Friedrich II. und die DDR

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Inhaltsverzeichnis

1. Haupt­teil
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_1.1 Preu­ßens Unter­gang
__1.2 Preu­ßens Rück­kehr
__1.3 Preu­ßens Glo­ria
2. Fazit
3. Quel­len- und Lite­ra­tur­ver­zeich­nis


Nur in der DDR wur­de die Büro­kra­tie samt ihrer preu­ßi­schen Ver­wal­tungs­tra­di­ti­on ver­nich­tet.”[1]

Die DDR ist eine „preu­ßi­sche Form der Dik­ta­tur”[2]

1. Haupt­teil

1.1 Preu­ßens Unter­gang

Unter den Lin­den, direkt vor der HU, rei­tet Fried­rich II. oder, wie ihn eini­ge nen­nen, Fried­rich der Gro­ße. Meh­re­re Jahr­zehn­te war sein Rei­ter­stand­bild von die­sem Ort ver­bannt wor­den und gar sei­ne Exis­tenz gefähr­det. Fried­rich II. wur­de gefei­ert und geschmäht. Wider­sprüch­lich wur­de er betrach­tet und wider­sprüch­lich war sei­ne Per­son. Ich will zei­gen, wie es zu sei­ner zeit­wei­li­gen Ver­ban­nung in der DDR und sei­ner gefei­er­ten Rück­kehr kam. Wel­che Grün­de gab es, gegen ihn vor­zu­ge­hen und wel­che, ihn zurück­zu­ho­len? Die­sen Fra­gen will ich hier nach­ge­hen. Das Preu­ßen­bild in der DDR spielt dafür eine eben­so wich­ti­ge Rol­le wie die Per­son und Per­sön­lich­keit Fried­richs II. Doch gehen wir zum Beginn der DDR.

Der Zwei­te Welt­krieg ist vor­bei und die Fra­gen „Wie konn­te es pas­sie­ren?” und „Wer ist Schuld?” stell­ten sich. Eine allei­ni­ge Schuld­zu­wei­sung dem Natio­nal­so­zia­lis­mus zu geben, griff zu kurz, denn ohne Wur­zeln in der Ver­gan­gen­heit war er nicht zu erklä­ren. Ein gro­ßer Teil der Schuld wur­de „Zonen­über­grei­fend” beim preu­ßi­schen Mili­ta­ris­mus gese­hen. Der Alli­ier­te Kon­troll­rat beschloss daher am 25. Febru­ar 1947: „Der Staat Preu­ßen, sei­ne Zen­tral­re­gie­rung und alle nach­ge­ord­ne­ten Behör­den wer­den hier­mit auf­ge­löst”, weil „Der Staat Preu­ßen … seit jeher Trä­ger des Mili­ta­ris­mus und der Reak­ti­on in Deutsch­land gewe­sen ist”.

Für die Lin­ke stamm­te die anti­preu­ßi­sche Hal­tung bereits aus dem 19. Jahr­hun­dert und bot jetzt einen beque­men Erklä­rungs­an­satz. Das preu­ßi­sche Jun­ker­tum wur­de als einer der Weg­be­rei­ter für die Natio­nal­so­zia­lis­ten betrach­tet. Für das Ziel einer umfas­sen­den Boden­re­form wur­de dadurch eine mora­li­sche und his­to­ri­sche Begrün­dung gelie­fert. Kurz gesagt: Es pass­te gut ins Kon­zept!

In der Bewer­tung des Preu­ßi­schen gab es in der Sowjet­zo­ne bei KPD und SPD auch vor der Ver­ei­ni­gung zur SED kei­ner­lei Dif­fe­ren­zen. Es wur­den Schrif­ten ver­öf­fent­licht wie „Preu­ßen gegen Deutsch­land”, „Der Irr­weg einer Nati­on”, „Die Legen­de vom preu­ßi­schen Sozia­lis­mus”. Dabei wur­de gern auf das Reak­tio­nä­re in Preu­ßen ver­wie­sen: Von den Angriffs­krie­gen Fried­rich II., über die Nie­der­schla­gung der 1848er-Revo­lu­ti­on, bis zu den Sozia­lis­ten­ge­set­zen Bis­marcks, auch wenn die­se bereits in die Zeit nach der Reichs­ei­ni­gung (1871) fal­len. Und hat­te nicht Les­sing einst über Fried­richs Preu­ßen geschrie­ben, es sei das „skla­vischs­te aller Län­der”? Es gab also genug, womit man gegen Preu­ßen argu­men­tie­ren konn­te. Die preu­ßi­sche Tra­di­ti­ons­li­nie soll­te mit der DDR ein für alle mal ein Ende fin­den.

Das Rei­ter­stand­bild von Fried­rich II. wur­de der Haupt­stadt ver­wie­sen und lager­te nun unter Mat­ten irgend­wo in Sans­sou­ci. Doch damit nicht genug: Er soll­te end­gül­tig besei­tigt wer­den. Paul Ver­ner, SED-Chef von Ost-Ber­lin, ver­füg­te 1960 die Besei­ti­gung des Kunst­werks. Nur einer von Kul­tur­mi­nis­ter Hans Bent­zi­en gelei­te­ten Akti­on gelang in letz­ter Minu­te die Ret­tung Fried­richs.

1.2 Preu­ßens Rück­kehr

Von Anfang an misch­ten sich auch ande­re Betrach­tun­gen von Preu­ßen in die Debat­te ein. Die Rei­he „Lehr­hef­te für den Geschichts­un­ter­richt an den Ober­schu­len” direkt nach dem Krieg wur­de mit der Aus­ga­be „Die preu­ßi­schen Refor­men” begon­nen. Stück­chen­wei­se wur­den bestimm­te Aspek­te der preu­ßi­schen Geschich­te weni­ger kri­tisch gese­hen. 1952 wur­de das neu gegrün­de­te Muse­um für deut­sche Geschich­te in Ber­lin eröff­net. Es begann eine ers­te Über­blicks­aus­stel­lung zu den preu­ßi­schen Angriffs­krie­gen im 18. Jahr­hun­dert, dane­ben wur­den aber auch die Ber­li­ner Auf­klä­rung, die Preu­ßi­schen Refor­men und der Deut­sche Zoll­ver­ein gewür­digt. Bei­spie­le gibt es beson­ders auch aus der NVA.

Die deutsch-rus­si­sche Waf­fen­brü­der­schaft wäh­rend der Napo­leo­ni­schen Krie­ge wur­de gern her­an­ge­zo­gen. Der höchs­te Orden der NVA wur­de 1966 nach dem preu­ßi­schen Gene­ral Scharn­horst benannt. Außer­dem gab es eine Adolf von Lüt­zow Jagd­flie­ger­staf­fel. Die preu­ßi­schen Tra­di­tio­nen waren natür­lich gera­de bei der Armee durch­aus beliebt. Eige­ne posi­ti­ve Tra­di­ti­ons­li­ni­en waren ange­sichts zwei­er Welt­krie­ge nicht leicht zu fin­den. Gefun­den wur­den sie einer­seits bei der Roten Ruhr­ar­mee und den Roten Matro­sen wäh­rend der Revo­lu­ti­on 1918, ande­rer­seits bei den Inter­na­tio­na­len Bri­ga­den im spa­ni­schen Bür­ger­krieg.

Die­se Tra­di­tio­nen reich­ten aber geschicht­lich nicht sehr weit zurück und so muss­te noch ande­res her. Auch wur­de zum Auf­bau der NVA natür­lich auf Offi­zie­re der Wehr­macht gesetzt, wenn auch deut­lich weni­ger als in der BRD. Die­se fühl­ten sich mit den preu­ßi­schen Tra­di­tio­nen durch­aus ver­bun­den. So fand Preu­ßen Ein­gang in die mili­tä­ri­sche Tra­di­ti­on der NVA. Preu­ßi­sche Tugen­den wie der strik­te Gehor­sam waren sowie­so längst Bestand­teil der NVA und, solan­ge sie nicht unter der Fah­ne Preu­ßens auf­tauch­ten, gern gese­hen.

Auch in der Geschichts­wis­sen­schaft der DDR blieb die Ableh­nung des Preu­ßi­schen nicht unwi­der­spro­chen. Am Anfang ging es vor allem um Detail­fra­gen. Muss­te der natio­na­le Wider­stand gegen Napo­le­on nicht posi­tiv gese­hen wer­den? War nicht die­se oder jene preu­ßi­sche Reform im Rah­men ihrer Zeit posi­tiv? 1970 erschien dann die ers­te geschlos­se­ne Dar­stel­lung der preu­ßi­schen Geschich­te durch zwei jun­ge Geschichts­do­zen­ten der Hum­boldt Uni­ver­si­tät mit dem Titel „Preu­ßen. Von den Anfän­gen bis zur Reichs­grün­dung”. Die­se Dar­stel­lung war, von ein paar ideo­lo­gi­schen Ein­schrän­kun­gen abge­se­hen, recht aus­ge­wo­gen und war so erfolg­reich, dass es bis 1984 zu 7 Auf­la­gen kam. In fast jeder DDR-Biblio­thek war die­ses Buch zu fin­den. Zusam­men mit ande­ren Schrif­ten wur­de lang­sam ein Wan­del in der Betrach­tung von Preu­ßen deut­lich.

Wur­de Fried­rich II. nicht von Vol­taire als „Fürs­ten­phi­lo­soph” oder als „Salo­mo des Nor­dens” bezeich­net? Aus den Schrif­ten von Marx und Engels wur­den bis­her gern die preu­ßisch-kri­ti­schen Pas­sa­gen zitiert. Doch auch die­se gro­ßen Auto­ri­tä­ten im Osten haben von Fried­rich dem Gro­ßen gespro­chen und es lässt sich durch­aus Lob für ihn und Preu­ßen bei ihnen fin­den. Die alten Kri­ti­ker alles Preu­ßi­schen waren nicht ver­stummt, doch sie ver­lo­ren deut­lich an Boden. Ihre sehr ein­sei­ti­ge Betrach­tungs­wei­se unter­lag all­mäh­lich der sehr viel dif­fe­ren­zier­te­ren Neu­be­trach­tung.

Fried­rich, immer noch in sei­nem Exil in Sans­sou­ci, konn­te Hoff­nung schöp­fen. In einer Arti­kel­se­rie für die Zei­tung „Hori­zont” wur­de er 1978 das ers­te Mal wie­der bei sei­nem alten Titel Fried­rich der Gro­ße genannt. Aus­ge­rech­net der sowje­ti­sche Bot­schaf­ter war es, der das Tabu brach. Auch in der Sowjet­uni­on wur­de man sich der vor­re­vo­lu­tio­nä­ren Ver­gan­gen­heit wie­der stär­ker bewusst. Dort ging es um einen ande­ren „Gro­ßen”, um Zar Peter I..

1.3 Preu­ßens Glo­ria

Der eigent­li­che Befrei­ungs­schlag erfolg­te 1979. In die­sem Jahr erschien die Bio­gra­phie von Ingrid Mit­ten­zwei über Fried­rich II. Sie erlang­te inter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit und hat auch heu­te ihren Reiz noch nicht ver­lo­ren. Sie schaff­te es, Fried­rich in sei­ner Wider­sprüch­lich­keit dar­zu­stel­len. Fried­richs Ableh­nung der Leib­ei­gen­schaft kommt zur Spra­che, genau­so wie das Schei­tern sei­nes nur zöger­li­chen Ver­suchs, die­se abzu­schaf­fen.

Sei­ne Schrift „Anti­ma­chia­vel­li”, die — aller­dings nur kurz­fris­ti­ge — Abschaf­fung der Zen­sur und die begrenz­te Abschaf­fung der Fol­ter bele­gen sein fort­schritt­li­ches Gedan­ken­gut. Aber auch sei­ne Schat­ten­sei­ten wer­den gezeigt. Fried­rich II. ver­dankt sei­nen Bei­na­men „der Gro­ße” sei­nem erfolg­rei­chen Angriffs­krieg gegen Öster­reich zur Erobe­rung Schle­si­ens. Außer­dem war er Initia­tor für die ers­te Tei­lung Polens und damit der Beset­zung eines gro­ßen Teil Polens durch Preu­ßen, Russ­land und Öster­reich.

In spä­te­ren Auf­la­gen der Bio­gra­phie dis­ku­tiert Mit­ten­zwei auch die Fra­ge, ob Fried­rich „der Gro­ße” genannt wer­den kann. Sie beant­wor­tet die­se zwar nicht expli­zit, bleibt aber im gan­zen Buch bei Fried­rich II. — auch eine Ant­wort. In einem Grund­satz­ar­ti­kel von Mit­ten­zwei und ande­ren DDR-His­to­ri­kern wird die dif­fe­ren­zier­te Betrach­tung von Preu­ßen ange­mahnt: „damit über der not­wen­di­gen Bekämp­fung und ent­schie­de­nen Zurück­wei­sung des Reak­tio­nä­ren an Preu­ßen nicht die posi­tiv-pro­gres­si­ven Momen­te miss­ach­tet oder gar negiert wer­den.”[3] Wider­stand gegen die Bio­gra­phie kam vor allem aus Polen. Beim offi­zi­el­len DDR-Ver­zicht auf den Bei­na­men “der Gro­ße” kann, neben den bereits bespro­che­nen Grün­den, auch noch ein ande­rer zumin­dest am Ran­de eine Rol­le gespielt haben: Die Rück­sicht auf den befreun­de­ten pol­ni­schen Nach­bar­staat.

Fried­rich II. war der Initia­tor der ers­ten pol­ni­schen Tei­lung gewe­sen. Damit war sein Ruf in Polen ver­ständ­li­cher­wei­se nicht beson­ders gut, vor­sich­tig aus­ge­drückt. Obwohl in der ers­ten Auf­la­ge die Fra­ge der Grö­ße Fried­richs noch nicht auf­ge­wor­fen wur­de, stieß die Bio­gra­phie in Polen auf hef­ti­ge Kri­tik. Doch der preu­ßi­sche Sie­ges­zug war nicht mehr auf­zu­hal­ten. 1980 sprach Erich Hon­ecker in einem Inter­view von Fried­rich dem Gro­ßen. Nun war es also offi­zi­ell, er hat­te sei­nen alten Titel wie­der. Die durch­or­ga­ni­sier­te DDR konn­te ja auch durch­aus mit genug preu­ßi­schen „Tugen­den” auf­war­ten. Das „Rote Preu­ßen” nann­ten die Nie­der­län­der gern die DDR — und wie bei den meis­ten Scher­zen steckt auch hier viel Wahr­heit drin. In die­sem Sin­ne könn­te man davon spre­chen, dass die Reha­bi­li­tie­rung schon lan­ge über­fäl­lig war.

Es war also an der Zeit, Fried­rich II. konn­te zu sei­nem alten Platz vor der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät zurück­keh­ren. Das Exil in Sans­sou­ci war vor­bei. Erich Hon­ecker begrün­de­te den Schritt fol­gen­der­ma­ßen: „In jedem der deut­schen Lan­de gab es in der Ver­gan­gen­heit Fort­schritt­li­ches und Reak­tio­nä­res, und die Stand­bil­der wur­den meist von berühm­ten Bild­hau­ern geschaf­fen. Das ist ein Stück Kul­tur des Vol­kes.” Ein wah­rer Satz. Auch wenn Erich Hon­ecker ihn jetzt Fried­rich den Gro­ßen nann­te, so blie­ben die His­to­ri­ker der DDR doch fast alle bei Fried­rich II. — kann­ten sie Fried­rich II. doch bes­ser.

Die DDR griff die alte Preu­ßen-Tra­di­ti­ons­li­nie wie­der auf und ver­such­te sie für sich zu nut­zen. Natür­lich ach­te­te man wei­ter dar­auf, nur das für sich selbst als Tra­di­ti­on zu nut­zen, was als pro­gres­siv an Preu­ßen gese­hen wer­den konn­te. Auch in der Bevöl­ke­rung gab es eine gro­ße Begeis­te­rung für Fried­rich II., aber nicht immer so wie von den Macht­ha­bern erwünscht. Der Volks­mund kom­men­tier­te Fried­richs Rück­kehr so: „Lie­ber Fried­rich, steig her­nie­der und regie­re Preu­ßen wie­der! Lass in die­sen schwe­ren Zei­ten lie­ber unsern Erich rei­ten!” Sicher nicht die erwünsch­te Reak­ti­on. Es setz­te ein rich­ti­ger Preu­ßen­boom ein.

Nicht umsonst wird von einer Preu­ßen­re­nais­sance in der DDR gespro­chen. Fried­rich war nicht der ein­zi­ge, der zurück­kehr­te. Auch das Denk­mal des Frei­herrn von Stein wur­de 1981 neben der Schloss­brü­cke wie­der­auf­ge­stellt. Es gab eine auf­wän­dig vor­be­rei­te­te Aus­stel­lung über den „Phi­lo­so­phen von Sans­sou­ci” zu Fried­richs 200. Todes­tag. Die Aus­stel­lung wur­de ein gewal­ti­ger Publi­kums­er­folg. Nur wenig spä­ter war­te­te das DDR-Fern­se­hen mit dem auf­wän­dig pro­du­zier­ten Fern­seh­dra­ma „Sach­sens Glanz und Preu­ßens Glo­ria” auf. Die Sen­dung wur­de ein vol­ler Erfolg. Preu­ßen erfreu­te sich wie­der einer gro­ßen Beliebt­heit.

2. Fazit

Wie sich gezeigt hat, war die Betrach­tung Preu­ßens in der DDR von vie­len ver­schie­de­nen Facet­ten geprägt. Aus der ein­sei­tig kri­ti­schen Betrach­tung der Anfangs­jah­re hat­te sich eine erstaun­lich dif­fe­ren­zier­te Sicht­wei­se ent­wi­ckelt. Gera­de die Mischung aus jahr­zehn­te­lan­ger Kri­tik und auf­kom­men­der Preu­ßen­be­geis­te­rung schuf nun eine sehr inter­es­san­te Sicht­wei­se auf Preu­ßen — kri­tisch, aber nicht ohne Sym­pa­thie. Heu­te ist die Betrach­tung Fried­richs wie­der mehr­heit­lich posi­tiv, aber man soll­te dabei nicht die nega­ti­ven Punk­te ver­ges­sen und nicht den Feh­ler der frü­hen DDR, unter umge­kehr­ten Vor­zei­chen, wie­der­ho­len. Die Tei­lung Polens, sei­ne Angriffs­krie­ge, sei­ne fort­schritt­li­chen Refor­men und die Neu­be­grün­dung der Aka­de­mie der Küns­te ste­hen neben­ein­an­der. Bei Reden von Poli­ti­kern ist Fried­rich II. wie­der popu­lär gewor­den. So erin­nert u.a. Wolf­gang Schäub­le in sei­nen Reden ger­ne dar­an, dass Fried­rich der Gro­ße “der ers­te Die­ner sei­nes Staa­tes sein woll­te”, wenn er mehr Patrio­tis­mus ein­for­dert. Oft wird Fried­rich in Reden wegen sei­ner rela­tiv fort­schritt­li­chen Poli­tik als Bei­spiel eines klu­gen Staats­man­nes her­an­ge­zo­gen. Die Fra­ge, ob Fried­rich „der Gro­ße” war, ist also sehr aktu­ell. Preu­ßen ist wie­der modern!

3. Quel­len- und Lite­ra­tur­ver­zeich­nis

Quel­len:

Fünf nie­der­län­di­sche Blick­win­kel auf die DDR, In: Haus der Nie­der­lan­de, http://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/NiederlandeNet/Dossiers/80/nl_ddr_blickwinkel.html, Datum: 26.11.2007.

Gra­bow­ski, Bernd; Ingrid Mit­ten­zwei: Fried­rich II. von Preu­ßen, In: Ber­li­ner Lese­Zei­chen; Aus­ga­be 06 + 07, Edi­ti­on Lui­sen­stadt, Ber­lin 2001, http://www.luise-berlin.de/Lesezei/Blz01_06/text10.htm, Datum: 26.11.2007.

Wer­ni­cke, Kurt: Der arge Weg der Erkennt­nis. Zum Umgang mit dem Preu­ßen-Bild in der DDR, In: Ber­li­ner Lese­Zei­chen, Aus­ga­be 12, Ber­lin 2000, http://www.luise-berlin.de/Lesezei/Blz00_12/text05.htm, Datum: 26.11.2007.

Lite­ra­tur:

Mit­ten­zwei, Ingrid; Fried­rich II. und sei­ne Zeit, Minia­tu­ren zur Geschich­te, Kul­tur und Denk­mal­pfle­ge Ber­lins, Nr.4; Ber­lin 1980.

Mit­ten­zwei, Ingrid; Fried­rich II. von Preu­ßen; Ber­lin 1984.

Water­kamp, Rai­ner; Der Wan­del des Preu­ßen­bil­des in den DDR-Medi­en; Bonn 1997.

Fuß­no­ten:

[1] Geschichts­lehr­buch für die 10. Klas­se der erwei­ter­ten Ober­schu­le (Mit­tel­al­ter. Beginn der Neu­zeit, Ber­lin 1960), zitiert nach: http://www.luise-berlin.de/Lesezei/Blz01_06/text10.htm, Datum: 26.11.2007.

[2] Der nie­der­län­di­sche Jour­na­list Koos Kos­ter 1976, zitiert nach: http://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/NiederlandeNet/Dossiers/80/nl_ddr_blickwinkel.html, Datum: 26.11.2007.

[3] Mit­ten­zwei, Ingrid u.a.: Preu­ßen und die deut­sche Geschich­te, In: Monats­schrift Ein­heit, Ber­lin 1979.