannt sind die Anhänger des Wahabismus hierzulande als Salafisten. Zu den Förderern des Wahabismus gehört aber auch Katar, wo dieser ebenfalls Staatsreligion ist und das nicht nur über den Staats-Fernsehsender „Al Jazeera“ Gruppierungen wie die Muslimbruderschaft unterstützt. Der Wahabismus ist der ideale ideologische Nährboden für den islamischen Staat. Daher verwundert es nicht, dass es auch im Rechtssystem viele Gemeinsamkeiten zwischen dem IS und Saudi-Arabien gibt. Beide orientieren sich an einer ähnlich strengen Auslegung der Scharia.

So gibt es sowohl im IS als auch in Saudi-Arabien die Todesstrafe für:

  • Gotteslästerung
  • Homosexualität
  • Abwendung vom Islam

Vollzogen wird die Todesstrafe meist öffentlich mit dem Schwert. Alkoholkonsum und Sex vor der Ehe wird mit der Peitsche bestraft, Diebstahl mit der Amputation der Hand, Ehebruch mit Steinigung. Solche Vorstellungen sind mit Demokratie und Menschenrechten nicht ansatzweise vereinbar und doch ist der IS unser Feind, Saudi-Arabien aber unser guter „Verbündeter“. Gegen die wahabitische Missionierung in Europa muss entschieden vorgegangen werden. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass diese radikale Form des Islam nur eine Spielart ist. Nicht jeder Bau einer Moschee ist der Untergang des Abendlandes. Die Mehrheit der Muslime in Deutschland gehören nicht fundamentalistischen Strömungen wie dem Wahabismus an. Das sollte man nicht vergessen. Auch sollte man nicht durch Ausgrenzung die gemäßigten Muslime in die Arme der Radikalen treiben. Im Gegenteil: sie sind unsere Verbündeten im Kampf gegen die Extremisten. Doch radikale Strömungen müssen entschieden bekämpft werden. Dazu gehört es, die Finanzierung der Salafistengemeinden mit saudischem Ölgeld zu unterbinden. Auch die Schließung radikaler Moscheen muss es im Einzelfall geben.

Auch dürfen keinerlei Waffen mehr an Saudi-Arabien verkauft werden. Eigentlich müsste Saudi-Arabien mit ähnlichen Sanktionen belegt sein, wie bis vor kurzem der Iran. Selbst wenn der IS besiegt wird, solange Saudi-Arabien weiter ungehindert seinen Fundamentalismus mit viel Ölgeld in die Welt exportieren kann, wird es weitergehen. Dabei ist auch Saudi-Arabien nur ein Teil des riesigen Problems, vor dem die islamische Welt steht. Der Islam braucht starke Reformbewegungen, die einer weiteren Radikalisierung entgegenwirken. Ohne eine Modernisierung wird die islamische Welt nicht aus ihrer Krise finden. Doch egal wie es sich entwickelt, eine schnelle Lösung wird es in diesem großen Krieg der islamischen Welt nicht geben.

Regionale Konflikte oder dritter Weltkrieg?

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Die Probleme innerhalb der muslimischen Welt sind längst zu einer globalen Auseinandersetzung geworden. In gewisser Weise findet längst ein neuer Weltkrieg statt. Der Kampf mit dem Islamischen Staat in Syrien und dem Irak ist dabei nur das sichtbarste Zeichen.

Mit seinem Größenwahn will der Islamische Staat (IS) ein riesiges Gebiet erobern und wird dabei von Islamisten aus der ganzen Welt unterstützt (siehe obige Karte). Von Mali, über Somalia, Syrien, Irak, Afghanistan bis nach Pakistan und Indonesien gehen die kriegerischen Auseinandersetzungen. Im Kern entlädt sich ein Konflikt, der Tief im Inneren der muslimischen Welt herangewachsen ist, doch auch der Rest der Welt ist längst Teil des globalen Krieges. Ob Australien oder USA, ob Großbritannien, Deutschland oder Frankreich – die westliche Welt kämpft bereits an verschiedenen Fronten. Fehler in der US-Außenpolitik haben viele der vorhandenen Probleme eskalieren lassen. Der Einmarsch in den Irak ist dabei wohl langfristig der folgenreichste. Doch eine Nichteinmischung kann für die westliche Welt keine Lösung sein. Der Islamische Staat hat einen universellen Machtanspruch, doch er ist nur der erfolgreichste Teil, der gut vernetzten und global agierenden Dschihadistengruppen auf der ganzen Welt. Es handelt sich um einen weltweiten Konflikt, der uns direkt betrifft.

Der Grund, warum die globale Tragweite der Auseinandersetzung bei uns vielfach noch nicht angekommen ist, liegt daran, dass viele Schlachtfelder in Gebieten liegen, die kaum wahrgenommen werden. Wen interessieren schon irgendwelche Konflikte in Afrika? Auch werden die Gebiete viel zu getrennt voneinander betrachtet. Wenn Mali von Islamisten überrannt wird, die nur mit großem Aufwand von französischen Truppen zurückgeschlagen wurden, ist das nicht nur ein regionaler Konflikt. Die Aufständischen in Mali wurden zu einem großen Teil von libyschen Milizen unterstützt. Auch in Libyen sind die Dschihadisten auf dem Vormarsch, trotz Unterstützung der gewählten Regierung durch Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Konflikte können nicht separat betrachtet werden. Die pakistanischen Taliban schicken Kämpfer zur Unterstützung des IS in Irak und Syrien. Freiwillige aus fast allen westlichen Staaten kämpfen auf der Seite des Terrorstaates. Sollte der IS entscheidend geschlagen werden, ist der Kampf noch lange nicht vorbei. Viele Kämpfer werden sich dann das nächste Schlachtfeld für ihren Heiligen Krieg suchen. Das Problem kleinzureden ist keine Lösung.

Mit Ausnahme vielleicht von Südamerika ist fast die ganze Welt mehr oder weniger direkt von der globalen Auseinandersetzung betroffen. Es ist kein Zufall, dass gerade jetzt auch in China die muslimischen Uiguren  mit Terroranschlägen von sich reden machen. Natürlich sind die vielen Dschihadistengruppen auf der Welt bei weitem nicht homogen und verfolgen ihre eigenen Ziele. Sie sind jedoch ideologisch stark verwandt und gut vernetzt. Der anfangs mit so vielen Hoffnungen begleitete Arabische Frühling bot ihnen die Gelegenheit, zu bisher nicht gekannter Stärke zu gelangen. Sie haben gelernt, wie man den Krieg auch gegen eine westliche Übermacht führen kann. Syrien, Afghanistan, Tschetschenien und der Irak waren eine erstklassige Ausbildung für islamistische Kämpfer aus aller Welt. Die militärische Übermacht der westlichen Welt ist erdrückend, doch der Sieg bleibt fraglich. Die USA haben im Irak „gewonnen“, sie haben in Afghanistan „gewonnen“ und sie haben in Lybien „gewonnen“. In keinem der Länder sieht die Lage gut aus, die Islamisten sind überall auf dem Vormarsch. Durch die Aktivitäten der USA wurde das vorhandene Problem nur verschlimmert.

Wo liegen die Ursachen?

Was man nicht vergessen darf: Es ist ein Kampf innerhalb der muslimischen Welt. Er kann auch nur von Muslimen gewonnen werden. Alle islamischen Staaten (teilweise Ausnahme Türkei) haben ein massives strukturelles Problem. Die meist autoritären Regime stehen auf tönernen Füßen. In der Bevölkerung vieler Länder genießen die Islamisten große Sympathien, auch als Gegenmodell zu ihren korrupten Regierungen. Islamisten erobern große Teile des Irak und Syrien. Sie bomben gegen Fußballfans in Nigeria, gründen ein Kalifat und verschleppen junge Mädchen, was mit dem Koran gerechtfertigt wird. Der islamistische Terror sorgt für eine Schlagzeile nach der anderen. Doch wie stark ist der islamische Glaube verantwortlich für solche schrecklichen Taten. Terrorismus ist wahrlich keine muslimische Erfindung. Das katholische Irland bombte sich in die Unabhängigkeit und Schreckensherrschaften gab es schon im alten Rom zuhauf. Und der Bombenanschlag in Oklahoma City 1995, bei dem 168 Menschen getötet wurden, erfolgte durch regierungsfeindliche Fanatiker. Doch der Islam taucht besonders oft im Zusammenhang mit Terrorismus auf. Das Problem ist der Koran, oder vielmehr die wörtliche Auslegung desselben.

Mit dem Koran lässt sich vieles rechtfertigen, es gibt Vorschriften für die Sklavenhaltung oder die Rechtmäßigkeit, Frauen als Kriegsbeute zu nehmen, auch die Vielweiberei ist zulässig. Wobei der Hintergrund oft ein anderer ist. So sollten die Regeln Sklaven etwas schützen und Frauen mehr Rechte geben (sie konnten sich, wenn sie keine Sklavin/Kriegsbeute waren, scheiden lassen, was damals sehr modern war). Doch was zu Zeiten Mohammeds fortschrittlich war, ist heute oft nur noch gruselig. Noch schlimmer ist in diesem Zusammenhang die islamische Rechtsgrundlage die Scharia, mit Praktiken wie der Steinigung (die es übrigens auch in der Bibel als Strafe gibt). Die Bibel wird von den großen Kirchen nicht mehr wörtlich genommen, darum konnten sie sich besser an die Moderne anpassen. Der Islam unterscheidet bisher nicht zwischen religiösen und nichtreligiösen Bereichen. Doch damit fehlen Freiräume für Innovationen.

Als ideale Staatsform gilt im Islam die Theokratie nach der buchstabengetreuen Auslegung der Scharia. Mit mittelalterlichen Regeln lässt sich kein erfolgreicher Staat machen. Ein Problem ist die Rolle der Frauen in islamischen Ländern. Fast immer wird den Frauen eine untergeordnete Stellung gegeben. Damit berauben sich diese Staaten aber des Potentials der halben Bevölkerung. Auch dadurch bleiben die islamischen Staaten arm und sind nicht konkurrenzfähig, was wiederum zur Radikalisierung führt. Die religiösen Probleme, die zur Verarmung ganzer Gesellschaften führen, werden als Heilmittel betrachtet – ein Teufelskreis. Der Islam hat sich gesellschaftlich seit dem Mittelalter kaum weiterentwickelt. Stabilität und eine gewisse Modernität erreichen islamische Staaten fast immer nur unter Diktaturen. So zerfällt der Irak nach Saddam Hussein entlang der religiösen Schnittlinien. Die säkulareren Diktaturen sind für die Bevölkerung oft schlimm, doch hier gibt es Freiräume, die es in islamischen Staaten meist nicht gibt. So werden Minderheiten, auch im Sinne des eigenen Machterhalts, oft geschützt, wie in Syrien. Auch wirtschaftlich entstehen oft Freiräume, die es in stärker religiös regierten Staaten nicht gibt.

Die wenigen demokratischen Staaten im islamischen Raum werden durch Religiöse immer wieder bedroht. Sie kommen zwar manchmal durch Wahlen an die Macht, doch sind sie nur sehr selten dazu bereit, diese wieder herzugeben. In einem reichen Land wie Katar ist die, der Leibeigenschaft ähnliche, Ausbeutung von Arbeitskräften legalisiert. Saudi Arabien ist mit seinen Ölvorkommen gesegnet, doch einem Großteil der Bevölkerung kommt das nicht zugute. Gesellschaftlich ist man noch in der Steinzeit: Frauen wird das Autofahren verboten, Steinigung ist eine normale Strafe etc. Das Geld aus dem Öl wird unter anderem dafür genutzt, die radikale wahabitische Religionsauslegung in alle Welt zu exportieren. Saudi-Arabien finanziert auf der ganzen Welt Koranschulen, die eine gefährliche rückwärtsgewandte Islamauslegung vertreten. Dieser Ideologieexport hat den Nährboden für die Dschihadisten bereitet.

Es ist eben kein Zufall, dass Osama bin Laden aus Saudi-Arabien kam. Bei einer Umfrage einer saudi-arabischen Zeitung (al-Hayat) haben 92 Prozent der Befragten erklärt, dass der Islamische Staat mit den Werten des Islams und der Scharia übereinstimmt. Der saudische Prinz Khaled bin Salman gehörte zu den arabischen Piloten, die den IS aus der Luft angegriffen haben. Sein Foto ging danach werbewirksam um die Welt. Doch das sollte nicht drüber hinwegtäuschen, dass Saudi-Arabien Teil des Problems ist. Die Vereinigten Arabischen Emirate präsentierten einen völlig anderen Kampfpiloten: Mariam al-Mansuri, die erste Kampfpilotin ihrer Luftwaffe. Damit griffen sie den Islamischen Staat auch auf ideologischer Ebene an, zumal viele Islamisten glauben, nicht ins Paradies zu kommen, wenn sie von einer Frau getötet werden. Großen Respekt muss man auch vor den zahlreichen Frauen in den kurdischen Kampfeinheiten haben, die sich dem IS entgegenstellen, obwohl sie genau wissen, was sie erwartet, sollten sie lebend gefangen werden. Insgesamt ist es ist wichtig, dass sich die gemäßigten Muslime stärker zu Wort melden. Der eigentliche Kampf wird nicht mit Waffen geführt, sondern mit Ideen. Die einfache Verleugnung „die Terroristen haben mit dem Islam doch nichts zu tun“ ist keine Lösung.

Nur die Muslime selber können Antworten geben, wie sie ihre Religion weiterentwickeln, damit Armut und Gewalt keine Dauerprobleme bleiben. Sie müssen aufklären, diskutieren und dabei ihre eigenen Lösungen finden. Dabei sollte man nicht mit zu viel Arroganz auf die Probleme schauen. Als bei uns Aufklärung und Reformation aufkamen, führte Europa erstmal den Dreißigjährigen Krieg, bevor die Vernunft sich langsam durchsetzte. Die gemäßigten Muslime werden zerrieben zwischen diktatorischen Regimen und Islamisten. Sie können in dieser schwierigen Phase jede Hilfe brauchen.

Wie kann man gewinnen? Wer sollte überhaupt gewinnen?

Um sich die Lage klarzumachen, muss man die strategische Situation in der muslimischen Welt verstehen. Die Mehrheit der Muslime gehört den Sunniten an. Wichtige Ausnahmen bilden der Iran, ein großer Teil des Irak und die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon. Sie sind potentielle Verbündete gegen den sunnitischen Islamischen Terrorstaat. Syriens Diktator Assad, selber zur kleinen Minderheit der Alawiten gehörend, hat seine Herrschaft stark auf religiöser Toleranz aufgebaut, da er so die Unterstützung durch Minderheiten wie den Christen sicherstellen konnte. Die Sunniten bilden aber die Bevölkerungsmehrheit in Syrien und den Kern der Opposition. Syrien, Iran und Hisbollah sind insgesamt doch sehr zweifelhafte Verbündete. Die muslimische Welt ist gefangen zwischen autoritären Regimen und fundamentalistischen Ideologien. Zu einem Großteil muss sie sich daraus selber befreien.

Der Westen kann in diesem Kampf nur begrenzt wirksam werden. Doch gibt es einige Dinge, die man tun kann. So sollte es in Deutschland  möglich sein, unter staatlicher Kontrolle islamischen Religionsunterricht an den Schulen anzubieten. Auch an den Universitäten sollten vermehrt islamische Lehrstühle entstehen. Radikalen islamistischen Predigern darf nicht das Feld überlassen werden. Wir sollten alles tun, um den Diskussionsprozess der gemäßigten muslimischen Mehrheit zu fördern.

In der jetzigen Situation sind Luftangriffe auf den IS und Waffen für die Kurden notwendig. Man braucht Verbündete und muss konsequent die wenigen positiven Ansätze in der Region unterstützen. Alte Vorstellungen müssen dabei über Bord geworfen werden. Der Irak als einheitlicher Staat ist verloren, das sollte man sich rechtzeitig eingestehen. Die Kurden sind die einzigen zuverlässigen Verbündeten, die der Westen in der Region noch hat. Sie werden ihren eigenen Staat wollen und hoffentlich auch bekommen. Hier muss man versuchen, auf die Türkei einzuwirken. Mit einer Unterstützung für die Kurden hat sie jetzt die Gelegenheit, einen uralten Konflikt zu entschärfen. Doch mit ihrer aktuellen Politik ist sie dabei, eine historische Chance zu verspielen! Die sunnitischen Islamisten in Syrien wurden in der Vergangenheit auch von türkischer Seite unterstützt. Die Schwächung der kurdischen Autonomiegebiete in Syrien durch IS-Kämpfer wird von der Regierung Erdogan als positiv gesehen.

Dabei wird an alten Feindbildern festgehalten, statt die Gelegenheit zu nutzen, sich mit den Kurden dauerhaft zu arrangieren. Eine Unterstützung (nicht Besetzung!) von Kobani hätte eine starke Symbolwirkung gehabt. Jetzt droht der Kurdenkonflikt in der Türkei wieder aufzuleben. Der Friedensprozess der letzten Jahre in der Türkei steht vor dem Scheitern und damit einer der größten Erfolge der Regierung Erdogan. Davon würde nur der IS profitieren. Auch wenn die türkische Regierung es noch nicht so ganz wahrhaben möchte, der Islamische Staat ist die größere Bedrohung.

Für den Irak gibt es nur zwei Möglichkeiten: Eine Aufteilung entlang der ethnisch/religiösen Grenzen oder eine massive repressive Diktatur, die jeden Widerstand mit Gewalt unterdrücken kann. Es gibt auch weitere Verbündete, die man unbedingt stärken sollte, bevor sie scheitern, wie Äthiopien, das seit langem als regionale Ordnungsmacht versucht, die Ausbreitung des Islamismus zurückzudrängen. In Somalia drängen sie mit der Afrikanischen Union die Islamisten zurück.

Ein dauerhafter Sieg ist aber auch hier nicht in Sicht. Somalia hat den Westen lange nicht interessiert, bis die Piraterie überhandgenommen hat. Dadurch konnten die Islamisten hier ihre Macht immer weiter ausbauen. Es gilt, zur Stabilisierung solcher Konfliktherde beizutragen. Nicht, indem man in andere Länder einmarschiert, wie die USA im Irak, sondern durch die Unterstützung gemäßigter Kräfte und eine konsequente Entwicklungshilfe. Bildung und Stabilität sind die langfristigen Erfolgsgaranten. Luftangriffe und Bodentruppen, wie der französische Einsatz in Mali, sind manchmal leider notwendig. Selbst erfolgreiche Einsätze sind aber keine Siege.

Bestenfalls gelingt es, eine Katastrophe zu verhindern. Nur die Menschen vor Ort können wirklich etwas verändern. Wir können nur versuchen, sie auf diesem langen Weg zu unterstützen. Engagierte mutige Menschen wie die 17-Jährige Malala Yousafazi sind es, auf denen die Hoffnung liegt. Ihren mutigen Einsatz für die Bildung von Mädchen hat sie fast mit dem Leben bezahlt. Auch die Taliban wissen, dass Bildung ihr größter Feind ist. Für ihren mutigen Einsatz hat Malala jetzt verdientermaßen den Friedensnobelpreis erhalten. Doch es gibt viele wie sie, die im Kleinen für Toleranz, Bildung und Menschenrechte kämpfen. Der Islamische Staat wird vermutlich über kurz oder lang seinen übermächtigen Gegnern erliegen. Gewonnen ist der Kampf dann aber noch lange nicht, denn militärisch ist er nicht zu gewinnen. Man muss die Köpfe und Herzen der Menschen gewinnen. Kriege, korrupte Regierungen und fundamentalistische Ideologien haben den Hass und die Intoleranz in der muslimischen Welt wachsen lassen.

Der Weg zum Frieden ist noch sehr lang.

Interkultureller Dialog auf qantara.de

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Das Onlineportal qantara.de will die Verständigung zwischen Orient und Okzident fördern. Die in Europa um sich greifende Islamfeindlichkeit zeigt, dass solch ein Anliegen wichtiger denn je ist.

Am kommenden Sonntag jähren sich die Terroranschläge von 9/11 zum zehnten Mal. Diese schrecklichen Ereignisse, aber auch die Folgen des später von US-Präsident George W. Bush ausgerufenen „War on Terror“ verstärkten das Misstrauen und die Konflikte zwischen westlicher und arabischer Welt, zwischen Christen und Muslimen. Im Westen bildete sich in der Folge eine zunehmende Islamfeindlichkeit heraus – diesen Entwicklungen zum Trotz zeigen die jüngsten Ereignisse der Arabischen Revolution, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen in arabischen Ländern nicht religiösen Fanatikern und Extremisten folgt, sondern frei von staatlicher Diktatur und religiösem Fanatismus leben will. Zum Thema 9/11 und dem vermeintlichen Graben zwischen Christen und Muslimen erschien auf dem Online-Projekt der Deutschen Welle qantara.de aktuell ein interessanter Artikel des SZ-Journalisten Matthias Drobinski, in dem er resümiert, dass „der Dialog zwischen Christen und Muslimen im Westen […] um einige Illusionen ärmer, aber […] auch ehrlicher und intensiver geworden“ sei und die Umwälzungen in der arabischen Welt „dem Kampf um die humane Seite der Religion mehr helfen [könnten] als der Tod Osama bin Ladens“.

Das Wort Qantara ist arabisch und heißt übersetzt Brücke. In diesem Sinne soll das Portal einen Raum für konstruktive Debatten über Gemeinsamkeiten sowie Kontroversen zwischen westlicher und arabischer Welt eröffnen: und zwar mehrsprachig. Zuletzt hatte die menschenverachtende Tat von Anders Brevik in Oslo eine neue Debatte über die grassierende Islam- und Ausländerfeindlichkeit in Europa ausgelöst. Politiker wie der Niederländer Gert Wilders oder Online-Plattformen wie „Politically Incorrect“ (PI-News) lassen diesbezüglich tief in die Gedankenwelt des modernen europäischen Rechtspopulismus blicken. Solch radikalem Gedankengut ist am besten mit einem möglichst direkten und vorurteilsfreien interkulturellen Dialog zu begegnen. Dazu will auch qantara.de beitragen. Auf Initiative des Auswärtigen Amtes ging das Portal erstmals im März 2003 online. Als gemeinsame Träger von qantara.de fungieren seitdem die Deutsche Welle (DW), das Goethe-Institut (GI), die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa). Der Anspruch des Portals ist eine fundierte und ausgewogene Berichterstattung zu unterschiedlichen Themen aus der islamischen bzw. arabischen Welt: von der „EU-Tauglichkeit“ der Türkei über den Karikaturenstreit bis hin zur Rolle der Frauen im Islam.

In einem eigenen Dossier wird in der deutschsprachigen Ausgabe die Rolle des Internet in der arabischen Welt unter die Lupe genommen, wobei der letzte Artikel, der sich mit Bloggern in der arabischen Welt beschäftigt, schon etwas älter ist (Dezember 2010) und zu den Entwicklungen der vergangenen Monate dort noch kein Beitrag erschien. Hier hätte man aktuelle Beiträge über die zentrale Rolle, die Internet und soziale Medien für die Arabische Revolution gespielt haben, erwartet. Allerdings wird darauf in Beiträgen eines eigenen Dossiers „Arabischer Frühling“ eingegangen: wie in diesem Interview mit der tunesischen Bloggerin Lina Ben Mhenni. Ein informativer aktueller Beitrag zum Arabischen Frühling ist z.B. „Vielfalt des Aufstandes“, der sich mit der syrischen Oppositionsbewegung auseinandersetzt. Hier zeigt sich auch die Stärke der Webseite: die Bereitstellung tiefergehender und komplexer Analysen.

In einem Interview vom August 2011 erklärt der Redaktionsleiter von qantara.de Loay Mudhoon: „quantara.de leistet seit fast sieben Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verständigung und Annäherung der Kulturen. […] quantara.de ist ein Debattenportal, eine offene Dialogplattform für alle möglichen Autoren und Beiträge. Das wichtigste ist dabei, dass man kritisch sein sollte, allerdings ohne Hetze und Pauschalisierung.“ Ein großer Vorteil von Portalen wie qantara.de sei es, dass diese ohne kommerziellen Druck und fern von medialen Gesetzmäßigkeiten, die auf sensationsorientierten Journalismus setzen, agieren könnten.

Im Disclaimer von qantara.de wird darauf verwiesen, dass verschiedene Positionen, die dort präsentiert werden, nicht die Haltung von Redaktion oder Träger widerspiegeln. Es gehört also zum redaktionellen Selbstverständnis von qantara.de, keine explizite Sichtweise vorzugeben. Dass dies mitunter schwierig umzusetzen ist, zeigt ein Vorfall aus dem Jahr 2008, der bei haGalil.com dokumentiert wurde und über den die Jüdische Allgemeine berichtete. Damals hatte die Redaktion von qantara.de einen Beitrag des israelisch-deutschen Journalisten Igal Avidan zunächst abgelehnt. Auf Druck des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (DKR) entschuldigte sich die Deutsche Welle schließlich für den Vorgang. Trotz dieses kritikwürdigen Vorfalls finden sich keine Hinweise darauf, dass der Berichterstattung von qantara.de eine grundsätzlich einseitige politische Ausrichtung zugrunde liegt. Das garantieren auch die unterschiedlichen Verantwortlichen der Plattform (Bundeszentrale für politische Bildung, Goethe-Institut etc.) und der politische Wille, der dahinter steht. Beispielhaft für die Ausgewogenheit ist die Berichterstattung über den Nahost-Konflikt auf quantara.de. Während in diesem Artikel mit dem Titel „Weder Hamas noch Fatah repräsentieren die Palästinenser“ deutliche Kritik an palästinensischen Repräsentanten und Terroranschlägen wie durch die Hamas geübt wird, kommt in diesem Interview mit dem israelischen Journalisten und Schriftsteller Uri Avnery vornehmlich Kritik an der Politik Israels zur Sprache.

Die Webseite qantara.de ist sehr übersichtlich strukturiert. In der Navigationsleiste finden sich gleichgeordnet die Kategorien Politik, Gesellschaft, Kultur, Dossiers, Dialoge, Bildergalerien und Leserbriefe, während im rechten Seitenbereich u.a. auf die Präsenzen bei Facebook und Twitter sowie den Newsletter und aktuelle Termine aufmerksam gemacht wird. Eine hierarchisch-strukturierte Darstellung der Inhalte in Form einer Seitenübersicht sucht man bei qantara.de allerdings vergebens.

Das Alleinstellungsmerkmal und Besondere der Webseite ist der Zugang der Inhalte in mehreren Sprachen – eine Grundvoraussetzung für den interkulturellen Dialog! Derzeit erscheint die Webseite in den Sprachen Deutsch, Englisch und Arabisch – die türkische Sprachversion wird von der Hauptseite nicht verlinkt und ist inhaltlich nicht auf dem neuesten Stand (letzter Artikel vom März 2011). Die Inhalte der drei genannten Sprachversionen sind jedoch aktuell gehalten. Dabei nimmt das Thema Arabische Revolution, wie nicht anders zu erwarten, derzeit den größten Raum in der Berichterstattung ein. Viele Beiträge auf qantara.de wurden auch auf den Webseiten der Träger (Deutsche Welle etc.) von qantara.de veröffentlicht, wie dieser von Geert J. Somsen in Politik und Zeitgeschichte 61 (2011) erschienene Essay „Der arabische Frühling und das Ende der ‚Antithese des 11. September’“, oder in anderen renommierten Medien wie der Süddeutschen Zeitung.

Die Publikationen setzen häufig ein gewisses Hintergrundwissen zu den behandelten Sachverhalten voraus und richten sich zuvorderst an wissenschaftliche und politische Fachkreise. Laut Redaktionsleiter Mudhoon spricht qantara.de in erster Linie die sogenannte Informationselite an. Das sollte aber weniger mit der Materie vertraute Leser nicht abschrecken, die sich hier vertiefend informieren können. In einem etwas älteren Beitrag aus dem Jahre 2006 empfahl der Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer gar bei Lehrer-Online die Inhalte auf der Plattform auch als Rechercheinstrument für Lehrerinnen und Lehrer. Anspruchsvoller ist es dagegen, sich als Leser zu den Themen und Debatten auf quantara.de in Kommentaren oder Leserbriefen inhaltlich zu äußern. Echtzeit-Dialoge im Sinne von Foren-Diskussionen finden auf der Seite nicht statt. Jedoch wird in der Rubrik „Dialoge“ darauf verwiesen, dass qantara.de Intellektuelle aus unterschiedlichen Kulturkreisen darum bittet, über ein vorgegebenes Thema per E-Mail in einen Dialog zu treten. Die Korrespondenz wird dann auf Deutsch, Arabisch und Englisch veröffentlicht. Derzeit lassen sich dort insgesamt sechs lesenswerte Briefwechsel aus den vergangenen Jahren zu Themen wie Antisemitismus im Nahostkonflikt oder Muslime und Integration in Europa finden – hier wären jedoch eine höhere Frequenz und Intensivierung des Dialogs wünschenswert. Für alle anderen Nutzer besteht auf der Facebook-Präsenz die Möglichkeit, Diskussionen zu eröffnen, von der jedoch bisher kaum Gebrauch gemacht wird. Zudem können Leserbriefe eingereicht werden.

Fazit:

Wer sich über die aktuelle Berichterstattung in Mainstream-Medien hinaus fundiert zu kontrovers und aktuell diskutierten Themen zwischen westlicher und arabischer Welt informieren will, wird auf quantara.de mit Interviews und gut recherchierten Beiträgen namhafter Experten hinlänglich bedient. Prädikat: Empfehlenswert!

Dieser Beitrag wurde von mir auf politik-digital.de am 9.9.2011 unter einer Creative Commons – Lizenz erstveröffentlicht.